Der Sport-TagShorts statt Bikinis: Beachhandballerinnen droht Strafe
Nach dem EM-Spiel der norwegischen Beachhandballerinnen in Shorts nimmt deren Verband eine mögliche Geldstrafe in Kauf. Die Mannschaft hatte am Sonntag in der Partie um die Bronzemedaille gegen Spanien (0:2) auf die durch den internationalen Verband IHF vorgeschriebenen Bikinis verzichtet und stattdessen Shorts getragen.
"Natürlich würden wir jede Geldstrafe zahlen", sagte der Präsident des norwegischen Handballverbandes Kare Geir Lio der AFP: "Wir sitzen alle im selben Boot." Es sei wichtig, "dass es eine freie Wahl innerhalb eines standardisierten Rahmens" gebe.
50 Euro pro Spielerin und Spiel soll die Strafe laut der norwegischen Spielerin Katinka Haltvik betragen, die der öffentlich-rechtliche Sender NRK zitiert.
Das Thema wurde bereits im Vorfeld der EM, bei der die deutschen Beachhandballerinnen Gold gewannen, mehrfach diskutiert. Viele Spielerinnen empfinden demnach die vorgeschriebenen Bikinis als unpraktisch oder sogar als erniedrigend.