Wegen Drogenschmuggel verurteilter Ex-Nationalspieler soll ausgeliefert werden
Der ehemalige niederländische Fußball-Nationalspieler Quincy Promes ist auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Amsterdam in Dubai mit einem internationalen Haftbefehl festgenommen worden. Nun werden die Niederlande die Auslieferung beantragen, das teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Promes war am 14. Februar zu sechs Jahren Gefängnis wegen Schmuggels von über einer Tonne Kokain verurteilt worden, im vergangenen Jahr hatte er für eine Gewalttat zudem eine Gefängnisstrafe von eineinhalb Jahren erhalten. Bei beiden Prozessen war er nicht anwesend und wurde durch einen Rechtsanwalt vertreten. In Dubai hatte der 32-Jährige nun bereits seit Ende Februar unter Hausarrest gestanden. Promes kommt auf 50 Länderspiele für die Niederlande und spielte zuvor unter anderem für Ajax Amsterdam und den FC Sevilla. Sein letzter Klub ist Spartak Moskau.
Auseinandersetzung in Dortmund: PSV-Fan schwer verletzt
Vor dem Champions-League-Spiel in Dortmund ist ein Fan von PSV Eindhoven verletzt worden. Der 36-Jährige habe einen Schlag gegen den Kopf erhalten und sei dann bewusstlos zu Boden gestürzt, teilte die Polizei am späten Abend mit. An der Auseinandersetzung seien zwei Personen beteiligt gewesen, der genaue Tathergang ist bislang unklar. Der verletzte Mann sei ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei hat die Ermittlungen eingeleitet.
Haie bangen: Eiskalte Ingolstädter erkämpfen Entscheidungsspiel
Die Kölner Haie müssen um den Viertelfinal-Einzug in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bangen. Drei Tage nach dem überzeugenden 5:1-Auswärtssieg zum Auftakt der Vor-Playoffs verlor das Team von Trainer Uwe Krupp Spiel zwei der "Best-of-three"-Serie in heimischer Halle gegen den ERC Ingolstadt mit 2:3 (1:2, 1:1, 0:0). Schon am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaSport) geht es in Köln nun um alles.
"Ingolstadt hatte den besseren Start und hat uns gut vom Tor weggehalten. Da müssen wir einfach gradliniger spielen", sagte Haie-Kapitän Moritz Müller bei MagentaSport: "So ist es in den Playoffs. Das Spiel wollen wir natürlich gewinnen, das werden wir auch. Ausruhen, gut essen, gut schlafen und dann morgen wieder angreifen."
Maury Edwards sorgte schon nach 32 Sekunden für die Führung der Gäste und den ersten Stimmungsdämpfer vor 16.721 Zuschauern in der Lanxess Arena. Auch Casey Bailey im Powerplay (11.) und Charles Bertrand per Konter (36.) blieben nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch David McIntyre (8.) eiskalt, der Anschluss durch Frederik Storm (39.) reichte nicht für eine Kölner Aufholjagd.
Krupp und der achtmalige Meister stehen weniger als 22 Stunden nach der Niederlage vor heimischem Publikum nun gehörig unter Druck. Der Sieger des Duells trifft in der Runde der besten acht auf den Hauptrundenersten Fischtown Pinguins - Spiel eins steigt am Sonntag in Bremerhaven.
Historische Pleitenserie: Spanisches "Tasmania Berlin" wirft Trainer raus
Der spanische Fußball-Erstligist UD Almeria hat auf seine historische Negativserie reagiert und sich von Trainer Gaizka Garitano getrennt. Das teilte das weiterhin sieglose Schlusslicht in La Liga mit, zwei Tage nach dem bitteren 2:2 im andalusischen Duell gegen den FC Sevilla. Garitano hatte in Almeria erst im Oktober 2023 den Dienst angetreten, nun übernimmt der erfahrene Pepe Mel - die Mission wirkt allerdings längst aussichtslos.
Mit saisonübergreifend 31 Spielen ohne Sieg sowie 28 nicht gewonnenen Spielen seit Saisonbeginn hält Almeria die Negativ-Rekorde in Spaniens Eliteklasse. Der Klub liegt mittlerweile auch gleichauf mit Tasmania Berlin, dem ewigen Beispiel für Erfolglosigkeit im deutschen Fußball. In La Liga hat Schlusslicht Almeria 10 Punkte auf dem Konto, der erste Nichtabstiegsplatz ist 14 Punkte entfernt. Noch zehn Spieltage sind zu absolvieren.
All das ist besonders bemerkenswert, weil Almeria unter seinem saudischen Eigentümer vor der Saison fast zwei Dutzend neue Spieler für 52 Millionen Euro verpflichtet hatte - teurer kaufte nur Tabellenführer Real Madrid ein.
Mainz' wundersame Europareise ist vorbei
Kein europäischer Triumph für den deutschen Nachwuchsfußball: Nach der U19 des FC Bayern ist auch die A-Jugend des FSV Mainz 05 im Viertelfinale der Youth League gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Benjamin Hoffmann verlor am Abend im heimischen Stadion am Bruchweg gegen einen ganz starken FC Porto mit 1:4 (0:2). Die Bayern-Jugend war tags zuvor am griechischen Vertreter Olympiakos Piräus gescheitert (1:3).
Beim Final-Four-Turnier (19. und 22. April) in Nyon trifft in den Halbfinals nun zunächst Piräus auf den FC Kopenhagen und Porto auf den AC Mailand. In der Youth League sind stets die U19-Teams der Champions-League-Teilnehmer gesetzt, dazu kommen die nationalen Titelträger. Mainz war daher als deutscher A-Jugend-Meister qualifiziert und feierte einige bemerkenswerte Erfolge, schaltete auf dem Weg ins Viertelfinale den FC Barcelona und Manchester City aus.
"Sommermärchen-Prozess" bekommt nächsten prominenten Zeugen
Im "Sommermärchen-Prozess" soll nach Uli Hoeneß auch der frühere Fußball-Nationalspieler Günter Netzer als Zeuge aussagen. Das bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Frankfurt/Main. Demnach soll der Weltmeister von 1974, dem eine Vermittlerrolle zugeschrieben wird, am 23. Mai vor Gericht erscheinen. Zuvor ist bereits Hoeneß für den 15. April als Zeuge geladen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt legt den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie dem langjährigen Generalsekretär Horst R. Schmidt "Hinterziehung bzw. Beihilfe zur Hinterziehung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer für das Jahr 2006 in Höhe von über 13,7 Millionen Euro zugunsten des DFB" zur Last. Die früheren Spitzenfunktionäre des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) weisen die Vorwürfe zurück.
Mbappé zieht im Kebab-Streit vor Gericht
Der französische Fußballsuperstar Kylian Mbappé verklagt einem Bericht zufolge einen Kebab-Laden-Besitzer in Marseille, weil dieser seinen Namen verwendet. Wie ESPN berichtet, gehe es um den in Frankreich bekannten Influencer Mohamed Henni, der einen Kebab-Laden in Marseille eröffnet hat.
Henni beschreibt das Brot seines Klüb-Döners als "so rund wie Mbappés Schädel". Dafür hat er dem Bericht zufolge ein Einschreiben von Delphine Verheyden, der Anwältin Mbappés, bekommen. Sie vertritt KMA, das Unternehmen, das der Spieler gegründet hat, um alle seine Sponsoren, Merchandising und Bildrechte zu verwalten.
EU straft "Super League" ab: Die, deren Name nicht genannt werden darf
Weil es in Dänemark bereits die Superliga gibt, darf sich die umstrittene europäische Super League nach Ansicht der EU-Markenbehörde nicht so nennen. Die Behörde gab dabei einer Klage der dänischen Vereine statt. Somit dürfe sich die Super League nicht als solche registrieren, wie die dänische Fußball-Liga mitteilte.
2021 hatten zwölf Top-Vereine um Real Madrid, den FC Barcelona und Juventus Turin die europäische Super League in Konkurrenz zur Champions League gegründet, stießen dabei aber auf den Widerstand der Europäischen Fußball-Union UEFA, der Ligen, der Fans und der Politik. Die meisten Klubs zogen sich von dem Vorhaben zurück. Real Madrid versucht dennoch, die Pläne voranzutreiben.
In der Klage bei der EU-Markenbehörde verwies die dänische Liga darauf, dass die Superliga ein gemeinsames Markenzeichen der dänischen Vereine sei. Eine mögliche Super League dürfe sich also nicht bei der EU eintragen lassen. "Wir sind sehr erfreut, dass die EU-Markenbehörde zu unseren Gunsten entschieden hat, dass die Marke "The Super League" in der EU den Wert, den die dänischen Vereine in die 3F Superliga investiert haben, verletzt", sagt Claus Thomsen, Geschäftsführer von Superligaen A/S.
Daum muss bei Frage zum FC Bayern lachen
Trainer-Legende Christoph Daum analysiert für ntv/RTL das Rennen um die Bundesliga-Meisterschaft und nennt klare Gründe für einen Triumph von Titelanwärter Bayer Leverkusen. Bei einer Frage zum FC Bayern verliert der erfahrene Fußballexperte kurz die Fassung.
FC Bayern flirtet angeblich mit argentinischem Youngster
Der FC Bayern hat auf der Suche nach vielversprechenden Spielern für die Zukunft offenbar einen argentinischen Hoffnungsträger ins Auge gefasst. Laut dem spanischen Portal "Don Balón" befindet sich Matías Soulé auf dem Transfer-Radar. Konkurrenz könnte ausgerechnet durch die Bundesliga-Rivalen BVB und RB Leipzig drohen. Es wird spekuliert, dass der 20-Jährige in Zukunft ein Offensivtrio mit Harry Kane und Kingsley Coman bilden könnte.
Die Gerüchte um Soulé und den FC Bayern sind nicht gänzlich neu. Die italienische Zeitung "Gazzetta dello Sport" hatte bereits im Februar vermeldet, dass sich Soulé im Blickfeld des deutschen Rekordmeisters befindet. Soulé ist vertraglich noch bis 2026 an Juventus gebunden. Der Offensivmann ist aktuell an Serie-A-Klub Frosinone ausgeliehen. Der Youngster ist hier gesetzt, steuerte in der laufenden Saison wettbewerbsübergreifend schon zehn Treffer bei.
Pokal-Märchen löste "Ausnahmezustand im Stadion" aus
"Emotionen pur": So fasst Rüdiger Ziehl, Trainer des 1. FC Saarbrücken, den sensationellen Sieg gegen Borussia Mönchengladbach zusammen. Nach dem 2:1 steht nun erstmals ein Drittligist im Halbfinale des DFB-Pokals. Nach dem Abpfiff herrscht laut Ziehl "Ausnahmezustand" im Saarbrücker Ludwigsparkstadion.
Polizei: Deutschland und Frankreich rüsten für EM und Olympia hoch
Austausch von Sicherheitskräften, Einsatz gemeinsamer Zugstreifen, Kampf gegen hybride Bedrohungen und Cyberkriminalität: Deutschland und Frankreich haben zum Thema Sicherheit bei der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen eine enge Kooperation vereinbart. Die Innenminister beider Länder verständigten sich auf eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, sich gegenseitig Sicherheitskräfte zur Verfügung stellen.
So werden etwa französische Beamte zur Fußball-EM entsendet, im Gegenzug werden Einsatzkräfte der Bundespolizei während der Olympischen Spiele in Paris sein. Auch der Bahnverkehr zwischen Deutschland und Frankreich soll stärker überwacht werden.
Immer "Vollgas": Das sind Alonsos Titel-Ambitionen
Trainer Xabi Alonso will beim Kampf um drei Titel mit Bayer Leverkusen keine Prioritäten setzen. "Unser Fokus liegt auf allen. Wir wollen in allen Wettbewerben so weit kommen wie möglich", sagte Trainer Xabi Alonso am Tag vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Qarabag Agdam (Donnerstag, 21 Uhr/RTL und im ntv.de-Liveticker): "Morgen geben wir Vollgas. Am Sonntag in der Liga in Freiburg geben wir Vollgas. Und dann im Pokal auch wieder. Wir stoppen nicht. Die Spieler sind hungrig, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen."
Ihm sei auch nach 35 Pflichtspielen ohne Niederlage bewusst, dass "niemand unverwundbar" ist. In K.-o.-Spielen dürfe man nicht so viele Emotionen einbringen, "aber ich liebe diese Spiele, wenn es um alles oder nichts geht". Im Hinspiel in Aserbaidschan kam der souveräne Bundesliga-Tabellenführer nach einem 0:2-Rückstand erst in der Nachspielzeit zu einem 2:2.
"Extrem wie nie": Was Lahm von DFB-Nominierung erwartet
Turnierdirektor Philipp Lahm sieht die Fußball-Nationalmannschaft drei Monate vor der Heim-EM in einer Ausnahmesituation, setzt aber weiter auf Vertrauen in den Bundestrainer. "Julian Nagelsmann muss eine Struktur finden des Kaders. Für mich ist es auch spannend zu sehen, wie er nominiert. Ich weiß nicht, ob es Experimente sind oder es vielleicht schon die Umstellung gibt von diesen Länderspielen zum Turnier hin. Aber das ist das Spannende, da lasse ich mich auch überraschen und danach können wir das alle beurteilen", sagte der EM-Chef bei einer Werbeveranstaltung für das Heimturnier am Mittwoch in Stuttgart.
Nagelsmann wird morgen sein Aufgebot für die Testspiele in Frankreich (23. März) und gegen die Niederlande (26. März) benennen. Es werden nur drei Monate vor der EM einige Veränderungen erwartet. Weltmeister-Kapitän Lahm bezeichnete die Situation um die DFB-Elf als "so extrem wie nie". Nach drei enttäuschenden Turnieren bei der WM 2018, der EM 2021 und der WM 2022 werde "alles immer verständlicherweise infrage gestellt".
Fahrlehrer plaudert: Formel-1-Sensation patzt beim Führerschein
Oliver Bearman, nach seinem ebenso unverhofften wie starken Formel-1-Debüt in aller Munde, hat im Straßenverkehr zunächst einen klassischen Fehlstart hingelegt. Wie Fahrlehrer David Currey der "Sun" erzählte, benötigte der 18-Jährige zwei Anläufe für den Führerschein. "Er hat mich über Instagram kontaktiert, weil ich im Dorf seiner Familie wohne. Anhand seiner Bilder konnte ich sehen, dass er zu der Zeit bereits ein Formel-3-Fahrer war", erinnerte sich Currey: "Er hatte seine Prüfung zuvor wegen eines Fehlers an der Ampel nicht bestanden. Ich bin mir nicht sicher, ob es für das Überfahren einer gelben Ampel war. Vielleicht hat er auch nicht angehalten."
Bearman, der am vergangenen Samstag beim Großen Preis von Saudi-Arabien als Ersatzmann von Carlos Sainz (Blinddarm-OP) im Ferrari Rang Sieben belegte, stellte laut Currey "viele Fragen" und machte einen "sehr bodenständigen Eindruck". Im zweiten Anlauf, nach der Schulung durch Currey, klappte es dann mit dem Führerschein.
Polizei hebt Bande aus, die mehrere Fußballstars beklaut hat
Nach einer Einbruchsserie bei einer Reihe von Fußballstars in Madrid hat die spanische Polizei die mutmaßlichen Täter festgenommen. Die sechsköpfige Bande soll bei ihren Beutezügen Geld, Schmuck, Luxusuhren und Wertgegenstände gestohlen haben. Das gab eine Sprecherin der Polizei in der Hauptstadt bekannt. Die insgesamt acht Vorfälle ereigneten sich seit Juli 2022, betroffen waren etwa die Profis Rodrygo (Real Madrid) und Radamel Falcao (Rayo Vallecano). Besonders schwer traf es Rodrygo im Mai 2023, aus dem Haus des Brasilianers in der Gemeinde Alcobendas sollen Gegenstände im Wert von gut 500.000 Euro gestohlen worden sein. Die Ermittler kamen den auf Fußballprofis spezialisierten Dieben auf die Spur, als diese ihre Beute verkaufen wollten. Bei der Festnahme wurden neben Bargeld, Schmuck und Uhren auch Pistolen sichergestell
RB-Legende tritt gegen Max Eberl nach
Neun Jahre lang spielte Emil Forsberg bei RB Leipzig, stieg von der 2. Bundesliga ins Oberhaus auf, wurde unter anderem zweimal Pokalsieger und war unter den Anhängern immens beliebt. Im Januar trennten sich allerdings die Wege: Forsberg zog in die USA weiter und heuerte bei Schwesterklub New York Red Bulls in der MLS an. Allerdings war das nicht unbedingt Forsbergs erster Wunsch, wie er nun in einem Interview mit der "Sport Bild" zugab. In Leipzig zu bleiben "war mein Ziel und das meines Beraters Hasan Cetinkaya, als wir im Sommer mit dem Verein über eine Verlängerung gesprochen haben. Ich wollte unbedingt bleiben, wollte aber eine Perspektive über 2025 hinaus. Aber dann sind Dinge passiert, und das Ganze hat eine andere Richtung genommen", deutete der Schwede Unstimmigkeiten an, die er auf Nachfrage des Blattes ausführte.
"Ex-Sportdirektor Max Eberl hat mir ein Angebot gemacht, das für mich nicht wertschätzend war", teilte Forsberg gegen den damaligen Geschäftsführer Sport von RB aus, der im September letzten Jahres freigestellt wurde und mittlerweile beim FC Bayern als Sportvorstand aktiv ist. "Ich wollte nicht mehr verdienen, hätte sogar etwas weniger Gehalt akzeptiert", beteuerte er und machte stattdessen Eberl Vorwürfe: "Aber dann sollte ich auf 50 Prozent verzichten. Ich fühlte mich nicht respektiert!" Schließlich habe er "für Leipzig immer alles gegeben", so der Mittelfeldspieler weiter.
Russland spricht sich gegen Boykott der Olympischen Spiele aus
Russlands Sportminister Oleg Matysin hat sich gegen einen Boykott der Olympischen Spiele in Paris ausgesprochen. "Wir sollten uns nicht abwenden, uns verschließen oder diese Bewegung boykottieren", sagte der 59-Jährige der staatlichen Nachrichtenagentur Tass: "Wir sollten so weit wie möglich die Chance zum Dialog aufrechterhalten und an den Wettkämpfen teilnehmen." Für die Athleten und die russische Gesellschaft sei es "sehr wichtig, unseren Leuten die Möglichkeit zu geben, in einem gerechten Kampf zu zeigen, was für ein großartiges Sportland wir sind", so der Politiker. Moskau könne keine "allgemeinen Empfehlungen" für seine Athleten geben, führte Matysin aus, da "jeder internationale Verband einen anderen Ansatz hat. Einige verbieten die Teilnahme komplett, andere lassen das Recht zur Teilnahme in einem neutralen Status zu."
Als Folge des Angriffskrieges auf die Ukraine gestattet das Internationale Olympische Komitee (IOC) bei den Sommerspielen Sportlerinnen und Sportlern aus Russland eine Teilnahme nur unter Auflagen - eine Entscheidung, die Matysin in einer ersten Reaktion im vergangenen Dezember als "diskriminierend" bezeichnet hatte.
FC Arsenal holt unheimlichen Tweet aus der Mottenkiste
Der Fluch ist besiegt, und der FC Arsenal nach "14 Jahren in der Wildnis" zurück im "Land der Giganten und Superreichen". Mit diesen Worten würdigte etwa die Tageszeitung "Sun" den erstmaligen Sprung der Gunners ins Viertelfinale der Champions League seit 2010. Durch ein 4:2 im Elfmeterschießen schaltete der englische Tabellenführer den FC Porto aus, zuvor waren die Londoner siebenmal in Folge in der ersten K.-o.-Runde gescheitert. Gefeierter Held im Team des deutschen Nationalspielers Kai Havertz war Torhüter David Raya, der zwei Elfmeter parierte. "Er hat eine unglaubliche Persönlichkeit und einen unglaublichen Ehrgeiz, am Ende wurde er mit seinem Moment belohnt", sagte Teammanager Mikel Arteta." Der FC Arsenal holte nach dem großen Erfolg einen Tweet von 2010 aus der Mottenkiste. "Wenn Arsenal Martin Ödegaard verpflichtet, sind sie ein Kandidat für das Viertelfinale der Champions League 2024", hatte der Kanal "101 Great Goals" im Jahr 2014 geschrieben. Genau so kam es, und der norwegische Kapitän bereitete nicht nur das 1:0 brillant vor, sondern traf auch als erster Schütze vom Punkt.
Saudi-Arabien legt Tenniswelt ein unmoralisches Angebot vor
Saudi-Arabien will offenbar mit einem Angebot von zwei Milliarden US-Dollar die Kontrolle über die Tennis-Touren gewinnen. Das berichtet der britische "Telegraph". Demnach habe der Wüstenstaat über seinen Staatsfond PIF eine Offerte vorgelegt, um die ATP- und WTA-Turniere in einem Deal zu vereinen. Die vier Grand Slams sollen von der Vereinbarung nicht betroffen sein. Dem Bericht zufolge habe ATP-Chef Andrea Gaudenzi den Organisatoren der Masters-Turniere in Indian Wells am Samstag mitgeteilt, dass der PIF ein "zeitlich begrenztes" Angebot gemacht hätte, das "ausläuft, wenn es nicht innerhalb der nächsten 90 Tage angenommen wird". Die WTA teilte laut "Telegraph" in einem Statement mit, das Angebot zu prüfen: "Es gibt noch keinen Konsens innerhalb des Sports über ein bevorzugtes Ergebnis."
Erst Ende Februar hatte die ATP eine "mehrjährige strategische Partnerschaft" mit dem Königreich bekannt gegeben, die Kooperation solle "ein bedeutendes gemeinsames Engagement zur Förderung des weltweiten Tennissports" darstellen. Der PIF wird offizieller Partner der ATP-Rangliste sowie der ATP-Turniere in Indian Wells, Miami, Madrid, Peking, der ATP-Finals zum Saisonende in Turin und der Next Gen ATP Finals in Jeddah.
"Brot so rund wie Mbappés Kopf": Superstar verklagt Influencer
Ärger für den beliebten französischen Influencer Mohamed Henni: Weil der 34-Jährige, der auf den Plattformen Youtube, Instagram und Tik Tok zusammen über 6 Millionen Follower zählt, den Namen von Kylian Mbappé ohne ausdrückliche Erlaubnis verwendete, bekam er nun Post von Mbappé-Anwalt Delphine Verheyden, der die Bild-Rechte des Superstars verwaltet. Stein des Anstoßes: ein Döner. In einem von Hennis Restaurants wird ein Döner zum Preis von 9,90 Euro angeboten. In der Beschreibung des Gerichts steht unter anderem: "Mit einem Brot so rund wie Mbappés Kopf." Das passt dem Superstar offenkundig nicht.
"Mr. Henni benutzt den Namen von Kylian Mbappé für kommerzielle und Marketing-Zwecke, ohne sich vorher die explizite Zustimmung eingeholt zu haben", steht in dem Anwaltsschreiben, das der Influencer in den sozialen Medien veröffentlichte. Henni ließ sich die Chance nicht nehmen und kommentierte den Brief mit deutlichen Worten. "Mbappé verklagt mich, ich bin entsetzt. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Spieler von seinem Niveau Gedanken über mich verschwendet. Er hat sich Zeit und sein Geld genommen, um mich zu attackieren. Dabei tue ich niemandem weh, ich mache einfach nur einen Witz", erklärte der Influencer.
Watzke deutet BVB-Aus für Hummels und Reus an
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hält einen Abgang von Mats Hummels und Marco Reus im Sommer für denkbar. "Irgendwann wird es soweit sein, dass wir zwei, die viel für Borussia Dortmund geleistet haben, verlieren. Aber das fängt man dann auf, das hat es immer schon gegeben", sagte Watzke im Interview mit DAZN. Die Verträge von Hummels (35) und Reus (34) laufen nach der Saison aus. "Es waren und sind prägende Spieler", betonte Watzke, aber: "Wenn du auf das Karriereende zugehst, läuft das nicht linear ab. Deine Spieleinsätze werden nicht mehr. Man sieht das bei beiden. Sie sind nicht mehr bei jedem Spiel dabei, weil du auch längere Regenerationszeiten brauchst. Es ist nicht mehr so wie in ihrer besten Phase, als sie 45 Spiele von Beginn an gemacht haben."
Derzeit sind Hummels und Reus bei Trainer Edin Terzic nicht mehr erste Wahl. "Ich kenne keinen, der es gut findet, wenn er merkt, dass er in den letzten Jahren nicht mehr in jedem Spiel gesetzt ist", sagte Watzke.
Klose steht sofort bereit, um Ex-Klub aus der Krise zu führen
Weltmeister Miroslav Klose traut sich zu, bei seinem kriselnden Ex-Klub Lazio Rom die Nachfolge des laut Medienberichten zurückgetretenen Trainers Maurizio Sarri anzutreten. "Ja natürlich, klar. Ich kann morgen da sein. Ich würde es machen", sagte der 45-jährige Rekord-Torschütze der Nationalmannschaft am Rande des Champions-League-Spiels zwischen dem FC Barcelona und SSC Neapel bei "Prime Video". Am Dienstag hatten italienische Medien berichtet, dass Sarri seinen Abschied von den Römern verkündet habe. Der 65-jährige Italiener trainierte den derzeitigen Tabellenneunten der Serie A seit Sommer 2021. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. 2014-Weltmeister Klose, der von 2022 bis 2016 bei Lazio spielte, ist als ein Kandidat für die Nachfolge im Gespräch.
Von wegen Real: FC Bayern hat große Hoffnung bei Davies
Bayern München darf offenbar doch noch auf eine Vertragsverlängerung mit seinem von Real Madrid umworbenen Linksverteidiger Alphonso Davies hoffen. Es sei "gar nicht unwahrscheinlich", dass der 23-Jährige über 2025 hinaus bleibe, sagte Spottdirektor Christoph Freund bei Sky. "Es gibt Gespräche und die gestalten sich gut und offen", ergänzte Freund nach dem Viertelfinal-Spiel der Münchner U19 in der Youth League gegen Olympiakos Piräus (1:3). Davies fühle sich "sehr, sehr wohl in München und spielt sehr, sehr gern für den FC Bayern", betonte der Österreicher. Allerdings flirten die Königlichen seit geraumer Zeit heftig mit dem kanadischen Nationalspieler. Die Bayern schienen zunächst nicht gewillt, dessen Gehaltsforderungen zu erfüllen, weshalb ein Abschied als wahrscheinlich galt.
Davies spielt seit Januar 2019 für den deutschen Fußball-Rekordmeister und war eine Entdeckungen der Triple-Saison 2020. Inzwischen hat der pfeilschnelle Außen 183 Pflichtspiele für die Bayern bestritten, in denen ihm neun Tore und 28 Vorlagen gelangen.
Hartensteins Knicks feiern mächtigen Prestigesieg
Isaiah Hartenstein und die New York Knicks haben in der NBA einen Prestigesieg gefeiert. Im heimischen Madison Square Garden gelang den Knicks ein deutliches 106:79 gegen die Philadelphia 76ers. Damit festigte New York seinen Platz unter den Top-Sechs der Eastern Conference und baute den Vorsprung auf die siebtplatzierten Gäste auf zwei Siege aus. Hartenstein stand in der Startformation und kam insgesamt 20 Minuten zum Einsatz. In dieser Zeit erzielte er sechs Punkte und holte fünf Rebounds. Daniel Theis und die Los Angeles Clippers haben das Kräftemessen mit den Minnesota Timberwolves unterdessen verloren. Im Duell zweier Spitzenteams der Western Conference kassierten die Clippers in eigener Halle eine deutliche 100:118-Niederlage. Damit verpasste es Los Angeles, näher an das Top-Trio der Conference heranzurücken. Theis hinterließ in seinen 15 Minuten Einsatzzeit Eindruck und sammelte zehn Punkte sowie vier Rebounds. Bester Werfer bei den Gastgebern war Paul George mit 22 Punkten. Bei den Timberwolves überragte Anthony Edwards mit 37 Zählern.
Spektakuläres Gerücht: FC Bayern wirbt um Stuttgart-Star
Der FC Bayern hat ein Auge auf Chris Führich vom VfB Stuttgart geworfen. Das berichtet "Bild"-Fußballchef Christian Falk. Demnach besitzt der 26-Jährige im Ländle einen Vertrag bis Sommer 2028. Im Kontrakt soll allerdings eine Ausstiegsklausel in Höhe von bis zu 23,5 Millionen Euro verankert sein, die einen vorzeitigen Abschied ermöglicht. Für die Münchner soll Führich vor allem interessant sein, da er eine mögliche Alternative zu Leroy Sané darstellt. Sanés Vertrag endet 2025, Einigung über eine Verlängerung wurde noch nicht erzielt. Mit Führich als potenzieller Alternative in der Hinterhand soll sich der FC Bayern auch eine bessere Position in den anstehenden Gesprächen mit Sané wähnen. Der Flügelstürmer hat in dieser Saison mit herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und sich bis ins DFB-Team gespielt.
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Hummels steckt in einer doppelt bitteren Situation
Beim Erklingen der Champions-League-Hymne wird Mats Hummels wieder auf dem Rasen stehen. Trainer Edin Terzić gibt dem Innenverteidiger von Borussia Dortmund für das Achtelfinal-Rückspiel gegen die PSV Eindhoven am Abend eine Einsatzgarantie. Das war zuletzt nicht mehr so oft der Fall - im Gegenteil. "Mats hat aber eine sehr große Chance auf die Startelf, weil er ein toller Spieler ist", sagte Terzic. Was er nicht sagte: Drei Wochen nach dem 1:1 im Hinspiel fehlt dem BVB der gesperrte Nico Schlotterbeck. Und Schlotterbeck sowie Niklas Süle oder auch Kapitän Emre Can bekamen in den vergangenen sieben Liga-Spielen stets den Vorzug vor Hummels. Das ist erstaunlich, denn Hummels war in der Hinrunde noch Abwehrchef mit besten Leistungen. Die Nichtberücksichtigung in der Liga ist doppelt bitter für den 35-Jährigen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. So kann er sich kaum für ein neues, gut dotiertes Arbeitspapier empfehlen. Zudem sinken seine Chancen auf die Teilnahme an der Heim-EM.
Für die kommenden beiden Länderspiele in Frankreich (23. März) und gegen die Niederlande (26. März) soll ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann nach einem Bericht der "Bild" erst gar nicht nominiert haben.
Peterka gewinnt deutsches NHL-Duell mit Seider
Vizeweltmeister John-Jason Peterka hat mit den Buffalo Sabres einen Kantersieg gefeiert und in der NHL das deutsche Duell mit Moritz Seider klar für sich entschieden. Die Sabres setzten sich gegen die Detroit Red Wings mit 7:3 durch und fügten dem Seider-Team die sechste Niederlage nacheinander zu. Peterka erzielte im zweiten Drittel Buffalos letzten Treffer des Spiels, es war sein 21. Saisontor. Grund zum Jubeln hatte auch Tim Stützle. Mit den Ottawa Senators siegte der 22-Jährige gegen die Pittsburgh Penguins mit 2:1 nach Verlängerung. 23 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Ottawa den zwischenzeitlichen Ausgleich kassiert, in der Overtime steuerte Stützle dann den Assist zum Siegtreffer bei. Für Nico Sturm endete der Spieltag glücklos. Mit den San Jose Sharks verlor der Angreifer bei den Philadelphia Flyers mit 2:3 und blieb ohne Torbeteiligung. Goalie Philipp Grubauer kassierte mit Seattle Kraken eine späte Niederlage. Gegen die Vegas Golden Knights unterlag Seattle mit 4:5 nach Verlängerung. Grubauer parierte 29 von 34 Schüssen auf sein Tor.
Klartext zur Neuer-Rückkehr: Gündogan sieht sich weiter als DFB-Kapitän
Ilkay Gündogan sieht sich trotz der bevorstehenden Rückkehr von Manuel Neuer weiter als Spielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. "Momentan gehe ich davon aus, dass ich nach wie vor der Kapitän bin", sagte der Profi des FC Barcelona bei Prime Video. Allerdings verfüge die DFB-Auswahl über "ganz viele Spieler, die viel Verantwortung übernehmen und übernehmen müssen, weil wir diese Erfahrung brauchen", ergänzte Gündogan. Der langjährige Kapitän Neuer kehrt für den Doppelpack erstmals seit der WM 2022 wieder in die DFB-Auswahl zurück. Gündogan war noch von Hansi Flick im Juni 2023 zum neuen Kapitän ernannt worden, Nagelsmann hatte den früheren Dortmunder in diesem Amt bestätigt.
"Am Ende ist es ein Stück weit egal, wer die Binde trägt", sagte Gündogan, "am wichtigsten ist, dass wir eine Mannschaft sind, dass wir Einigkeit zeigen und sich jeder seiner Rolle bewusst wird, wie er der Mannschaft am besten helfen kann. Wenn wir das in optimaler Weise hinkriegen, habe ich vollstes Vertrauen in die Mannschaft und bin sicher, dass wir ein sehr erfolgreiches Turnier spielen können."