Mittwoch, 19. Mai 2021Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer & Till Erdenberger
22:26 Uhr

Illegale Livestreams sollen künftig nach 30 Minuten gesperrt werden

Illegale Sportlivestreams sollen nach Willen des Europaparlaments binnen 30 Minuten gesperrt werden. Die Abgeordneten stimmten für einen Bericht mit entsprechender Forderung, wie das Präsidium in Brüssel mitteilte. Ziel sollte es sein, unrechtmäßige Liveübertragungen in Echtzeit zu entfernen, zunächst solle dies aber spätestens eine halbe Stunde nach Mitteilung durch eine vertrauenswürdige Quelle sein.

Dem Parlament zufolge verbreiten sich illegale Sportstreams immer weiter. Dabei schadeten sie dem Sport als solchem und den Nutzerinnen und Nutzern der Angebote. Der Kampf gegen die Online-Piraterie sei die größte Herausforderung bei der Organisation von Sportveranstaltungen, hieß es in dem Bericht. Um besser gegen illegale Angebote vorzugehen, müssten auch legale Übertragungen gefördert und Fans leichter Zugriff auf diese erhalten. Bei illegalen Streams sollten zudem Anbieter und nicht die Zuschauenden haften.

21:59 Uhr

Für die Geschichtsbücher: Vetter knallt den nächsten Superwurf raus

Der deutsche Speerwurf-Rekordler Johannes Vetter hat rund zwei Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) mit der siebtbesten Weite der Geschichte ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Beim Meeting im tschechischen Ostrau stellte der 28-Jährige mit 94,20 Meter eine Weltjahresbestleistung auf, nur zwei Mal warf Vetter in seiner Karriere weiter.

  • Bereits in den Wochen zuvor hatte der Weltmeister von 2017 in beiden seiner bisherigen Wettkämpfe die magische 90-Meter-Marke geknackt - und damit den Eindruck der Vorsaison bestätigt. Da hatte Vetter aufhorchen lassen, als er mit 97,76 Meter seinen eigenen deutschen Rekord um drei Meter verbesserte. Zur Weltbestmarke des Tschechen Jan Zelezny aus dem Jahr 1996 fehlten dem gebürtigen Dresdner nur 72 Zentimeter.
  • In Ostrau verwies Vetter Anderson Peters (Grenada/83,39) und Keshorn Walcott (Trinidad & Tobago/82,75) auf die Plätze. Gleich sein erster Versuch war der weiteste. Zwei seiner Würfe flogen am Ende über die 90 Meter, drei weitere 88-Meter-Versuche sorgten für eine insgesamt bärenstarke Serie.
21:14 Uhr

Khedira kämpft mit Emotionen: "Am Samstag um 17:15 Uhr endet meine Karriere"

"15 Jahre Profifußball haben Spuren hinterlassen" - nun ist für Sami Khedira Schluss. Nach dem letzten Spieltag der Bundesliga-Saison beendet der Weltmeister von 2014 seine aktive Karriere. Sichtlich bewegt erklärt er seine Entscheidung.

20:50 Uhr

Der Titelverteidiger scheitert in der Champions League

Der Traum des THW Kiel von der erfolgreichen Titelverteidigung in der Champions League ist geplatzt, das Final Four in Köln findet ohne Sander Sagosen und Co. statt. Der Spitzenreiter der Handball-Bundesliga (HBL) verlor das Viertelfinal-Rückspiel bei Paris St. Germain vor 800 Zuschauern mit 28:34 (15:16) und verpasste trotz des 31:29 im Hinspiel den erneuten Sprung ins Halbfinale.

  • Auch je sieben Tore der besten Kieler Werfer Sagosen und Niclas Ekberg reichten nicht zum Erfolg für die Norddeutschen von Trainer Filip Jicha.
  • Während PSG um Superstar Mikkel Hansen im Stade de Pierre Coubertin einen echten Sahnetag erwischte, haderten die Zebras zu häufig mit sich selbst und dem Schiedsrichter-Gespann.
  • "Wir müssen diese Niederlage schlucken, haben in der zweiten Halbzeit nicht unsere beste Leistung gezeigt. Aber ich muss zugeben, dass ich mit einigen Entscheidungen der Referees nicht einverstanden war", sagte Jicha nach der Schlusssirene.
20:01 Uhr

Millionen veruntreut: Ex-Bundesligaprofi wenigstens kurz wieder frei

Der Ex-Trainer von Dinamo Zagreb und frühere Bundesliga-Profi Zoran Mamic ist in Bosnien-Herzegowina zunächst verhaftet und am Nachmittag wieder entlassen worden. Das berichten kroatische und bosnische Medien. Mamic war den Berichten zufolge zunächst aufgrund eines Interpol-Haftbefehls auf Antrag seiner Heimat Kroatien festgenommen worden, nachdem er dort rechtskräftig wegen Korruption zu fast fünf Jahren Haft verurteilt worden war.

Das Gericht in Sarajevo habe Mamic unter der Bedingung gehen lassen, dass er sich einmal pro Woche bei der Polizei melde. Mamic musste demnach auch seinen Pass und andere persönliche Dokumente an die Behörden übergeben und darf Bosnien-Herzegowina nicht verlassen. Zwischen beiden Ländern gibt es kein Auslieferungsabkommen. Neben der kroatischen hat Mamic auch die bosnisch-herzegowinische Staatsbürgerschaft.

Das Urteil des Obersten Gerichts in Kroatiens Hauptstadt Zagreb war im März dieses Jahres gefallen. Daraufhin trat Mamic umgehend als Trainer von Dinamo Zagreb zurück und floh ins benachbarte Bosnien-Herzegowina. Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass Mamic bei der Vermittlung von Spielertransfers 116 Millionen Kuna (15,3 Millionen Euro) veruntreut hat. In der Bundesliga hatte Mamic für den VfL Bochum und Bayer Leverkusen gespielt.

19:24 Uhr

Nicht mehr alle vier Jahre? FIFA soll WM häufiger ausrichten

Die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaften in einem neuen Zwei-Jahres-Rhythmus wird bei der FIFA in dieser Woche offiziell diskutiert. Beim Kongress des Weltverbands am Freitag soll ein Vorschlag des saudi-arabischen Verbandes zur "Durchführung einer Machbarkeitsstudie" eingebracht werden. Das geht aus der Tagesordnung der Vollversammlung der 211 FIFA-Mitglieder hervor. Erforscht werden sollen auch die Auswirkungen einer Verkürzung des WM-Rhythmus' bei den Frauen.

Das Gedankenspiel, das wichtigste Sportereignis der Welt nicht mehr nur alle vier Jahre auszurichten, ist nicht neu und war bereits Ende 2018 vom südamerikanischen Kontinentalverband Conmebol aufgeworfen worden. Abzusehen wären allerdings große Probleme bei der Gestaltung des internationalen Spielkalenders. Die kommende WM findet Ende 2022 in Katar statt, auch die Endrunde 2026 ist bereits an die USA, Kanada und Mexiko vergeben. Im Sommer 2024 wird in Deutschland die Fußball-EM gespielt.

18:50 Uhr

Athleten erpresst? Gegen Rugby-Funktionäre wird ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat ein Ermittlungsverfahren gegen zwei nicht namentlich benannte Verantwortliche des Deutschen Rugby-Verbands (DRV) wegen des Anfangsverdachts der Erpressung eingeleitet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte entsprechende Meldungen im "Spiegel" und von "Radio Regenbogen".

Nach Recherchen des "Spiegel" und des SWR aus der vergangenen Woche sollen Spieler und Spielerinnen der Rugby-Nationalmannschaften mehrfach aufgefordert worden sein, ihr Geld von der Deutschen Sporthilfe an Verantwortliche des Verbandes weiterzuleiten. Der DRV hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und den Fall als "abgeschlossen" bezeichnet. Die jetzt beginnenden Ermittlungen seien "ausgehend von der öffentlichen Berichterstattung", sagte der Sprecher der Heidelberger Staatsanwaltschaft.

18:03 Uhr

Giro-Ansage: Bärenstarker Buchmann liefert spektakuläre Attacke

Der deutsche Hoffnungsträger Emanuel Buchmann ist auf den staubigen Schotterpisten der Toskana in den Angriffsmodus gewechselt, für Wunderkind Remco Evenepoel ist dagegen der Traum von einem Coup beim Giro d'Italia wohl geplatzt. Buchmann sprengte mit einer beherzten Attacke auf der kniffligen elften Etappe von Perugia nach Montalcino die Spitzengruppe, aus der nur der kolumbianische Topfavorit und Gesamterste Egan Bernal folgen konnte. Damit machte Buchmann einen großen Sprung in der Gesamtwertung auf den sechsten Platz. Den Tagessieg sicherte sich der Schweizer Radprofi Mauro Schmid vor dem italienischen Mitausreißer Alessandro Covi.

Evenepoel - in seiner belgischen Heimat als neuer Eddy Merckx gefeiert - war dagegen der große Verlierer. Nach 162 Kilometern, davon 35 über die Schotterpassagen aus dem Eintagesrennen Strade Bianche, verlor der 21-Jährige über zwei Minuten auf Bernal und rutschte auf den siebten Platz ab.

Buchmann fuhr dagegen ein starkes Rennen und präsentierte sich jederzeit auf Augenhöhe mit Bernal, der nach seinem Tour-de-France-Sieg 2019 dem nächsten Sieg bei einer großen Rundfahrt entgegensteuert. Bernal liegt in der Gesamtwertung nun 45 Sekunden vor dem Russen Alexander Wlasow. Buchmann weist einen Rückstand von 1:50 Minuten auf und kommt dem angepeilten Podium immer näher.

17:07 Uhr

"Müssen Sie Medikamente nehmen?" - Senior sorgt sich um Neuer und rührt Löw

Eine ungewöhnliche Zuschaueranfrage sorgt für Erheiterung in der Nationalmannschaft. In einer Pressekonferenz des DFB informiert sich ein Rentner über den Gesundheitszustand von Nationaltorwart Manuel Neuer. Das zaubert auch Joachim Löw ein Lächeln auf die Lippen.

16:24 Uhr

Terzic fühlt sich nicht bereit für Eintracht Frankfurt

Edin Terzic wird nicht neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Dies berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Demnach habe der Chefcoach von Borussia Dortmund dem neuen Frankfurter Sportchef Markus Krösche abgesagt. Er fühle sich nach der emotionalen Saison nicht imstande, direkt eine Aufgabe bei einem anderen Bundesligisten zu übernehmen, hieß es weiter.

Krösche wollte den 38 Jahre alte Interimscoach von Borussia Dortmund als Nachfolger von Adi Hütter verpflichten, berichteten "Sport Bild" und "Bild". Terzic hatte als Interimsnachfolger von Lucien Favre den BVB zum DFB-Pokalsieg gegen RB Leipzig sowie noch in die Champions League geführt. Nach der Saison soll er aber wieder in die zweite Reihe rücken und unter dem neuen Trainer Marco Rose als Co-Trainer fungieren. BVB-Vereinschef Hans-Joachim Watzke hatte zuletzt bekräftigt, dass er an einen Verbleib von Terzic glaubt. Dennoch sei man gesprächsbereit, sollte es Terzic zu einem anderen Club ziehen.

15:42 Uhr

"Tatbestand der Beleidigung": Rücktritt schützt Keller vor Strafe

Fritz Keller wird nach seinem Rücktritt als DFB-Präsident für seine Nazi-Äußerung nicht mehr vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes belangt. Die Ethikkammer des Gremiums habe mit Zustimmung der Ethikkommission das Verfahren eingestellt, teilte der DFB mit. Der 64-Jährige entging mit der Entscheidung vom vergangenen Montag, sein Amt niederzulegen, einer möglichen Sperre.

"Fritz Keller hat von sich aus die Konsequenzen aus der Führungskrise beim DFB gezogen und damit die Verantwortung für das beschädigte Image des DFB übernommen, für das er sicher nicht alleine verantwortlich ist. Damit ist eine Sanktionierung entbehrlich geworden", sagte der Vorsitzende des Sportgerichts, Hans E. Lorenz.

Keller hatte seinen Vizepräsident Rainer Koch während einer Präsidiumssitzung Ende April als "Freisler" bezeichnet. Roland Freisler war Vorsitzender des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus. "Dieses Verhalten von Fritz Keller erfüllt den Tatbestand der Beleidigung und stellt einen erheblichen Verstoß gegen den Ethikcodex des DFB dar. Für den Fall, dass Fritz Keller nicht zurückgetreten wäre, hätte das Sportgericht für ihn eine Funktionssperre auf Zeit erwogen", sagte Lorenz.

14:34 Uhr

Hall of Fame? "Wäre überrascht, wenn ich nicht ausgewählt worden wäre"

Die französische Fußball-Ikone Eric Cantona hat mit "Stolz", aber "nicht überrascht" auf die Aufnahme in die Hall of Fame der englischen Premier League reagiert. "Ich wäre überrascht gewesen, wenn ich nicht ausgewählt worden wäre", sagte die Klublegende von Manchester United mit dem gewohnten Selbstbewusstsein.

Cantona wurde in seiner Zeit auf der Insel sowohl mit Leeds United in der alten First Division (1992) als auch United (1993, 1994, 1996, 1997) Meister. In 156 Premier-League-Spielen erzielte er 70 Tore. "Ich hatte das Glück, mit wunderbaren Spielern zu spielen, wunderbare Trainer zu haben und wunderbare Fans", sagte der 54-Jährige.

Neben Cantona fanden auch sein Landsmann Thierry Henry und Torjäger Alan Shearer Eingang in die Ruhmeshalle.

13:28 Uhr

Mega-Kredit aus den USA: Barça bekommt richtig viel Geld

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat dem hochverschuldeten Fußball-Spitzenklub FC Barcelona einen 500 Millionen Euro schweren Kredit gewährt. Das berichten spanische Medien übereinstimmend. Demnach handelte Präsident Joan Laporta einen entsprechenden Deal aus, ein Fünftel des Betrags (100 Millionen Euro) soll dem Verein von Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen sofort ausgezahlt werden.

Barcelona plagen horrende Schulden von mehr als einer Milliarde Euro. Der Kredit soll dem Traditionsklub aus Katalonien, bei dem die Zukunft von Superstar Lionel Messi nach dem Sommer weiterhin unklar ist, den Medienberichten zufolge nun vorerst etwas Luft verschaffen.

13:03 Uhr

Schlüsselspielerin verlässt SGS Essen nach mehr als einem Jahrzehnt

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Von Essen nach Köln: Irini Ioannidou.

imago images/Nordphoto

Die langjährige Kapitänin Irini Ioannidou verlässt nach elf Jahren den Frauenfußball-Bundesligisten SGS Essen. Die 29-Jährige wechselt zur kommenden Saison zum Aufsteiger 1. FC Köln. "Ich danke der SGS für die tollen elf Jahre. Essen ist meine Heimat, hier in dem Verein bin ich zur Bundesligaspielerin gereift", sagte die Mittelfeldspielerin, deren Vertrag in Essen im Sommer ausläuft.

"Mit Irini gewinnen wir eine erfahrene Spielerin hinzu, die eine herausragende Mentalität besitzt", sagte Kölns Sportliche Leiterin Nicole Bender. Ioannidou hatte mit Essen 2014 und 2020 das DFB-Pokalfinale erreicht. Mit der deutschen U19-Nationalmannschaft war sie 2010 ins EM-Halbfinale eingezogen.

12:30 Uhr

Bundestrainer Löw stellt Kader für Europameisterschaft vor

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12:06 Uhr

Diese Bedingung stellte Müller für DFB-Comeback an Löw

Mit der offiziellen Kader-Bekanntgabe für die Fußball-Europameisterschaft gleich (ab 12.30 Uhr live bei ntv.de) wird sie perfekt gemacht: Die Rückkehr von Thomas Müller in die deutsche Nationalmannschaft. Grundsätzlich soll der Starspieler des FC Bayern München von Beginn an begeistert von einem Comeback im DFB-Trikot gewesen sein, trotzdem knüpfte Müller wohl einige Bedingungen an seine Rückkehr nach knapp zwei Jahren.

Nach Informationen der "Sport Bild" machte der 31-Jährige schnell seinen Führungsanspruch deutlich: Müller will bei der EM, die in einem Monat mit dem Gruppenspiel gegen Frankreich für die Deutschen starten wird (15. Juni ab 21:00 Uhr), eine ähnliche Rolle einnehmen, wie sie ihn vor allem in den letzten eineinhalb Jahren unter Hansi Flick beim FC Bayern so stark gemacht hat: Wortführer auf und abseits des Platzes, Taktgeber im Spiel und Leader in der Kabine.

Wie erfolgreich ein verlängerter Trainerarm Müller auf dem Feld agiert und wie sehr eine Mannschaft davon profitieren kann, hat er in den letzten beiden Spielzeiten im Trikot des deutschen Rekordmeisters aus München unter Beweis gestellt.

11:05 Uhr

FC Bayern lehnt Nagelsmanns Transferforderung ab

Als Nachfolger des erfolgreichen Hansi Flick tritt Julian Nagelsmann beim FC Bayern München ein schweres Erbe an. Erschwert werden die Bedingungen beim Rekordmeister zudem durch einen selbst verordneten Sparkurs, der den neuen Trainer schon jetzt einschränkt.

Wie die "Sport Bild" berichtet, hat die Chefetage des FC Bayern erste Wunschspieler des kommenden Trainers bereits abgelehnt. Konkrete Namen wurden nicht genannt, jedoch seien die angeregten Verpflichtungen aufgrund eines selbst auferlegten Sparkurses nicht umsetzbar. Mit Dayot Upamecano bringt Nagelsmann den Abwehrchef seines Noch-Klubs RB Leipzig mit, der Franzose wird mit 42,5 Millionen Euro Ablöse wohl der teuerste Einkauf der Bayern in diesem Sommer bleiben.

Dennoch möchte man sich an der Säbener Straße nach einem neuen Rechtsverteidiger und einem zentralen Mittelfeldspieler umschauen. Letzteres hängt aber wohl davon ab, wie sich die Personallage auf dieser Position entwickelt. Ein Transfer sei laut "Sport Bild" nur möglich, wenn entweder der ausgeliehene Mickael Cuisance oder der verletzungsanfällige Corentin Tolisso verkauft wird.

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10:26 Uhr

Kroos schildert seine Covid-19-Erkrankung

Toni Kroos sieht seinen Einsatz bei der Fußball-EM durch seine Covid-19-Erkrankung nicht in Gefahr. "Natürlich werde ich bereit sein. Soviel kann ich schon mal sagen", sagte der Nationalspieler in der neuesten Folge des Podcasts "Einfach mal Luppen" seinem Bruder und Braunschweiger Profi Felix Kroos.

Heute will Bundestrainer Joachim Löw seine 26 Spieler für die EM bekannt geben. Der 31-Jährige war am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wenn nach zehn Tagen wieder alles in Ordnung sei, "kann ich ganz normal anreisen. Wenn es zwei, drei Tage länger dauert, dann dauert es halt zwei, drei Tage länger", sagte der Mittelfeldspieler. "Dann bin ich am 30. oder wann weiß ich da."

Als erste in seiner Familie habe sich seine Frau Jessica infiziert, berichtete der Weltmeister von 2014. Daher ist Toni Kroos schon seit Freitag in Quarantäne. Am Sonntag sei es bei ihm dann losgegangen mit Fieber. "Da hätte ich auch keinen Test mehr gebraucht." Insgesamt fühle er sich schlapp. "Ich kann das keinem weiter empfehlen, Felix. Man muss das nicht gehabt haben, um cool zu sein", sagte er seinem Bruder.

09:54 Uhr

Japan im Corona-Notstand: IOC-Boss Bach bietet an, Personal einzufliegen

Der Präsident des Internationalen Olympischen Kommitees (IOC), Thomas Bach, hat Japan medizinisches Personal für die in zwei Monaten geplanten Olympischen Spiele und die Paralympics in Tokio angeboten. Das IOC habe dem japanischen Organisationskomitee zusätzliches medizinisches Personal als Teil der nationalen Delegationen angeboten, um den medizinischen Betrieb und "die strikte Implementierung der Covid-19-Maßnahmen im Olympischen Dorf und den Wettkampfstätten zu unterstützen", sagte Bach zum Auftakt einer dreitägigen letzten Sitzung der IOC-Koordinierungskommission.

Japans Organisationschefin Seiko Hashimoto begrüßte Bachs Angebot. Man werde jetzt besprechen, wie dies umgesetzt werden könne. In Japan mehrten sich zuletzt die Rufe nach Absage der Spiele. So erklärte der Ärzteverband in Tokio, Krankenhäuser hätten keine Kapazitäten mehr. "Wir halten es für die richtige Wahl, ein Ereignis abzusagen, das die Anzahl der Infektionen und Todesfälle erhöhen könnte", heißt es in einem Brief an Bach und Japans Verantwortliche.

09:28 Uhr

Die "Grande Dame" der deutschen Leichtathletik ist tot

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Bechthold im Jahr 2013.

(Foto: imago sportfotodienst)

Ilse Bechthold ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) würdigt sie in einer Mitteilung in den Worten seines Präsidenten Jürgen Kessing so: "Mit Ilse Bechthold verliert die deutsche und internationale Leichtathletik eine 'Grande Dame des Sports', die sich in herausragender Weise für die Rolle der Frauen eingesetzt hat."

Bechthold war der olympischen Kernsportart demnach ihr Leben lang verbunden, erst als ehrenamtliche Frauenwartin, dann als Vizepräsidentin des DLV und sogar als Vorsitzende der Frauenkommission im Leichtathletik-Weltverband, damals IAAF, heute World Athletics.

"Es gibt aus meiner Sicht nur wenige Personen, die sich ein Leben lang für die Leichtathletik so engagiert haben wie Ilse Bechthold. Wann immer es ihre Gesundheit erlaubte, war sie als Zuschauerin bei den nationalen und internationalen Wettkämpfen vor Ort und dabei sprach sie immer Klartext, auch wenn Kritik notwendig war", wird Idriss Gonschinska zitiert, Vorstandsvorsitzender des DLV.

09:05 Uhr

Eishockey-Bundestrainer spekuliert auf besondere Umstände

Die außergewöhnlichen Umstände der Corona-Pandemie bieten dem deutschen Eishockey-Nationalteam nach Meinung von Bundestrainer Toni Söderholm eine besondere Chance auf einen WM-Coup. "Den Gedanken habe ich schon länger. In dieser ungewissen Zeit und in der Bubble-WM liegen viele Möglichkeiten für uns", sagte der 43-Jährige: "Der richtige Zeitpunkt für uns muss passen, dann ist vieles für uns möglich."

Das deutsche Minimalziel für die am Freitag in Riga beginnende Weltmeisterschaft ist das Viertelfinale. Ob die Zeit reif ist für den ersten WM-Halbfinal-Einzug eines deutschen Teams seit 2010, wollte Söderholm nicht prophezeien. "Aber die Zeit ist sicherlich reifer. Es kommt näher und näher, dass eine deutsche Nationalmannschaft ein Halbfinale spielt", sagte der Finne.

08:29 Uhr

Dortmund fragte Ex-Weltstar als neuen Trainer an

Als Spieler gewann Xavi alles: nationale Meisterschaften und Pokale, viermal die Champions League mit dem FC Barcelona, mit der spanischen Nationalmannschaft zweimal die Europameisterschaft und einen WM-Titel. Als Trainer von Al Sadd in Katar ist sein Resümee noch etwas bescheidener, das Ende der aktiven Karriere ist aber auch gerade mal zwei Jahre her. Dennoch fragte offenbar Borussia Dortmund an, als der Bundesligist im Zuge der Entlassung von Lucien Favre Ende 2020 ganz dringend einen Trainer suchte.

Wie die spanische Zeitung "AS" berichtet, habe der BVB dem ehemaligen Mittelfeldstrategen einen Vertrag "für die nächsten drei Saisons" angeboten. Demnach soll die Borussia Xavi als geeigneten Nachfolger gesehen haben, die Reihe junger, ambitionierter Trainer - genannt werden Jürgen Klopp und Thomas Tuchel - fortzuführen. Eine Einigung kam allerdings nicht zustande, Dortmund holte später Marco Rose und Xaxi gilt nun als Kandidat für die Ablösung von Ronald Koeman beim FC Barcelona.

08:00 Uhr

Verletzt ausgewechselt: Sorge um İlkay Gündoğan

Manchester Citys Trainer Pep Guardiola hat erste Entwarnung beim angeschlagenen İlkay Gündoğan gegeben. Der deutsche Fußball-Nationalspieler war am Dienstagabend im Premier-League-Spiel gegen Brighton & Hove Albion ausgewechselt worden. "Ich wollte kein Risiko eingehen, deshalb haben wir gewechselt", sagte Guardiola nach der überraschenden 2:3-Niederlage des englischen Fußballmeisters. Sollte sich Gündoğan nicht schwerer verletzt haben, würde weder einem Einsatz im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea am 29. Mai noch bei der EM im Weg stehen.

Der 30 Jahre alte Gündoğan, der für die Verkündung des EM-Kaders durch Bundestrainer Joachim Löw heute Mittag (ab 12.30 Uhr live bei ntv.de) gesetzt ist, musste zunächst behandelt werden, ehe er durch Fernandinho (56.) ersetzt wurde. "Das Problem ist, dass er einen Tritt abbekommen hat und in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz flüssig laufen konnte", sagte Guardiola.

Heute soll eine genauere Untersuchung erfolgen. "Der Arzt ist ziemlich optimistisch", so Guardiola.

07:32 Uhr

Sturm kassiert Ausgleich in NHL-Playoffs

Nationalspieler Nico Sturm hat mit Minnesota Wild in den Playoffs der Eishockey-Profiliga NHL einen ersten Rückschlag kassiert. Im zweiten Achtelfinalspiel verlor das Team aus Saint Paul mit 1:3 bei den Vegas Golden Knights und kassierte in der Best-of-seven-Serie den Ausgleich zum 1:1. Sturm blieb in 8:29 Minuten Einsatzzeit ohne Scorerpunkt. Das dritte Spiel findet in Minnesota statt.

Titelverteidiger Tampa Bay Lightning liegt derweil weiter auf Kurs. Im zweiten Spiel bei den Florida Panthers siegte Tampa 3:1 und erhöhte in der Serie auf 2:0.

06:58 Uhr

Vier internationale Klubs sind heiß auf Schalker Eigengewächs

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Aydins Wechsel könnte den Schalkern dringend benötigte Transfererlöse einbringen.

(Foto: Tim Rehbein/RHR-FOTO/Pool)

Eigengewächs Mehmet-Can Aydin vom FC Schalke 04 hat in der Katastrophensaison 2020/21 den Durchbruch bei den Profis geschafft - und offenbar das Interesse von gleich vier Klubs aus Europa geweckt. Der 19-Jährige dürfte nicht mehr lange das königsblaue Shirt tragen, behauptet die spanische Zeitung "Marca".

Demnach verfolgen Real Betis, der FC Valencia, Lille OSC und Olympique Marseille den Rechtsaußen. Das Quartett rechne sich gute Chancen aus, heißt es, da Aydins Arbeitspapier beim FC Schalke 04 nur noch bis zum Sommer 2022 gültig ist.

Das Blatt geht nicht davon aus, dass der zweifache deutsche U19-Nationalspieler mit den Knappen den Gang in die zweite Liga antritt. Insgesamt bestritt er fünf Bundesliga-Spiele, dabei stand er jeweils in der Startelf der Knappen. Im Juniorenbereich des DFB durchlief Aydin bislang die Stationen bei der U15, U16, U17 und U19.

05:56 Uhr

Podolski scheitert an der Sensation

Lukas Podolski hat mit Antalyaspor eine große Überraschung im türkischen Pokal-Finale verpasst. Die Mannschaft um den früheren Fußball-Nationalspieler verlor gegen Meister Besiktas Istanbul mit 0:2 (0:2), der Topklub feierte seinen bereits zehnten Pokalsieg und erst zum dritten Mal das nationale Double. Podolski, der im Halbfinale gegen Alanya (2:0) getroffen hatte, kam im Endspiel über 90 Minuten zum Einsatz.

Nach der Pause rückte er aus der Spitze ins Mittelfeld und trieb sein Team zu einer stärkeren zweiten Halbzeit, den Rückstand aus der ersten Hälfte holte Antalya aber nicht mehr auf. Souza (3.) und Valentin Rosier (30.) hatten früh für den Favoriten getroffen, der sich in der Meisterschaft hauchdünn vor Stadtrivale Galatasaray durchgesetzt hatte. Antalyaspor, das in der Liga nur relativ knapp den Abstieg vermieden hatte, bleibt weiter ohne nationalen Titel. 2000 hatte der Klub das Pokalfinale gegen Galatasaray in der Verlängerung verloren.

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