Groß wird Meister mit "bisschen Wut im Bauch"
Felix Groß hat zum Auftakt der 136. deutschen Meisterschaften im Bahnradsport die 4000-Meter-Einverfolgung gewonnen. Der Leipziger holte im Finale im Berliner Velodrom den Ludwigsfelder Roger Kluge nach knapp drei Kilometern ein. Platz drei belegte Benjamin Boos (Singen).
"Ich war sehr gut vorbereitet und hatte natürlich auch noch ein bisschen Wut im Bauch", sagte Groß, der für die Olympischen Spiele in Paris als Ersatzfahrer nominiert war und nicht zum Einsatz kam. "Die Leistung stimmt mich sehr zuversichtlich, zumal die Bedingungen in der Halle nicht sehr gut und ein bisschen kühl waren", sagte Groß nach seinem zweiten Verfolger-Titel nach 2019. Die Weltmeisterschaft findet Mitte Oktober in Kopenhagen statt.
Premier-League-Klub buhlt um Deutschen Meister
Odilon Kossounou vom deutschen Meister Bayer Leverkusen hat laut einem Medienbericht das Interesse von Crystal Palace aus der Premier League geweckt. Der Klub von Ex-Bundesliga-Trainer Oliver Glasner soll sich laut "Kicker" mit einem Transfer des 23 Jahre alten Verteidigers beschäftigen. Kossounou kam 2021 vom FC Brügge nach Leverkusen und steht dort noch bis 2026 unter Vertrag.
Leverkusen soll sich seinerseits mit Sepp van den Berg vom FC Liverpool beschäftigen. Der Verteidiger, der in der vergangenen Saison an den FSV Mainz 05 verliehen war, soll laut "de Telegraaf" auch Interesse vom VfL Wolfsburg, dem VfB Stuttgart, Hoffenheim und Mönchengladbach geweckt haben. Auch Mainz wird wieder mit dem 22-Jährigen in Verbindung gebracht. Unkar ist in Leverkusen zudem, wie es mit Nationalspieler Jonathan Tah weitergeht. Der Kapitän wird seit Monaten mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht. Zwischen Verantwortlichen aus Leverkusen und München war es deswegen zuletzt zu Meinungsverschiedenheiten gekommen.
Juventus-Legende auf dem Weg nach Saudi-Arabien
Torhüter Wojciech Szczesny und der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin gehen nach sieben gemeinsamen Jahren getrennte Wege. Wie der Klub bekannt gab, wurde der Vertrag des 34-Jährigen aufgelöst. Italienischen Medienberichten zufolge soll der polnische Nationaltorhüter vor einem Wechsel nach Saudi-Arabien stehen. Szczesny war im Sommer 2017 vom englischen Erstligisten FC Arsenal zu Juventus gewechselt. Er bestritt 252 Pflichtspiele für Turin und gewann jeweils dreimal die italienische Meisterschaft sowie den Pokal.
Mbappé gibt Startelfdebüt für Real Madrid
Superstar Kylian Mbappé gibt sein Startelfdebüt für Real Madrid. Im europäischen Supercup am Mittwochabend (21 Uhr/Sat.1) in Warschau gegen Atalanta Bergamo steht der französische Vizeweltmeister von Beginn an auf dem Rasen. Trainer Carlo Ancelotti setzt zudem auf den deutschen Innenverteidiger Antonio Rüdiger, in der Offensive wirbeln neben Mbappé die Brasilianer Vinicius Junior und Rodrygo. Dahinter läuft der frühere Dortmunder Jude Bellingham auf. Der 25 Jahre alte Mbappé war ablösefrei von Paris St. Germain zum Champions-League-Sieger gewechselt. In Madrid unterschrieb er einen Vertrag bis Sommer 2029, auf Vereinsebene hat der Stürmer noch keinen internationalen Titel gewonnen.
Fast-Bayern-Trainer wird TV-Experte
Ralf Rangnick arbeitet wieder als TV-Experte. Trotz seines Jobs als Bundestrainer der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft wird der Fußball-Lehrer zukünftig auch für den Pay-TV-Sender Canal+ arbeiten. Zum Team des österreichischen Ablegers des französischen Medien-Unternehmens gehört auch der ehemalige Bundesliga-Coach Niko Kovač.
Rangnicks Zweitjob wurde in Wien von Canal+ bestätigt. Der Sender hat in Österreich Rechte für die Champions League erworben und geht in einer Woche beim Champions-League-Play-off-Hinspiel von Red Bull Salzburg gegen Dynamo Kiew in Lublin erstmals auf Sendung. "So richtig Überzeugungsarbeit war nicht notwendig", sagte Rangnick. Der 66-Jährige war als TV-Experte bereits bei einigen deutschen Sendern tätig. Er arbeitete unter anderem für Sat.1 und für DAZN.
Ex-Münchner tritt aus Nationalelf zurück
Der frühere Bayern-Spieler Daley Blind hat seinen Rücktritt aus der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. "Nach einem guten Gespräch mit dem Nationaltrainer ist es nun an der Zeit, sich voll und ganz auf meinen Verein und meine Familie zu konzentrieren", schrieb der 34-Jährige bei X: "Es war eine Ehre, 108 Mal das Oranje-Trikot zu tragen. Für mich ist das das Größte, was ein Spieler erreichen kann: sein Land zu vertreten."
Blind hatte 2013 im Alter von 22 Jahren für die Elftal debütiert, größte Erfolge mit dem Nationalteam waren Platz drei bei der WM 2014 und der Einzug ins Halbfinale der EM 2024. Nun mache er Platz für eine "talentierte neue Generation". Der seit 2019 mit Herzdefibrillator spielende Defensivakteur spielte von Januar 2023 an ein halbes Jahr für die Bayern und feierte mit dem Rekordchampion die deutsche Meisterschaft. Im Vereinsfußball steht er noch bis 2026 beim FC Girona unter Vertrag.
Deutsche Athletin gewann Olympia-Gold mit gebrochener Hand
Olympiasiegerin Sonja Greinacher offenbart nach dem Triumph von Paris, wo sie als wertvollste Spielerin (MVP) des 3x3-Basketballturniers ausgezeichnet worden war, dass sie das Turnier mit einem gebrochenen Mittelhandknochen gespielt hat. Auf Instagram schrieb "Sunny G" auf Englisch, dass sie sich die Verletzung drei Wochen vor den Sommerspielen während eines Testspiels zugezogen hatte.
"Ich fühle mit all den großartigen Athleten, die sich kurz vor oder während der Olympischen Spiele verletzt haben, denn das ist der schlimmste Albtraum eines jeden Athleten", erklärte die 32-Jährige. Dazu postete sie eine Röntgenaufnahme ihrer Hand. Greinacher hatte bei den Sommerspielen am Montag vor einer Woche gemeinsam mit Svenja Brunckhorst, Marie Reichert und Elisa Mevius sensationell die Goldmedaille geholt. Ihr gelang im Finale gegen Spanien der entscheidende Korb.
Trauerfeier für Willi Lemke geplant
Mit einer Trauerfeier im Bremer Dom soll an den ehemaligen Werder-Manager und Bremer Senator Willi Lemke erinnert werden. Das gemeinsame Gedenken des Vereins und der Stadt werde voraussichtlich am 23. August stattfinden, sagte Martina Lange, Leiterin der Domkanzlei. Zuerst hatte das Portal "Deichstube" darüber berichtet.
Der langjährige Fußball-Manager des SV Werder, ehemalige Bildungs- und Innensenator von Bremen sowie Sonderberater des UN-Generalsekretärs war nach Angaben seiner Familie am Montag an den Folgen einer Hirnblutung gestorben. Lemke wurde 77 Jahre alt und war eine der bekanntesten Persönlichkeiten Bremens. Im Bremer Dom wurde im Januar 2005 auch Abschied von seinem Weggefährten genommen, dem ehemaligen Werder-Präsidenten Franz Böhmert. Damals kamen rund 1300 Menschen zur Trauerfeier - neben Familie und Freunden die Werder-Meistermannschaft, Franz Beckenbauer, Uwe Seeler und die komplette DFB-Spitze.
Zweiter Transfer innerhalb von zwei Tagen platzt für Bundesliga-Klub
Beim Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim hat sich nach übereinstimmenden Medienberichten innerhalb von nur zwei Tagen ein zweiter Transfer zerschlagen. Armel Bella-Kotchap vom englischen Premier-League-Aufsteiger FC Southampton soll den obligatorischen Medizincheck nicht bestanden haben, berichten die "Bild" und "Kicker" am Mittwoch. Bereits am Tag zuvor war der Wechsel von Oumar Solet (RB Salzburg) auf der Zielgeraden gescheitert. Hoffenheim wollte sich auf Anfrage nicht zu einem möglichen Aus des Bella-Kotchap-Transfers äußern.
Dabei sollen sich alle Parteien einig gewesen: Hoffenheim wollte für den zweifachen DFB-Nationalspieler, der zuletzt per Leihe in Eindhoven spielte, den Berichten zufolge rund zwölf Millionen überweisen, und der 22 Jahre alte Ex-Bochumer im Kraichgau einen langfristigen Vertrag erhalten. Bereits der Solet-Transfer soll nach Medienberichten erst nach dem Medizincheck gescheitert sein.
Direkt Pleite für Kompany? SSV Ulm mit Kampfansage an FC Bayern
Zweitliga-Aufsteiger SSV Ulm fiebert dem Duell mit Fußball-Rekordmeister FC Bayern München im DFB-Pokal entgegen. "Das ist für uns natürlich ein ganz großes Spiel, nicht nur für uns als Mannschaft. Auch für uns als Verein, für die Stadt Ulm, für die ganze Region, für unsere Fans", sagte SSV-Trainer Thomas Wörle vor dem Pokalauftakt am Freitag. "Da freuen wir uns massiv drauf."
Der frühere Bundesligist SSV, der nach 23 Jahren in unteren Ligen erstmals wieder in der 2. Bundesliga spielt, sei gegen die Bayern der "absolut krasse Außenseiter", erklärte Wörle. Aber der Verein habe vor 17.400 Zuschauern im ausverkauften Donaustadion "den Willen, einen richtigen Pokal-Fight abzuliefern". Unter bestimmten Umständen könne "eine ganz kleine Pokalchance ein bisschen größer" werden. "Es ist nichts unmöglich und dafür werden wir kämpfen."
Wörle kennt den Verein FC Bayern auch persönlich sehr gut. Bevor er 2021 zum damaligen Regionalligisten Ulm kam, trainierte er neun Jahre lang die Bayern-Frauen und wurde mit ihnen 2015 und 2016 deutscher Meister. Der 42-Jährige erwartet den FCB nach dem Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal in der vergangenen Saison beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken und mit dem neuen Trainer Vincent Kompany hoch motiviert. Wie man einen klar favorisierten Bundesligisten aus dem Pokal wirft, wissen die Ulmer: Am 18. August 2018 schlug der damalige Viertligist Titelverteidiger Eintracht Frankfurt mit 2:1.
Neue Angebote für gefallenes Wunderkind Moukoko?
Nach dem geplatzten Transfer von Youssoufa Moukoko zum französischen Erstligisten Olympique Marseille bieten sich dem Youngster von Borussia Dortmund nun offenbar zwei neue Optionen. Medienberichten zufolge sind mit dem FC Everton aus der Premier League und dem LaLiga-Klub Betis Sevilla gleich zwei Klubs in den Poker um Moukoko eingestiegen. Wie "Teamtalk" berichtet, wurde Moukoko von seinen Beratern beim FC Everton angeboten. Es habe bereits einen ersten Kontakt gegeben. Konkreter seien die Gespräche allerdings nicht gewesen.
Bei den Toffees könnte Moukoko in die Fußstapfen von Dominic Calvert-Lewin treten. Der englische Stürmer wird mit einem Wechsel zu Manchester United oder Newcastle United in Verbindung gebracht. Größeres Interesse hat Everton aber wohl an Eddie Nketiah vom FC Arsenal. Auch Largie Ramazani von UD Almería sei eine Option bei den Liverpoolern.
Dem Portal "todofichajes.com" zufolge steht Moukoko auch bei Betis Sevilla auf dem Zettel. Demnach wurden Verhandlungen sowohl mit den Dortmunder Verantwortlichen als auch mit der Spielerseite aufgenommen. Schon zu Beginn des Transferfensters wurde Moukoko bei den Spaniern gehandelt. Konkret wurden die Gerüchte aber bislang nicht. Nachdem der Transfer zu Olympique Marseille geplatzt ist, könnten die Andalusier die Bemühungen um den 19-Jährigen wieder verstärken, heißt es. Betis strebt dem Bericht zufolge eine Leihe mit Kaufoption an. Der BVB habe bereits grünes Licht für einen Transfer gegeben, nur Moukoko müsse noch eine Entscheidung treffen.
Bürokratie, Gehälter, Sportstätten: Nächster Verband haut auf Sportförderung
Sportdirektor Patrick Moster vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat sich nach den olympischen Wettbewerben in Paris der teils massiven Kritik mehrerer Verbände und zahlreicher Aktiven am System der Spitzensportförderung in Deutschland angeschlossen. "Wenn sich die Rahmenbedingungen im deutschen Spitzensport nicht verbessern, werden wir allgemein damit rechnen müssen, uns künftig im Mittelmaß wiederzufinden", wird Moster im BDR-Pressedienst zitiert.
Der dreimalige WM-Teilnehmer und frühere Bundestrainer beschrieb den Ist-Zustand nicht zuletzt für seine eigene Sportart bereits als alarmierend. "Wir können mit anderen Nationen schon jetzt nicht mehr mithalten, weil die Fördergelder zu niedrig sind", sagte Moster und stellte seinen Vorschlag zur Lösung der Probleme als praktisch alternativlos dar: "Wer eine höhere Produktivität will, der muss auch bereit sein, an entscheidenden Stellen zu investieren."
Als Ergebnis seiner Analyse der Ursachen für die durchwachsene Medaillenausbeute der BDR-Aktiven und des Team D insgesamt monierte der 57-Jährige eine Reihe vermeintlicher Schwächen in verschiedenen Bereich des deutschen Sportsystems. "Unsere Trainergehälter sind zu niedrig. Wir haben zu wenig Spitzenveranstaltungen im Sport. Uns fehlen Sportstätten, die internationale Standards erfüllen. Der Bürokratismus und die projektgebundene Vergabe der Fördergelder stellen weitere Hürden in der Effizienz des Sportsystems dar", sagte Moster. Als Bestätigung seiner Bestandsaufnahme wertete der Ex-Profi die relativ hohe Zahl von deutschen Topaktiven, die im Ausland trainieren.
Edebali verstärkt Experten-Team: RTL holt Ex-NFL-Profi für die neue Saison
Für die neue NFL-Saison legt RTL nochmal nach: Für das Football-Wochenmagazin Sideline steht künftig der frühere deutsche NFL-Profi Kasim Edebali vor der Kamera. Neben Edebali feiert Moderatorin Mika Kaul ihr Debüt.
Center kommt aus Mailand: FC Bayern verpflichtet Weltmeister
Basketball-Weltmeister Johannes Voigtmann wechselt zum deutschen Meister FC Bayern. Der 31-Jährige kommt vom italienischen Spitzenclub Olimpia Mailand und erhält einen Vertrag bis 2027, wie die Münchner mitteilten. Für den Center kommt es damit auch zum Wiedersehen mit Bayerns neuem Trainer Gordon Herbert, unter dem Voigtmann 2023 mit der deutschen Nationalmannschaft sensationell Weltmeister wurde.
Bei den Olympischen Spielen in Paris hatte Voigtmann mit der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes durch eine Niederlage gegen Serbien Bronze verpasst und wurde Vierter. Für Chefcoach Herbert war es das letzte Turnier als Bundestrainer. Sein Nachfolger wird am Donnerstag präsentiert. "Mit Jo Voigtmann bekommen wir einen Spieler von internationaler Klasse", äußerte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic. Der gebürtige Thüringer sei aber auch eine Führungspersönlichkeit.
Voigtmann spielte zuletzt 2016 für die Frankfurt Skyliners in der Bundesliga. Über Stationen beim spanischen Club Baskonia und ZSKA Moskau in Russland ging es für ihn nach Italien. "Ich bin sehr froh, in München zu sein und nach langen Jahren im Ausland nach Deutschland und in die Bundesliga zurückzukehren", sagte Voigtmann.
Wirbel bei Olympia: Steven van de Velde spricht über die Wut gegen ihn
Der niederländische Beachvolleyballer Steven van de Velde musste bei den Olympischen Spielen wütende Pfiffe und Buhrufe aushalten. Der 30-Jährige wurde 2016 in England verurteilt, weil er Sex mit einem damals 12 Jahre alten Mädchen hatte. Van de Velde wird per internationalem Haftbefehl nach England ausgeliefert und dort zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach einem Jahr wird er an seine Heimat ausgeliefert und kommt einen Monat später frei. In den Niederlanden sind die Gesetze liberaler. Seine Tat wird als Unzucht gewertet, ein minderschweres Vergehen. Das Urteil als Kindesvergewaltiger hängt ihm aber weiter an. Vor allem bei den Olympischen Spielen.
Im Interview mit dem niederländischen Sender NOS sagt er nun: "Ich kann nicht ändern, was die Leute über mich denken. Man kann mich für immer für das verantwortlich machen, was passiert ist, und das ist in Ordnung, denn so ist es nun einmal. Es ist ihr Recht. Also akzeptiere ich das." Er zeigte sogar Verständnis für den Unmut: "Willst du jemanden mit dieser Geschichte? Kann er auf dem Podium stehen? Das sind legitime Fragen." Vor den Spielen hatte er überlegt, seine Teilnahme abzusagen. Doch er entscheidet sich dagegen. "Ich dachte: Das will ich nicht. Ich werde anderen nicht die Macht geben zu entscheiden, dass sie mich weg schikanieren oder loswerden können."
Tah-Ärger eskaliert: Bayer-Boss Carro attackiert Bayern-Vorstand Max Eberl
Geschäftsführer Fernando Carro von Doublegewinner Bayer Leverkusen hat Sportvorstand Max Eberl vom deutschen Rekordmeister Bayern München angesichts der Hängepartie um Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah scharf attackiert. "Also, ich halte von Max Eberl nichts, absolut nichts", sagte Carro laut "Kicker" bei einem Treffen mit mehreren hundert Vertretern der Leverkusener Fanklubs in der BayArena am Dienstag und schob hinterher: "Und ich würde nicht mit ihm verhandeln."
Seit Wochen wird über einen Wechsel von Tah nach München spekuliert. Die Vereine sollen sich auf eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro für den Innenverteidiger geeinigt haben, fünf Millionen könnten an Bonuszahlungen noch hinzukommen. Voraussetzung für einen Transfer aus Münchner Sicht sei aber ein Abgang von Matthijs de Ligt gewesen. Der Niederländer wechselte inzwischen mit Noussair Mazraoui im Doppelpack für 60 Millionen Euro zum englischen Rekordmeister Manchester United, durch Boni sind weitere zehn Millionen möglich.
Dass die Bayern nun dennoch möglicherweise vom Vorhaben eines Tah-Transfers abgewichen sind, sorgt offenbar für Unmut in Leverkusen. Tah trainiert deswegen weiterhin beim aktuellen Meister.
Sebastian Vettel: Wilde Gerüchte um Formel-1-Comeback
Eineinhalb Wochen vor dem Ende der Sommerpause und dem Rennwochenende im niederländischen Zandvoort brodelt die Gerüchteküche in der Formel 1 weiterhin heftig. Die heißeste Nachricht der letzten Stunden kam dabei aus Österreich - vom umtriebigen Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko, der die Spekulationen über eine baldige Rückkehr von Ex-Weltmeister Sebastian Vettel befeuerte.
Nach einem Schaulaufen am 30. Todestags seines Idols Ayrton Senna bei dem Rennwochende in Imola im Mai verstärkten sich nun die Gerüchte, dass es den mittlerweile 37-jährigen Vettel tatsächlich wieder als Stammfahrer in die Formel 1 ziehen könnte.
Kein Geringerer als Dr. Helmut Marko, der seit knapp zwei Jahrzehnten als enger Vertrauter Vettels gilt, hat die entsprechenden Ambitionen des viermaligen Weltmeisters nun bestätigt. Der 81-Jährige hat gegenüber dem österreichischen Nachrichtenportal "oe24" bekräftigt, dass Vettel rund eineinhalb Jahre nach seinem Rücktritt als Formel-1-Fahrer ein Comeback anstrebe.
Bei Red Bull soll laut Marko zwar ebenso "kein Platz" für den 53-fachen Grand-Prix-Sieger sein wie bei Mercedes. Allerdings könnte sich ein anderer Rennstall bereits intensiv mit einer Zusammenarbeit mit Vettel bemühen.Laut "oe24" könnte nämlich Neueinsteiger Audi das ideale Match für den deutschen Motorsport-Star sein, der bereits zwischen 2007 und 2022 in der Formel 1 fuhr. Audi wird ab 2026 mit einem eigenen Werksteam an den Start gehen.
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"Verfluchter" Bayern-Star Harry Kane: "Wir müssen Titel gewinnen"
Bayern Münchens Starstürmer Harry Kane geht nach der enttäuschenden Vorsaison mit viel Hunger und großen Erwartungen in die neue Spielzeit. "Ich will weiter Tore schießen und dem Team helfen. Aber klar ist: Das Hauptziel ist es, Titel zu gewinnen! Wir müssen Bayern wieder dahin bekommen, Titel zu gewinnen", sagte Kane der "Sport Bild".
Vor dem Pflichtspielauftakt am Freitag (20.45 Uhr/ZDF und Sky und im Liveticker auf ntv.de) in der ersten Runde des DFB-Pokals beim SSV Ulm setzt Kane viel Hoffnung in den neuen Trainer Vincent Kompany: "Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem neuen Trainer wird, die Art, wie wir spielen. Wir werden viel den Ball haben, viele Chancen bekommen. Das ist für mich die perfekte Art zu spielen."
Im Vergleich zu Kompanys Vorgänger Thomas Tuchel arbeitet der neue Coach mit einem aggressiveren Pressing-Ansatz - Kane ist trotz höherer Intensität begeistert: "Ja, es wird auf jeden Fall mehr Arbeit werden, das habe ich schon in den ersten zehn Minuten gegen Tottenham (3:2-Sieg im Test am vergangenen Samstag/d. Red.) gemerkt - das waren sehr harte zehn Minuten. Aber ich liebe diese Intensität. Ich liebe es, so schnell es geht, den Ball zurückzugewinnen."
Harry Kane hat auf Vereinsebene noch nie einen Titel gewonnen. Auch mit der englischen Nationalmannschaft scheiterte er nun in zwei EM-Endspielen. Mit dem FC Bayer verlor er in der vergangenen Saison sogar das Supercup-Endspiel. Der "Kane Curse", der Kane-Fluch, ist in England ein dominantes Thema.
Leichtathletik-Giganten treten in ungewöhnlichem Duell an
Stabhochspringer gegen Hürdenläufer - in der Schweiz kommt es Anfang September zu einem ungewöhnlichen Leichtathletik-Duell. Die Olympiasieger und Weltrekordler Armand Duplantis und Karsten Warholm treten am Vorabend des Diamond-League-Meetings in Zürich am 4. September über 100 Meter gegeneinander an. Der Ausgang des Sprints auf der Zürcher Tartanbahn scheint völlig offen.
Ihre Bestzeiten liegen nicht weit auseinander: 400-Meter-Hürdenläufer Warholm erzielte 2017 eine Zeit von 10,49 Sekunden, während Stabhochspringer Duplantis die 100 Meter nur ein Jahr später in 10,57 lief. Letzterer hat über die sozialen Medien den Hürdensprinter herausgefordert, dieser stimmte schließlich dem Show-Wettkampf zweier Superstars der Leichtathletik-Szene zu.
Max Kruse zieht mit Kampfansage in Promi-Container
Der ehemalige Fußballnationalspieler Max Kruse zieht in den Container von "Promi Big Brother". Der Sender Sat.1 strahlt das Format vom 7. Oktober zusammen mit Joyn wieder aus. "Ich steh' auf Drama. Von daher freue ich mich auf jeden Fall schon", erklärte Kruse, der in seiner Karriere unter anderem für Gladbach, Wolfsburg und Bremen spielte. In jüngster Zeit hatte der Fußballer allerdings eher mit verbalen Auseinandersetzungen mit seinen Ex-Trainern für Schlagzeilen gesorgt - unter anderem mit Ex-Bundestrainer Joachim Löw.
Auch im "Promi Big Brother"-Container scheint nun ein wenig Knatsch vorprogrammiert. "Ich glaube, ich werde auch anecken, weil ich echt faul bin. Also ich hab' echt gar keinen Bock, irgendwas abzuwaschen und so. Also das ist einfach nicht meins", verkündete Kruse. "Aber wer weiß? Vielleicht werde ich noch zum Hausmann. Aber eher nicht." In der Familie Kruse ist das Format bereits wohlbekannt. Kruses Frau, die Influencerin Dilara Kruse, nahm 2023 an "Promi Big Brother" teil.
"Keiner packt das Problem mal an": Ironman Lange wütet nach Olympia
Der zweimalige Ironman-Hawaii-Sieger Patrick Lange zeigt sich verärgert über die Entwicklung des Sports in Deutschland. "Es muss sich was ändern! Wir können nicht alle vier Jahre auf den Medaillenspiegel schauen und jedes Mal konstatieren, dass es abwärtsgeht", sagte Triathlet Lange der "Frankfurter Rundschau".
Bei den Olympischen Spielen in Paris belegte Deutschland mit 12 Gold-, 13 Silber- und 8 Bronzemedaillen Rang zehn im Medaillenspiegel - es ist die schlechteste Platzierung seit der Wiedervereinigung. "Keiner packt das Problem mal an - und das regt mich auch ein bisschen auf, dass der Sport gesellschaftlich immer mehr an Wert zu verlieren scheint", sagte Lange.
Das Problem beginnt nach Ansicht des 37-Jährigen schon mit dem Sportunterricht in der Schule. "Es ist das Fach, das am wenigsten wichtig scheint und oft als erstes ausfällt. Häufig ist die schon die Sporthalle marode, fehlt es an der Ausstattung. Dazu besteht in vielen Vereinen ein Mangel von Ehrenamtlichen, deren Tätigkeit mitunter undankbar geworden ist. Immer mehr Schwimmbäder werden geschlossen." Die Freude an Bewegung werde gar nicht mehr vermittelt, erklärte Lange. "Diese ganze Entwicklung finde ich total schade."
Statist oder Wechsel: Was passiert mit Bayern-Star Leon Goretzka?
Sportdirektor Christoph Freund schließt einen Abgang von Leon Goretzka beim FC Bayern nicht aus. "Das werden wir sehen", sagte der Münchner Manager am Dienstag am Rande des letzten Testspiels gegen den österreichischen Bundesligisten WSG Tirol (3:0) gegenüber Medienvertretern mit Blick auf die Zukunft des Mittelfeldakteurs.
Goretzka droht beim FC Bayern unter dem neuen Cheftrainer Vincent Kompany eine Statistenrolle. "Er ist ein Vollprofi und wird um seinen Platz kämpfen", sagte Freund. Gegen Tirol fehlte Goretzka im Kader des deutschen Rekordmeisters - laut Freund allerdings aus Verletzungsgründen. "Leon hat gestern einen Schlag abbekommen im Hüftbereich", so der 47-Jährige: "Es ist nicht so schlimm. Aber er ist heute nicht dabei."
Am Wochenende im Härtetest gegen Tottenham Hotspur (3:2) schmorte der fitte Goretzka dagegen über die volle Spielzeit auf der Bank, obwohl Kompany fast zwei komplette Mannschaften einsetzte. Der "Kicker" schrieb anschließend, Goretzka habe beim FC Bayern "praktisch keine Perspektive" mehr. Er müsse sich nun entscheiden, ob er seinen bis 2026 laufenden Vertrag erfülle oder sich bis zum Ende der laufenden Transferperiode einen neuen Verein suche.
Mehr zu Goretzka hier bei den wunderbaren Kollegen von sport.de
Nun im Theater der Träume: FC Bayern stößt Abwehrduo ab
Die Verteidiger Matthijs de Ligt und Noussair Mazraoui wechseln vom deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München zu Manchester United. Das teilten beide Klubs mit. Zu den Ablösemodalitäten machten die Vereine keine Angaben.
De Ligt soll den Münchnern angeblich 45 Millionen Euro feste Ablöse einbringen, Mazraoui 15 Millionen Euro. Es sollen noch Bonuszahlungen hinzukommen. Im Theater der Träume, dem Old Trafford in Manchester erhält de Ligt einen Vertrag bis Sommer 2029 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Mazraoui unterschrieb bis Sommer 2028, ebenfalls mit einer Option auf eine Verlängerung um ein zusätzliches Jahr.
"Matthijs ist ein Spieler, der immer alles gibt und sein Herz auf dem Platz lässt - unvergessen bleibt den Fans unter anderem seine entscheidende Grätsche im Champions League-K.o.-Spiel gegen Paris St. Germain. Genauso hat Nous hier zwei Jahre lang immer verlässlich seine Leistung gebracht", sagte Bayerns Sportvorstand Max Eberl.