Montag, 19. Juli 2021Der Sport-Tag

21:42 Uhr

Erster Profi mit NHL-Vertrag macht Homosexualität öffentlich

Luke Prokop hat als erster in der US-Liga NHL unter Vertrag stehende Eishockeyprofi seine Homosexualität öffentlich gemacht. Er habe "keine Angst" mehr zu zeigen, "wer ich bin", schrieb der 19 Jahre alte Verteidiger der Nashville Predators bei Instagram. "Heute bin ich stolz, öffentlich allen zu sagen, dass ich schwul bin." Ein Coming-out in der besten Eishockey-Liga der Welt hatte es bislang nicht gegeben.

Er habe lange gebraucht, um an diesen Punkt in seinem Leben zu kommen, schrieb Prokop. Jetzt könne er aber kaum glücklicher sein. Von seinem Llub und NHL-Boss Gary Bettman erhielt der Youngster sofortige Rückendeckung.

21:06 Uhr

Mihambo hat eine klare Meinung zu Gesten gegen Rassismus bei Olympia

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Will bei Olympia wieder für Furore sorgen: Malaika Mihambo.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo würde starke Gesten und Zeichen gegen Rassismus bei den Olympischen Spielen begrüßen. "Für gute Werte einzustehen, für Dinge, die einem wirklich am Herzen liegen, ist richtig und wichtig. Es lässt uns nachdenken über Dinge, die gerade passieren", sagte die 27-Jährige im SID-Interview: "Von daher finde ich das gut."

Sprintstar Noah Lyles hatte zuletzt bei den US-Trials mit erhobener Faust ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt, auch für Olympia kündigte er bereits eine ähnliche Aktion an. Mihambo selbst will in Tokio keine derartige Geste machen. Sie könne sich "mit solchen großen Gesten noch nicht so identifizieren", sagte die deutsche Vorzeigeleichtathletin. "Ich selbst denke eher darüber nach, wie ich das in Interviews machen kann, indem ich meine Geschichte erzähle oder Denkanstöße gebe", führte Mihambo weiter aus. Gerade die Fußball-EM habe sie "nachdenklich" gestimmt. Jeder müsse sich selbst überlegen, was sein Beitrag sein kann, "damit wir in einer Gesellschaft leben, die offen und tolerant ist", so die gebürtige Heidelbergerin.

20:32 Uhr

Deutscher EM-Schiedsrichter will "Pole-Position" verteidigen

Schiedsrichter Daniel Siebert ist mit seiner Leistung bei seiner ersten Fußball-Europameisterschaft zufrieden. Der 37-Jährige war beim paneuropäischen Turnier dreimal im Einsatz und sagte dem "Kicker": "Ich bin als Neuling hingefahren, um zumindest ein Spiel zu pfeifen. Ich war selbstbewusst optimistisch und dachte, wenn mir das erste Spiel gut gelingt, bekomme ich vielleicht noch ein zweites. Dass noch ein Bonusspiel im Achtelfinale dazukam, macht uns als Team sehr glücklich. Das war in unserer Position das Maximum."

Sieberts Ziel ist klar: Der Berliner möchte schnellstmöglich als nächster Unparteiischer aus Deutschland in die Elite-Gruppe der FIFA-Schiedsrichter vorstoßen. "Dadurch, dass ich seit Wolfgang Starks EM-Teilnahme der einzige neben Felix Brych bin, der bei einem Turnier gepfiffen hat, sehe ich mich auch ein bisschen in der Pole-Position. Die will ich auch verteidigen, aber ich habe nicht nur deutsche, sondern auch internationale Konkurrenz."

19:34 Uhr

Italien-Coach: Deutschland hatte es "nicht verdient, rauszufliegen"

Der italienische Europameister-Coach Roberto Mancini vergleicht die Situation der deutschen Fußball-Nationalelf ein wenig mit der seines Landes nach der gescheiterten WM-Qualifikation 2018. "Es ging uns vor drei Jahren nicht anders. Klar, Joachim Löw ist mit seiner Truppe im Achtelfinale gegen England rausgeflogen, aber sie hatten auch nicht die einfachste Gruppe", sagte Mancini im Interview bei Sport1.

  • Für ihn sei Deutschland "immer noch eine große Fußball-Nation", so der Coach und fügte hinzu: "Meiner Meinung nach hatten es die Deutschen nicht verdient, rauszufliegen. Für mich haben sie gegen die Engländer ein super Spiel gemacht."
  • Italien hatte es 2018 gar nicht zur WM in Russland geschafft und nun gegen England im Finale den EM-Titel gewonnen. Dieser Titel sei für alle Italiener, betonte Mancini: "Corona war schrecklich für die jungen Burschen, die die ganze Zeit zu Hause sitzen mussten und nicht in die Schule gehen durften oder zum Kicken mit den Freunden. Für alle meine Landsleute ist das jetzt eine riesige Freude und Erleichterung."
18:17 Uhr

43 Neulinge: Deutsche Sportler für Paralympics nominiert

Angeführt von Weitsprung-Weltrekordler Markus Rehm gehen 134 Athletinnen und Athleten aus 18 Sportarten bei den Paralympics in Tokio für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) auf Medaillenjagd. Das Team D Paralympics mit 43 Neulingen wurde für die Spiele in Japan vom 24. August bis 5. September nominiert.

  • "Wir hoffen, dass diese Spiele wieder neues Feuer entfachen für die paralympische Bewegung. Es hat sich unheimlich viel entwickelt, aber wir kämpfen immer noch um Aufmerksamkeit. Wir brennen auf die Spiele", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Eine Medaillenvorgabe gibt es laut Karl Quade, DBS-Vizepräsident und Chef de Mission, nicht.
  • Mit 27 Starterinnen und Startern stellen die Para-Leichtathleten gefolgt von den Radsportlern (14) und Schwimmern (11) die größte Gruppe von Team D. Im Basketball (Frauen und Männer), Goalball (Männer) und Sitzvolleyball (Männer) haben sich vier Teams für Tokio qualifiziert. Erstmals ist Deutschland zudem im Para-Boccia vertreten.
  • Insgesamt rechnet das Internationale Paralympische Komitee (IPC) in Tokio mit 4000 bis 5000 Athletinnen und Athleten aus rund 160 Ländern. Diese kämpfen in 22 Sportarten um 539 Medaillen. Dabei sind die Sportarten Badminton und Taekwondo erstmals im Paralympics-Programm.
17:41 Uhr

Mercedes-Motorsportchef zwinkert Frage nach Russell weg

Wird Youngster George Russell 2022 im Silberpfeil sitzen? Im exklusiven RTL/ntv-Interview verrät Toto Wolff: "Wir werden schauen, welche Entscheidung wir treffen - oder schon getroffen haben, aber noch nicht gesagt haben." Klingt, als wären die Würfel schon gefallen.

16:53 Uhr

Aktuell zehn infizierte Profis: AS Rom plant Impfpflicht

Vielleicht auch weil der Serie-A-Klub Spezia Calcio derzeit mit zehn infizierten Spielern zu tun hat, will die AS Rom eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter, angefangen bei den Profi-Fußballern, einführen.

  • Die Immunisierung soll vor dem am kommenden Montag geplanten Start der Mannschaft in Richtung Algarve in Portugal erfolgen, wo sich das Team in Hinblick auf den Meisterschaftsstart am 22. August vorbereiten will. Das berichtete der "Corriere dello Sport".
  • Auch andere Serie A-Klubs erwägen die Einführung einer Impfpflicht für ihre Mitarbeiter, was allerdings zu juristischen Auseinandersetzungen führen könnte, da in Italien wie in Deutschland keine Impfpflicht besteht.
  • Der italienische Fußballverband FIGC ist besorgt, da bisher nur ein minimaler Teil der Fußballer der Serie A und B immunisiert ist. Verbandschef Gabriele Gravina erhöhte den Druck und setzt sich ebenfalls für eine Impfung aller Spieler noch vor Beginn der neuen Meisterschaft ein.
16:40 Uhr

Wechsel-Stress um Danso: Augsburger Trainingsangebot ausgeschlagen

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Danso hat offenbar keine Lust mehr auf Augsburg.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Der wechselwillige Fußball-Profi Kevin Danso hat laut Klub-Angaben ein Trainingsangebot des Bundesligisten FC Augsburg ausgeschlagen. "Wir haben ihm für Samstag ein Training in Augsburg organisiert, aber Kevin hat sich krankgemeldet", sagte Geschäftsführer Stefan Reuter dem "Kicker". Man stehe im Austausch mit Dansos Bruder und Berater Emmanuel, für die nächsten Tage sei ein Gespräch geplant.

  • "Es muss sich zeigen, ob es eine gemeinsame sportliche Zukunft gibt oder ob wir mit einem anderen Verein eine sinnvolle Lösung finden. Wenn das nicht gelingt, ist die einzige Möglichkeit, den Spieler an seine Pflichten zu erinnern", sagte Reuter.
  • Offenbar will sich der 22 Jahre alte Österreicher zu einem anderen Verein streiken. Der RC Lens in Frankreich hat bereits ein Angebot abgegeben, das aber zu niedrig sei, wie Reuter bereits betonte.
  • Das Angebot sei aber nur über den Berater übermittelt worden, vom Verein selbst habe sich keiner gemeldet, sagte Reuter am Sonntag. Der FCA will im Falle eines Wechsels eine adäquate Ablöse für den bis zum 30. Juni 2024 gebundenen Verteidiger.
15:54 Uhr

Shorts statt Bikinis: Beachhandballerinnen droht Strafe

Nach dem EM-Spiel der norwegischen Beachhandballerinnen in Shorts nimmt deren Verband eine mögliche Geldstrafe in Kauf. Die Mannschaft hatte am Sonntag in der Partie um die Bronzemedaille gegen Spanien (0:2) auf die durch den internationalen Verband IHF vorgeschriebenen Bikinis verzichtet und stattdessen Shorts getragen.

  • "Natürlich würden wir jede Geldstrafe zahlen", sagte der Präsident des norwegischen Handballverbandes Kare Geir Lio der AFP: "Wir sitzen alle im selben Boot." Es sei wichtig, "dass es eine freie Wahl innerhalb eines standardisierten Rahmens" gebe.
  • 50 Euro pro Spielerin und Spiel soll die Strafe laut der norwegischen Spielerin Katinka Haltvik betragen, die der öffentlich-rechtliche Sender NRK zitiert.
  • Das Thema wurde bereits im Vorfeld der EM, bei der die deutschen Beachhandballerinnen Gold gewannen, mehrfach diskutiert. Viele Spielerinnen empfinden demnach die vorgeschriebenen Bikinis als unpraktisch oder sogar als erniedrigend.
15:40 Uhr

Teamkollegin von Turn-Superstar Biles positiv getestet

Eine Teamkollegin von Kunstturn-Superstar Simone Biles ist vier Tage vor der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Tokio positiv getestet worden. Ein weiteres Mitglied der US-Riege ist als enger Kontakt eingestuft worden und wurde ebenfalls isoliert.

  • Wie ein japanischer Offizieller der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, sei die positiv getestete Athletin ein Teenager. Somit handelt es sich entweder um Sunisa Lee oder Grace McCallum, die beide 18 Jahre alt sind. Alle übrigen US-Turnerinnen sind mindestens 20 Jahre alt.
  • Die beiden isolierten Sportlerinnen blieben zunächst im US-Trainingscamp in Inzai City, die übrigen Athletinnen quartierten sich am Montag im Olympischen Dorf ein.
15:10 Uhr

Wegen Crash: "Die Rache von Verstappen wird kommen"

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gewinnt den Großen Preis von Großbritannien auch wegen eines umstrittenen Unfalls zwischen dem Briten und Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Motorsport-Experte Felix Görner analysiert den Vorfall und prophezeit eine neue Zeit der harten Zweikämpfe.

14:48 Uhr

Prothesen-Springer Rehm zieht für Olympia vors Sportgericht

Paralympics-Star Markus Rehm ist im Kampf um seine Teilnahme an den Olympischen Spielen vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen. Dies bestätigte Präsident Friedhelm Julius Beucher vom Deutschen Behindertensportverband. "Markus hat sich an den CAS gewandt", sagte der 74-Jährige im Rahmen der Nominierungspressekonferenz für die Paralympics: "Ich weiß nur nicht genau, ob es schon eingegangen ist oder nicht."

  • Zuvor habe das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Fall des Prothesen-Springers an World Athletics weitergegeben. "World Athletics hat sich letztlich auf die alte Regel berufen, dass die Prothese ein Hilfsmittel sei und das deshalb keine Startgenehmigung möglich ist", erklärte Beucher das Prozedere. Dies widerspreche nach seiner Ansicht aber der jüngsten Entscheidung des CAS.
  • "Der CAS hat entschieden, dass die Beweislast nicht beim Athleten liegt, ob es ein Vorteil oder Nachteil ist, sondern beim Sportverband", erklärte Beucher. Dieser Beweis sei bislang nicht erbracht, vielmehr drücke sich World Athletics um eine klare Antwort, so der DBS-Präsident weiter.
  • Rehm wolle niemandem eine Medaille wegnehmen, sondern außer Konkurrenz antreten und lediglich "als paralympischer Athlet einen inklusiven Ansatz bei einem olympischen Event leisten".
14:21 Uhr

Krawalle beim EM-Finale beschäftigt jetzt englischen Verband

Nach den Ausschreitungen rund um das Finale der Fußball-EM im Londoner Wembley-Stadion will der englische Verband FA die Vorgänge genauer untersuchen lassen. "Wir wollen unbedingt vollständig verstehen, was am 11. Juli 2021 beim Finale vor und dann im Wembley-Stadion passiert ist", hieß es in einem Statement der Football Association (FA) auf Twitter.

  • Bei dem Spiel von England gegen Italien (2:3 i.E.) hatten sich mutmaßlich etliche Fans illegal Zugang zum Stadion verschafft, darunter der "Times" zufolge bekannte Hooligans. Augenzeugen berichteten, dass Security-Mitarbeiter Geld angenommen hätten, um Leute einzulassen.
  • Im Stadion hätten zahlreiche Zuschauer ohne Eintrittskarten dann freie Sitze und Durchgänge besetzt, andere hätten Familien mit Kindern verscheucht.
  • Für das Endspiel waren mehr als 60.000 Zuschauer im 90.000 Fans fassenden Wembley-Stadion zugelassen. Offiziell gezählt wurden 67.173 Menschen. Auf Fernsehbildern waren aber nur wenige freie Plätze zu sehen.
13:36 Uhr

Wirklich Europarekord? Selbst Sprinter zweifelt an der Fabelzeit

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Wilson soll seine Bestzeit erheblich gesteigert haben.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Der Europarekord über 100 Meter von Alex Wilson hat Zweifel ausgelöst - auch bei dem Schweizer Leichtathleten selbst. "Direkt nach dem Rennen dachte Alex, dass er vielleicht 10,10 Sekunden oder bestenfalls 10,00 gelaufen ist, aber niemals so schnell, wie es auf der Anzeigetafel im Stadion und in den Ranglisten zu lesen war", sagte Wilsons Berater Andreas Hediger der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

  • "Stimmt es, sind Sie sicher, ist alles in Ordnung?", soll Wilson die Offiziellen gefragt haben.
  • Der 30-Jährige war gestern bei einem Meeting in Atlanta die Strecke in 9,84 Sekunden gerannt. Der gebürtige Jamaikaner verbesserte damit die alte kontinentale Bestleistung des Portugiesen Francis Obikwelu und des Franzosen Jimmy Vicaut (9,86 Sekunden).
  • "Ich selber stelle mir bei diesen Auftritten die gleichen Fragen wie ihr Journalisten. Der Athlet sah sich selber nicht in so guter Form, auch wenn er sich gut vorbereitet hatte", sagte Hediger weiter.
  • Der Verband Swiss Athletics vermeldete die Rekorde "vorbehaltlich" und hat inzwischen Daten nachgefordert. In der Olympia-Saison war der Sprinter bisher nicht groß aufgefallen und hatte Bestzeiten von 10,38 beziehungsweise 20,64 Sekunden zu Buche stehen.
13:03 Uhr

Frodeno beendet Jagd: "War der letzte Rekordversuch"

Der dreimalige Ironman-Weltmeister Jan Frodeno wird seine Weltrekordjagd nach der neuerlichen Bestmarke beim "Tri Battle Royale" wohl beenden. "Es war glaube ich der letzte Rekordversuch, den ich angegangen bin, zumindest was die Weltrekordversuche angeht", sagte der 39-Jährige: "Das sind immer verdammt harte Tage. Es ist sicherlich ein tolles Event und das muss ich einfach mal sacken lassen."

  • Beim Duell gegen den Kanadier Lionel Sanders hatte der Triathlet am Sonntag im Allgäu für die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen 7:27:53 Stunden gebraucht und damit seine fünf Jahre alte Bestmarke (7:35:39) um gewaltige 7:46 Minuten unterboten.
  • Seinen Weltrekord feierte Frodeno am Abend mit Käsespätzle und Bier im engsten Kreis.
  • "Es ist alles ein bisschen surreal. Die Geschichte muss ich mir in Ruhe nochmal durch den Kopf gehen lassen. Es ist alles etwas verrückt, weil die Idee erst vor kurzem im Kopf war." Er sei "etwas überwältigt", dass das Ganze so schnell Realität wurde.
12:41 Uhr

Schalke muss Training vor HSV-Duell absagen: Positiver Schnelltest bei Profi

Nur wenige Tage vor dem Start in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga ist ein Profi des FC Schalke 04 beim täglichen Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Revierklub mitteilte, wurde das für den Nachmittag angesetzte Training deshalb abgesagt.

  • Die Austragung der Auftaktpartie gegen den Hamburger SV am Freitag sei aber "aktuell nicht gefährdet".
  • Der namentlich nicht genannte Spieler hat sich umgehend in häusliche Isolation begeben. Das Resultat des PCR-Tests steht noch aus. Alle weiteren Schnelltests fielen negativ aus.
12:14 Uhr

"Wunderbare Gruppe": Mancini dankt seinen Europameistern

Der Trainer der italienischen Fußball-Nationalmannschaft, Roberto Mancini, hat den Azzurri mit einem Post auf Instagram für den EM-Sieg gedankt. "Ein Großteil der Stärke dieser Gruppe liegt nicht nur im Talent, sondern auch in der Menschlichkeit, in der Leichtigkeit und im Vertrauen. Wir sind eine wunderbare Gruppe", schrieb der Coach.

  • Weiter führte er aus: "Die Mannschaft besteht aus Jungs, die lachen können, die mit Freude bis zu einem spannungsgeladenem Moment wie die Elfmeter gelangen können. Wir haben bewiesen, dass man große Profis sein kann und dabei menschlich bleiben kann."
  • Und Mancini schloss mit den Worten: "Für dieses erste Abenteuer, das bestens ausgegangen ist, kann ich nur jedem groß Dank sagen: Tifosi, Fußballern, Betreuer und Freunden. Forza Azzurri."
11:32 Uhr

"Angewidert und traurig": Red Bull verurteilt Rassismus gegen Hamilton

Das Formel-1-Team Red Bull hat die rassistischen Beleidigungen im Internet gegen Lewis Hamilton nach dem Crash mit Max Verstappen verurteilt. "Auch wenn wir auf der Strecke erbitterte Rivalen sein mögen, sind wir alle vereint gegen Rassismus", schrieb der Rennstall von Verstappen. "Wir verurteilen rassistische Beleidigungen jeglicher Art gegenüber unserem Team, unseren Konkurrenten und unseren Fans."

  • Red Bull sei "angewidert und traurig über die rassistischen Beschimpfungen, die Lewis gestern nach der Kollision mit Max in den Sozialen Medien erdulden musste. Dafür gibt es niemals eine Entschuldigung, dafür ist in unserem Sport sicherlich kein Platz und die Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden."
  • Rekordweltmeister Hamilton war während und nach dem Formel-1-Rennen in Silverstone am Sonntag mehrfach in den Sozialen Medien rassistisch beleidigt worden (siehe Meldung von 09:44 Uhr). Die Beschimpfungen standen im Zusammenhang mit der Kollision des Engländers mit Verstappen.
11:03 Uhr

Abwehrnotstand: Bayer Leverkusen baggert an deutschem Nationalspieler

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen macht im Werben um Nationalspieler Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach offenbar Ernst. Laut einem Bericht der "Bild" soll der Werksklub bereit sein, für den 27-Jährigen eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro zu bezahlen.

  • Ginter hat bei der Borussia noch einen Vertrag bis Saisonende. Während der EM hatte er geäußert, es habe mit Gladbach noch "keine Gespräche oder Verhandlungen" über eine Verlängerung gegeben.
  • Leverkusen ist spätestens nach der schweren Verletzung von Edmond Tapsoba (Syndesmoseriss) auf der Suche nach Verstärkungen für die Defensive. Zumal Ergänzungsspieler Tin Jedvaj vor einem Wechsel zu Lokomotive Moskau steht.
  • Der Norweger Kristoffer Ajer von Celtic Glasgow, mit dem Bayer bereits einig schien, wechselt wohl zum FC Brentford in die englische Premier League. "Wir lassen uns nicht treiben", sagte Sportdirektor Simon Rolfes zum Thema Neuverpflichtungen.
10:31 Uhr

Nach UEFA-Stress: Sorgt Regenbogen-Binde auch bei Olympia für Ärger?

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(Foto: imago images/ANP)

Die deutsche Hockey-Spielerin Nike Lorenz wünscht sich in der Frage um das Tragen einer Spielführerinnen-Binde in Regenbogenfarben bei Olympia in Tokio mehr Klarheit. "Ich fühle mich schon ein bisschen alleingelassen auf weiter Flur. Ich werde natürlich nichts machen, was meine Mannschaft in Gefahr bringt und unser Turnier in irgendeiner Art und Weise einschränken könnte", sagte die 24-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

  • "Wenn ich wüsste, ich müsste nur Geld zahlen, wäre es etwas, worüber ich nachdenken würde."
  • Lorenz wünscht sich, in Japan mit einer Spielführerinnen-Binde in Regenbogenfarben zu spielen, wie sie es seit Monaten und zuletzt auch in einigen Spielen bei der EM tat.
  • Die Regel 50.2 der Olympischen Charta und die kürzlich dazu vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) veröffentlichten Richtlinien untersagen Botschaften mit politischem Inhalt während des Spiels, nicht aber vor Anpfiff und nach Abpfiff. Entscheidend ist aber das Regelwerk der internationalen Sportfachverbände. Deswegen gelten in verschiedenen Disziplinen auch unterschiedliche Regeln.
  • Bei der Fußball-EM war die Binde von DFB-Spielführer Manuel Neuer zum Politikum geworden, die UEFA stellte die Untersuchung aber ein.
09:44 Uhr

Hamilton nach Crash mit Verstappen rassistisch beleidigt

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist nach dem umstrittenen Zweikampf mit Max Verstappen in Silverstone Opfer rassistischer Beleidigungen im Internet geworden. "Während und nach" dem Rennen habe es diese in den Sozialen Medien vielfach gegeben, teilten die Formel 1, der Weltverband FIA und das Mercedes-Team am Montagmorgen in einem gemeinsamen Statement mit.

  • "Wir verurteilen dieses Verhalten in stärkster Art und Weise", hieß es weiter, "diese Leute haben keinen Platz in unserem Sport, und wir drängen darauf, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden." Die Formel 1, die FIA, Fahrer und Teams "arbeiten für einen diversen und inklusiven Sport. Auf solche inakzeptablen Vorfälle von Internet-Beleidigungen muss hingewiesen werden, sie müssen bekämpft und besiegt werden."
  • Hamilton und Verstappen waren schon in der ersten Runde des Grand Prix in Silverstone kollidiert. Verstappen schied nach einem heftigen Unfall aus und musste wegen Schwindelgefühlen im Krankenhaus untersucht werden. Hamilton gewann das Rennen und rückte im WM-Klassement wieder bis auf acht Punkte an Verstappen heran.
09:24 Uhr

Fieberhafte Suche nach verschwundenem Gewichtheber

In Japan wird weiter nach einem Athleten aus Uganda gesucht. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, tauchte der 20 Jahre alte Gewichtheber Julius Ssekitoleko auf Bildern einer Sicherheitskamera am Bahnhof der Großstadt Nagoya auf, rund 200 Kilometer vom Olympia-Trainingslager seines Teams in Izumisano in der Präfektur Osaka entfernt.

Von dort war er vergangene Woche verschwunden, nachdem er die Qualifikation für die Spiele verpasst hatte. Er sollte eigentlich nach Hause fliegen. Doch er ließ einen Zettel in seinem Hotelzimmer zurück, auf dem stand, dass er in Japan arbeiten wolle.

08:41 Uhr

Matthäus teilt gegen Kroos aus: "Nicht mehr internationale Klasse"

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Im Dezember 2007 war Kroos auf dem Weg nach oben. Der ist nun vorbei, sagt Lothar Matthäus.

(Foto: imago images / Ulmer)

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht die jüngsten Leistungen des aus der DFB-Auswahl zurückgetretenen Toni Kroos kritisch. Der Weltmeister von 2014 sei aus seiner Sicht "nicht mehr internationale Klasse", sagte Matthäus dem kicker. Das Fachmagazin hatte Kroos in seiner Rangliste der besten deutschen Spieler im Ausland neben Marc-Andre ter Stegen, Antonio Rüdiger, Robin Gosens, Ilkay Gündogan, und Kai Havertz in dieser Kategorie eingeordnet. In die "Weltklasse" schaffte es diesmal kein deutscher Legionär.

  • "Ich habe persönlich nichts gegen Toni Kroos, aber ich bin mit seiner Spielweise nicht einverstanden", sagte Matthäus. Bei der EM habe man gesehen, "dass es nicht nur um die Geschwindigkeit des Spielers, sondern auch die des Balles geht. Das macht er eigentlich ganz gut mit ein, zwei Kontakten, aber wo er die Bälle hin spielt, da verliert er wieder Geschwindigkeit, weil es kaum Raumgewinn gibt und so das Tempo verschleppt wird."
  • Bei seinem Klub Real Madrid habe Kroos "gute und auch überragende Spiele gemacht", lobte Matthäus, "aber dann verschwand er auch wieder".
08:14 Uhr

Doping-Beweise fehlen: Russen-Schwimmer dürfen bei Olympia starten

Die zuletzt suspendierten russischen Schwimmer Veronika Andrussenko und Alexander Kudaschew dürfen bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof Cas laut einer Mitteilung von Sonntagabend.

  • Der Weltverband Fina hatte beide Athleten wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen suspendiert. Grundlage waren von der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada vorgelegte Beweise aus der Untersuchung von Materialien aus dem Moskauer Anti-Doping-Labor. Die Fina konnte nach Ansicht des Cas im Fall der beiden Schwimmer nicht ausreichende Beweise für einen Doping-Verstoß vorlegen. Der Schwimm-Weltverband teilte mit, dass er die Entscheidung des Cas anerkennen werde.
  • Russland ist wegen Doping-Sanktionen der Wada mit reduzierter Stärke bei Olympia vertreten. 335 Athletinnen und Athleten sollen in Japan um Medaillen kämpfen, sie treten mit neutralem Status an. Sowohl die russische Flagge als auch die Hymne sind bei den Sommerspielen verboten.
07:27 Uhr

Schaden liegt über 100 Millionen: Mächtiger Flutschaden für den Sport

Der Sport ist nach Meinung von DOSB-Präsident Alfons Hörmann von den jüngsten Unwettern und Flutkatastrophen im Westen Deutschlands und in Bayern ebenfalls erheblich betroffen. "Gerade jetzt, wo es dem Sport in der Corona-Krise wieder besser geht, ist das ein neuer Tiefschlag. Ein ganz herber Rückschlag", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

  • "Wir reden bestimmt von einem Schaden, der über 100 Millionen liegt. Da braucht man kein Prophet sein, wenn man die Bilder sieht", meinte der 60-Jährige am Sonntagabend in Frankfurt/Main am Rande des Abflugs des deutschen Teams zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Das gehe von Fußballplätzen über Sporthallen und andere Anlagen. "Im Moment kann man den Betroffenen nur Mut zusprechen."
  • Die Bestandsaufnahme der Schäden an Sportstätten laufe parallel zu den Olympischen Spielen mit Hilfe der betroffenen Landessportbünden. "Ich bin davon überzeugt, dass die Politik es zu würdigen weiß, wie wichtig auch Hilfen für den Sport sind", sagte Hörmann.
06:46 Uhr

Die gute Nachricht: Olympia-Betten erlauben Liebesnächte

Zumindest an der Qualität der Betten sollten Techtelmechtel im olympischen Dorf nicht scheitern. Zu diesem Schluss kam der 21 Jahre alte irische Turner Rhys McClenaghan nach einem Hüpftest auf den aus Pappe hergestellten Möbelstücken. Das Video davon erfreute sich nach der Veröffentlichung auf Twitter einiger Beliebtheit und wurde unter anderem vom offiziellen Twitter-Account der Olympischen Spiele geteilt - verbunden mit dem Dank, das Gerücht, die Betten seien instabil, entkräftet zu haben.

Richtig erfreut über die Erkenntnis des WM-Dritten von 2019 dürften die Olympia-Organisatoren aber möglicherweise gar nicht sein. Wegen der Corona-Vorschriften sollen sich die Sportlerinnen und Sportler eigentlich voneinander fern halten - die üblichen Olympia-Kondome etwa gibt es dieses Jahr erst bei der Abreise.

05:57 Uhr

Sebastian Vettel räumt nach dem Rennen in Silverstone auf

Als das Rennen in Silverstone gefahren war, begann für Sebastian Vettel der nächste Job. Im Aston Martin war er diesmal nicht ins Ziel gekommen. Er musste in der Schlussphase des Grand Prix von Großbritannien mit einem Defekt in die Garage fahren. Dann wartete er, schnappte sich ein paar Fans und sammelte den Müll von den Tribünen auf. Er entwickelt sich zum guten Gewissen des Rennzirkus.

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