Marc Overmars wehrt sich gegen weltweites Berufsverbot
Der ehemalige niederländische Fußball-Nationalspieler Marc Overmars hat Berufung gegen das vom Weltverband FIFA verhängte weltweite Berufsverbot eingelegt. "Ein Fall von grenzüberschreitendem Verhalten rechtfertigt nicht ein weltweites Arbeitsverbot", sagte ein Sprecher von Overmars Medienvertretern, das Urteil sei "übertrieben". Wann die Berufungsverhandlung stattfindet, ist noch nicht bekannt. Overmars hatte in seiner Position als Sportdirektor des niederländischen Topklubs Ajax Amsterdam mehreren Mitarbeiterinnen unangemessene Fotos und Nachrichten geschickt, später bat er um Entschuldigung für sein Verhalten.
Im November 2023 hatte der frühere Profi ein Berufsverbot im niederländischen Fußball für ein Jahr plus ein weiteres auf Bewährung erhalten. Dieses war Anfang Januar durch die FIFA-Disziplinarkommission ausgeweitet worden. Overmars ist derzeit Sportdirektor beim belgischen Meister Royal Antwerpen.
WM-Held erzählt: Klose wollte Kaiserslautern-Coach werden
Ex-Weltmeister Miroslav Klose hat sich nach eigenen Angaben um den Trainerposten beim 1. FC Kaiserslautern bemüht. "Leider hat es nicht mit einer Rückkehr funktioniert. Dimitrios Grammozis hat das Rennen gemacht. Ich wünsche ihm nur das Allerbeste", sagte der 45 Jahre alte frühere FCK-Stürmer in einem Interview der "Mediengruppe Münchner Merkur/tz".
Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist aus der Pfalz hatte Anfang Dezember den beurlaubten Dirk Schuster durch Grammozis ersetzt, steckt aber weiter in der Krise. Klose ist derzeit ohne Job im Profifußball und hat sich vor allem mit der 2. Bundesliga beschäftigt. "Braunschweig, Rostock und auch meinen Ex-Klub Kaiserslautern habe ich intensiver verfolgt: Wie spielen sie? Was könnte man mit dem vorhandenen Kader besser machen? Ich habe meine Berichte darüber geschrieben", erklärte der WM-Rekord-Torschütze (insgesamt 16 Treffer). "Es ging mir auch darum, dass ich - sofern es mal dazu kommen sollte, dass diese Vereine sich von einem Trainer trennen - recht weit bin und auf Anhieb meine Pläne dort präsentieren kann."
Verletzung von Liverpool-Star Salah "schwerwiegender" als erwartet
Ägyptens Fußball-Star Mohamed Salah fällt nach seiner Verletzung beim Afrika-Cup laut seines Beraters länger aus als zunächst angenommen. "Mohammeds Verletzung ist schwerwiegender, er wird 21 bis 28 Tage und nicht zwei Spiele fehlen", schrieb Spieleragent Ramy Abbas Issa bei X. Salah vom FC Liverpool um Trainer Jürgen Klopp werde nun in England intensiv an seiner Rückkehr auf den Platz arbeiten. Ob er beim Afrika-Cup noch einmal spielen wird, ist derzeit unklar und hängt auch vom Abschneiden seiner Mannschaft ab. Salah sollte am Montagabend nach dem Spiel Ägyptens gegen Kap Verde nach England zurückreisen, um sich behandeln zu lassen. Der 31-Jährige hatte sich beim Vorrundenspiel Ägyptens am vergangenen Donnerstag gegen Ghana (2:2) am Oberschenkel verletzt und war noch vor der Halbzeit ausgewechselt worden.
Ex-Nationalspielerin verlässt den FC Bayern
Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin Maximiliane Rall verlässt Bayern München und wechselt auf eigenen Wunsch in die USA. Die Vertragsauflösung und den Abschied der 30 Jahre alten Abwehrspielerin zu den Chicago Red Stars gab der deutsche Meister bekannt.
Rall (neun Länderspiele) war im Sommer 2021 von der TSG Hoffenheim nach München gekommen, sie bestritt für den FC Bayern 60 Spiele und gehörte zur Meistermannschaft 2023.
Deutsche Handballer müssen spontanen Ausfall verkraften
Timo Kastening fehlt Deutschlands Handballern im wichtigen EM-Hauptrundenspiel gegen Ungarn. Der Rechtsaußen sei aufgrund eines Infekts nicht einsatzfähig und bleibe im Teamhotel, teilte der Deutsche Handballbund (20.30 Uhr/ZDF und Dyn) mit. Für den 28-Jährigen nominierte Bundestrainer Alfred Gíslason Lukas Zerbe vom TBV Lemgo nach. Der Linkshänder war erst am späten Nachmittag nach Köln angereist. Außerdem pausiert Martin Hanne gegen die Ungarn. Für ihn steht sein Hannoveraner Teamkollege Renars Uscins im Aufgebot. Uscins hatte zwei Tage zuvor beim 22:22 gegen Österreich aussetzen müssen.
Italiens Rekordfußballer erleidet Herzinfarkt
Italiens Fußball-Ikone Gigi Riva ist ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hat. Der 79-Jährige, mit 35 Länderspiel-Treffern italienischer Rekordtorschütze, befindet sich im Krankenhauses der Stadt Cagliari auf Sardinien. Er schwebt laut Medienberichten allerdings nicht in Lebensgefahr.
Weitere Tests werden nötig sein, um festzustellen, ob Riva, der jetzt Ehrenpräsident des Erstligisten Cagliari Calcio ist, am Herzen operiert werden muss, hieß es. Der gebürtige Lombarde, der nahezu seine gesamte Laufbahn im Trikot des US Cagliari verbrachte, zählte in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den weltbesten Stürmern. Für seine 35 Treffer benötigte Riva nur 42 Länderspiele. 1970 erreichte er mit Italien das WM-Finale in Mexiko-Stadt gegen Brasilien (1:4). Zuvor hatten sich die Azzurri im Halbfinale gegen Deutschland (4:3 n.V.) durchgesetzt.
Bahnstreik und Brückensperrung: EM-Finalwochenende droht Verkehrschaos
Der Deutsche Handballbund (DHB) und die Europäische Handballföderation (EHF) weisen nach der nächsten Streikankündigung der Lokführergewerkschaft GDL mit Blick auf mögliche Beeinträchtigungen rund um die Europameisterschaft auf den Sonderfahrplan der Deutschen Bahn hin. Der Sponsor und Mobilitätspartner des Turniers habe einen Notfahrplan "mit extra langen Zügen eingerichtet, um den Transport möglichst vieler Menschen zu ermöglichen", heißt es in einer Mitteilung. Dieser Plan gelte "auch für Mannschaften, Offizielle und weitere mit dem Turnier unmittelbar verbundene Personenkreise, die am 24. Januar von Hamburg nach Köln umziehen". Etwa 20 Prozent der üblichen Verbindungen würden verfügbar sein. Von den Beeinträchtigungen dürfte bei der EM vor allem das Finalwochenende mit Reisen von und nach Köln betroffen sein.
Für die Anreise zu den verbleibenden Spielen in Köln sollte laut DHB und EHF mehr Zeit eingeplant werden. Grund hierfür sei "auch die bereits seit dem 19. Januar andauernde Vollsperrung der Leverkusener Rheinbrücke, welche die Autobahnen A1 und A59 betrifft". Auch der S-Bahn-Verkehr unter anderem im Ruhrgebiet wird beeinträchtigt sein.
Bayern-Fans sticheln gegen Tuchel-Aussage
Sportlich läuft es beim FC Bayern derzeit nicht rund. Bei der 0:1-Blamage gegen Werder Bremen am Sonntag wurden zudem erste Risse zwischen der aktiven Fanszene und Trainer Thomas Tuchel deutlich. Angeblich soll der 50-Jährige bei den Anhängern des deutschen Fußball-Rekordmeisters ohnehin keinen großen Stein im Brett haben.
Laut "Bild"-Zeitung kam es bei den Münchner Ultras nicht gut an, als Tuchel nach dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim (3:0) zum Bundesliga-Restart den zwölfminütigen Stimmungsboykott in der Allianz Arena kritisierte - und das vor dem Hintergrund des Todes von Vereinsikone Franz Beckenbauer kurz zuvor. Es werde "mal wieder Zeit für ein Heimspiel mit Enthusiasmus und so weiter", klagte Tuchel. "Franz Beckenbauer hätte es sich sicherlich auch gewünscht, dass es ein Fußballfest von den Rängen wird."
Auf einem Plakat, das die Anhänger in der Südkurve nach 30 gespielten Minuten gegen Werder entrollten, griffen sie diese Kritik des Cheftrainers augenscheinlich auf. "Eine Kurve lebt auch von Protest und Widerstand. Enthusiasmus gibt es nicht auf Knopfdruck!", war darauf zu lesen - ein klarer Seitenhieb gegen Tuchel. Dem Coach droht damit ein weiterer Nebenkriegsschauplatz, der für Unruhe rund um den FC Bayern sorgen könnte.
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Kroatiens Handballer brechen ein und verspielen letzte Halbfinal-Chance
Kroatiens Handballer haben bei der EM in Deutschland keine Chance mehr auf das Erreichen des Halbfinals. Der letzte deutsche Hauptrundengegner unterlag dem bereits ausgeschiedenen Island 30:35 (18:16), damit geht es für die Kroaten in der abschließenden Partie gegen das deutsche Team am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD, Dyn und im ntv.de-Liveticker) sportlich um nichts mehr.
Auch Rückkehrer Domagoj Duvnjak, der vier Treffer erzielte, konnte die dritte Niederlage des zweimaligen Olympiasiegers nicht verhindern. Der Rückraumspieler des THW Kiel hatte die vergangenen zwei Partien krankheitsbedingt verpasst. Bester Werfer der Partie war der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Bjarki Mar Elisson (8 Tore), für Kroatien traf Marin Jelinic (6) am häufigsten.
Kroatien hatte die Partie im ersten Abschnitt weitgehend bestimmt und sich beim 9:5 (9.) zwischenzeitlich einen Vier-Tore-Vorsprung erspielt. Die Isländer, die durch den Sieg ihre Chance auf die Teilnahme an einem Olympia-Qualifikationsturnier wahrten, kämpften sich aber zurück und drehten die Partie durch einen 6:0-Lauf in der entscheidenden Phase. Vom 31:25 (55.) erholten sich die Kroaten nicht mehr.
Abgesagtes Bundesliga-Kellerduell hat neuen Termin
Das wegen des extremen Wintereinbruchs abgesagte Bundesliga-Kellerduell zwischen dem FSV Mainz 05 und Union Berlin wird am 7. Februar (18.30 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) nachgeholt. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit. Ursprünglich sollte die Partie des 18. Spieltags am vergangenen Freitag ausgetragen werden. Aufgrund der Witterungsbedingungen mit Schnee und Eis sowie der Sicherheitsrisiken in der Mainzer Arena und auf den Anreisewegen konnte sie jedoch nicht stattfinden.
Die Berliner hatten die Nachricht von der Absage am Tag vor der eigentlich geplanten Austragung rechtzeitig vor der Abreise nach Mainz erreicht. Die Köpenicker befinden sich in der Vorbereitung auf das Gastspiel bei Bayern München am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de). Das ursprünglich Anfang Dezember angesetzte Duell beim Rekordmeister war ebenfalls wegen eines Wintereinbruchs verlegt worden.
Auf "Trottel" Zverev kommt ein Highlight-Match zu
Nach seinem nächsten Marathon-Match holte sich Alexander Zverev umgehend eine Schelte seines Vaters ab. "Er hat gesagt: 'Du Trottel, du hättest einfach in drei Sätzen gewinnen können. Dann hätten wir meinen Geburtstag feiern können'", erzählte Zverev nach seinem Fünfsatz-Krimi im Achtelfinale der Australian Open launig, den Geburtstag vom Papa hatte er glatt vergessen.
"Ich werde noch was besorgen", kündigte Zverev an, auch wenn sein Viertelfinaleinzug in Melbourne schon Geschenk genug war. Denn so erarbeitete er sich und seiner Familie ein wahres Highlight-Match gegen den spanischen Superstar Carlos Alcaraz - in dem der Hamburger nach seinen schwankenden Leistungen beim ersten Major-Turnier des Jahres dann der Underdog ist. Erst einmal war Zverev aber glücklich, nach einem Thriller noch im Turnier zu sein. "Am Ende des Tages ist es ein Grand Slam, jeder spielt sein bestes Tennis hier. Ich bin einfach nur froh, durch zu sein", sagte Zverev nach seinem vierstündigen Kraftakt beim 7:5, 3:6, 6:3, 4:6, 7:6 (10:3) gegen den Briten Cameron Norrie."
Wütender FC Bayern sorgt Union Berlin
Der Bremer Sieg beim FC Bayern München ist für Union Berlins Trainer Nenad Bjelica vor dem Spiel beim Rekordmeister Nachteil und Inspiration zugleich. "Wir wollten die Bayern aufwecken. Jetzt hat Werder die Bayern aufgeweckt. Sie werden sich sicherlich nicht erlauben, die gleiche Leistung zu bringen", sagte der Kroate vor dem Nachholspiel des 13. Spieltags am Mittwochabend (20.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) in München. "Optimal ist es sicher nicht, dass sie verloren haben."
Der deutsche Fußball-Meister unterlag den Norddeutschen am Sonntag zu Hause 0:1. "Werder Bremen hat uns gezeigt, dass es möglich ist, dort zu punkten", sagte Bjelica. "Du musst praktisch ein perfektes Spiel machen. Der Gegner muss auch ein bisschen nachlassen. Du musst einen top Tormann und ein bisschen Glück haben. Dann ist es sicher möglich, in München zu punkten." 1611 Union-Fans wollten den Tabellen-15. eigentlich in die bayerische Landeshauptstadt begleiten, was durch den Streik der Lokführergewerkschaft GDL bei der Bahn aber deutlich erschwert wird. Die Köpenicker haben für einige Anhänger einen weiteren Bus organisiert.
DSV-Medaillensammler kündigt Karriereende an
Der Kreis schließt sich für Fabian Rießle: Dort, wo der Team-Olympiasieger von 2018 und dreimalige Weltmeister der Nordischen Kombination im Januar 2009 sein Weltcup-Debüt feierte, wird er seine Karriere nun auch beenden. "Beim Heimweltcup in Schonach, werde ich am Sonntag, den 28.1. das letzte Mal an der Startlinie stehen", schrieb der 33-Jährige bei Instagram: "Ich freue mich, gemeinsam mit euch meinen Abschied zu feiern."
Rießle (Breitnau) blickt auf eine medaillenreiche Karriere zurück. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi gewann er mit dem DSV-Team Silber und im Einzel von der Großchance Bronze. Vier Jahre später folgte in Pyeongchang zusammen mit Eric Frenzel, Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek die Krönung zum Team-Olympiasieger. Außerdem sicherte er sich in Südkorea mit dem zweiten Platz von der Großschanze eine weitere Einzelmedaille. Insgesamt sechsmal schaffte er mit dem Team den Sprung aufs WM-Podest. Seine letzte WM-Medaille gewann er mit Bronze im Teamsprint in Oberstdorf 2021. Zuletzt blieben die großen Erfolge jedoch aus.
Weltmeister Lichtlein: "Wir gewinnen gegen Ungarn - Fakt"
Nach der Zitterpartie gegen Österreich wünscht sich Handball-Weltmeister 2017 Carsten Lichtlein vom DHB-Team mehr Offensive im Spiel gegen Ungarn. Seiner Schätzung nach sei diese EM von Beginn an ein "Turnier der Torhüter" gewesen - umso wichtiger sei die Performance von Andi Wolff.
Snooker-Legende überrascht mit Küchen-Tipp
Für den nächsten Coup auf der Snooker-Tour benötigte Ronnie O'Sullivan ein paar zusätzliche Küchengeräte. "Zu Beginn der Woche fühlte ich mich etwas unwohl, dann habe ich mir eine Heißluft-Fritteuse und einen Smoothie-Maker gekauft. Ich habe angefangen, etwas besser zu essen", erzählte der 48 Jahre alte Engländer nach einem weiteren Titel auf der World Tour bei ITV4.
Den World Grand Prix in Leicester gewann der Weltranglistenerste am Sonntagabend mit einem 10:7-Sieg im Finale über Landsmann Judd Trump. Erst eine Woche zuvor hatte er im Alexandra Palace von London das prestigeträchtige Masters für sich entschieden. Drei Monate vor der WM in Sheffield ist O'Sullivan derzeit mal wieder das Maß der Dinge im Snooker. Als Grund dafür machte "The Rocket", wie O'Sullivan genannt wird, eine Umstellung in der Ernährung verantwortlich. "Ich esse kein Junkfood, das bringt mich irgendwie in eine komische Lage. Im Laufe der Woche fühlte ich mich besser", beschrieb er. Bei seinem 6:1-Sieg im Halbfinale über Ding Junhui aus China habe er sein "bestes Snooker aller Zeiten" geboten.
Deutsche Hockey-Teams winken Prestige-Duelle in Paris
Nach der erfolgreichen Qualifikation für die Olympischen Spiele (26. Juli bis 11. August) stehen nun auch die Gegner der deutschen Hockeymannschaften in Paris fest. Beide Teams des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) treffen in der Vorrunde auf die Weltranglistenersten Niederlande und die Gastgeber aus Frankreich.
Weitere Gegner der DHB-Männer, Weltmeister von 2023, sind in der Gruppe A Großbritannien, Spanien und Südafrika. Die Frauen bekommen es neben dem Titelverteidiger, Welt- und Europameister aus den Niederlanden sowie Frankreich mit dem EM-Zweiten Belgien, Japan und China zu tun. Die Vorrundengruppen in Paris:
Frauen:
Gruppe A: Niederlande, Belgien, Deutschland, Japan, China, Frankreich
Gruppe B: Australien, Argentinien, Großbritannien, Spanien, USA, Südafrika
Männer:
Gruppe A: Niederlande, Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Südafrika
Gruppe B: Belgien, Indien, Australien, Argentinien, Neuseeland und Irland
Italienische Justiz beschäftigt sich mit Rassismus-Eklat
Der Rassismus-Vorfall beim Serie-A-Spiel Udinese Calcio-AC Mailand (2:3), der gegen Milans Keeper Mike Maignan gerichtet war, beschäftigt jetzt die italienische Justiz. Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Udine hat Ermittlungen gegen rund zehn Udinese-Problemfans aufgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, den Torwart mit Affenlauten verunglimpft zu haben.
Die Zuschauer waren durch Vidoeüberwachungskameras identifiziert worden. Das bestätigte der Staatsanwalt von Udine, Massimo Lia. Maignan selbst will bei den Ermittlungen mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Der Franzose erhielt zahlreiche Solidaritätsbekundungen. Die Stadt Udine wolle ihm etwa die Ehrenbürgerschaft verleihen.
Mögliche EM-Überraschung hat noch keinen Führerschein
Sollte Senkrechtstarter Maximilian Beier vom Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim tatsächlich demnächst für die Nationalmannschaft nominiert werden, kann er nicht mit dem Auto zum Treffpunkt anreisen. "Ich habe leider noch keinen Führerschein, will das aber auf jeden Fall noch nachholen", verriet der 21 Jahre alte Angreifer, der hauptsächlich auf die Bahn und Fahrgemeinschaften setzt, dem "Kicker".
Tatsächlich scheint eine Berufung in die deutsche Auswahl in der Luft zu liegen. Kontakt mit Bundestrainer Julian Nagelsmann gab es bereits. "Ich habe einmal mit ihm telefoniert - das war Anfang Oktober des vergangenen Jahres", gab Beier zu Protokoll: "Er hat mir damals gesagt, dass ich bei ihm auf dem Zettel stehe und mir mit auf den Weg gegeben, dass ich weiter meine Leistung bringen soll."
Beier, der bisher sieben Treffer in der laufenden Saison erzielt hat, hofft auf eine Teilnahme an der Heim-EM (14. Juni bis 14. Juli). "Die EM ist schon ein Ziel von mir, alles andere wäre ja gelogen", sagt der U21-Nationalspieler: "Für den Traum von der Heim-EM muss ich aber weiter hart arbeiten, auf dem Rasen Vollgas geben und dem Bundestrainer die Entscheidung dadurch so schwer wie möglich machen."
Halbnackter Kelce-Bruder feiert mit Taylor Swift
Die Kansas City Chiefs werfen die Buffalo Bills aus den Playoffs. Liefern die Teams zunächst ein Feuerwerk an Offensiv-Football, flattern kurz vor Schluss bei den Beteiligten die Nerven. Nach einem Viertel voller riskanten Plays, Fumbles und Flaggen verschießen die Buffalo Bills wenige Sekunden vor Schluss das Field Goal zum Ausgleich.
Grundlegende Probleme - Heiner Brand kritisiert "erschreckende" Handballer
Weltmeister-Trainer Heiner Brand sieht vor den entscheidenden Spielen der deutschen Handballer bei der Heim-EM grundlegende Probleme in der Offensive. "Das zentrale Problem ist unsere grundsätzliche Ausrichtung im Angriff: keine Dynamik, keine schnellen Pässe, keine Bewegung ohne Ball", schrieb der 71-Jährige in seiner Kolumne für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): "Das sind Dinge, die automatisiert sein müssten. Zumindest in der Vorbereitungsphase des Angriffs." Beim enttäuschenden Remis gegen Österreich (22:22) habe er davon "nichts gesehen", so Brand, der Deutschland 2007 als Trainer zum WM-Titel geführt hatte: "Ich glaube noch an das Halbfinale. Aber was wir gegen Österreich gezeigt haben, das war erschreckend. Ich war überrascht und enttäuscht." Die Chancenverwertung sei dabei nicht das eigentliche Problem, eher "Nebensache".
Am Montagabend (20.30 Uhr/ZDF und Dyn) muss Deutschland das nächste Hauptrundenspiel gegen Ungarn gewinnen, auch in der folgenden Partie gegen Kroatien am Mittwoch ist ein Sieg Pflicht, um die Chance aufs Halbfinale zu wahren. Gleichzeitig muss das DHB-Team aber auf Ausrutscher Österreichs hoffen.
Seiders Red Wings kehren in Erfolgsspur zurück
Moritz Seider hat mit den Detroit Red Wings in der NHL schnell zurück in die Erfolgsspur gefunden. Das Team um den deutschen Verteidiger gewann sein Heimspiel gegen Tampa Bay Lightning mit 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) und feierte nach der jüngsten Niederlage bei den Carolina Hurricanes den siebten Sieg im neunten Spiel nach dem Jahreswechsel. Im Play-off-Rennen belegt Detroit mit 53 Punkten den ersten Wild-Card-Platz in der Eastern Conference. Seider blieb gegen Tampa Bay erneut ohne eigenen Scorerpunkt, mit 25:08 hatte der 22-Jährige aber die meiste Eiszeit seines Teams.
Zverevs Match wegen Zuschauerprotest unterbrochen
Das Achtelfinale von Alexander Zverev bei den Australian Open ist kurz wegen eines Zuschauerprotests unterbrochen worden. Mitte des dritten Satzes hatte ein Zuschauer in der Margaret Court Arena Flugblätter auf den Tennis-Platz geworfen. Die Frau wollte mit ihrer Aktion offenbar auf den Nahost-Konflikt hinweisen, auf den Zetteln stand "Free Palestine". Zwei andere Zuschauer zerrten die Person aus der Arena, da keine Ordner eingriffen. Die Partie konnte nach ungefähr einer Minute fortgesetzt werden. Bei der Rückkehr ins Stadion bekamen die beiden Zuschauer von den übrigen Besuchern lauten Applaus.
"Blutleer gespielt" - Bayern-Boss übt scharfe Kritik an Spielern
Bayern Münchens Sportdirektor Christoph Freund hat die Spieler des Fußball-Rekordmeisters nach der überraschenden Niederlage gegen Werder Bremen scharf kritisiert. "Wir haben blutleer gespielt in der ersten Halbzeit, keine Leidenschaft, kein richtiger Mumm", sagte Freund am Sonntagabend im BR: "Man hat nicht gesehen, wer dieses Spiel unbedingt gewinnen will." Mit dem 0:1 gegen Werder hatten die Bayern wertvollen Boden auf Tabellenführer Bayer Leverkusen verloren, vor dem Nachholspiel gegen Union Berlin am Mittwoch beträgt der Rückstand sieben Punkte. "Wenn wir was erreichen wollen", mahnte Freund, "müssen wir alles dafür geben, und dann müssen wir das auch wirklich wollen." Ob dabei weitere Transfers helfen sollen, ließ der Österreicher offen. "Wir werden sehen. Es muss passen für alle Beteiligten", sagte Freund. Nach der Verpflichtung von Innenverteidiger Eric Dier sollen die Münchner noch auf der Suche nach einem Rechtsverteidiger sein, Nordi Mukiele (Paris St. Germain) und Kieran Trippier (Newcastle United) gelten als Kandidaten.
BVB-Stars machen kranke Kinder glücklich
Die Spieler von Borussia Dortmund haben in einer Kinderklinik vielen kleinen Patientinnen und Patienten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Trainer Edin Terzic und seine Stars statteten dem Klinikum Dortmund am Sonntag einen Besuch ab - sie verteilten Geschenke, standen für Fotos bereit und schrieben Autogramme. "Wir haben das Gefühl, dass wir etwas Freude schenken können", sagte Terzic. Marco Reus, Jadon Sancho, weitere 20 Profis, Terzic mit drei Kollegen aus seinem Trainerstab, fünf Spielerinnen aus dem Frauenteam des BVB und auch das beliebte Maskottchen Emma waren vor Ort. Die Kinder zeigten sich begeistert. "Das fühlt sich nicht echt an. Es kommt mir immer noch so vor, als sei das gar nicht passiert", sagte ein kleiner Patient.
Für Stürmer Niclas Füllkrug, der am Samstag beim 4:0 (1:0) in Köln mit einem Elfmetertor geglänzt hatte, war das Ganze eine wichtige Angelegenheit. "Die Kinder waren sehr glücklich, dass wir da waren. Das haben sie uns mit viel Lächeln zurückgegeben, und so war es ein sehr gelungener Tag", sagte er.
"Emotionalstes Spiel meiner Karriere" - Lainer feiert Comeback nach Krebs-Schock
Nach seinem Comeback knapp ein halbes Jahr nach der Krebs-Diagnose schaut Fußball-Profi Stefan Lainer von Borussia Mönchengladbach optimistisch und voller Tatendrang nach vorne. "Natürlich muss man es immer ein bisschen beobachten. Aber grundsätzlich ist jetzt Feuer frei", sagte der Österreicher, der bei 1:2-Heimniederlage am Sonntag gegen den FC Augsburg in der 71. Minute eingewechselt wurde. Es sei trotz der Niederlage ein "Glücksmoment, dass ich mich fit fühl und Gas geben kann", sagte der 31-Jährige, bei dem in der Sommervorbereitung Lymphknotenkrebs festgestellt worden war: "Ich fühle mich gut in Form und freue mich auf die Zukunft. Die Vergangenheit ist so, wie sie ist. Ich habe das Beste draus gemacht."
Er habe in seiner Leidenszeit aber "nie gezweifelt", versicherte Lainer: "Ich bin ein Mensch, der nimmt es hin, wie es ist. Ich habe nie nach hinten geschaut, war immer positiv. Mein Arzt hat mich sehr gut geführt. Es ist alles wirklich sehr rund gegangen. Da gehört natürlich auch Glück dazu. Und viele Menschen, die einen unterstützen. Jetzt wieder auf dem Platz zu stehen, vor den Fans, das war sicher das emotionalste Spiel meiner Karriere."
Trainer Tuchel macht Bayern-Profis Vorwürfe
Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel hat seine Stars eindringlich vor dem Nachholspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) gegen Union Berlin gewarnt. "Wenn wir so spielen, werden wir am Mittwoch große Probleme bekommen. Wir werden die Mannschaft in die Pflicht nehmen. Wir müssen ins Handeln kommen, wir müssen Lösungen finden, ich muss Lösungen finden", sagte Tuchel nach dem ernüchternden 0:1 (0:0) gegen Werder Bremen. Tuchel war der Frust über den "großen Dämpfer" im Titelkampf mit Bayer Leverkusen, dass nun schon sieben Punkte vor den Bayern liegt, deutlich anzumerken - zumal er nach dem Kurz-Trainingslager in Portugal einmal mehr die Trainingsleistungen seiner Profis herausgestellt hatte. "Ich habe auch keine Lust mehr zu sagen, dass wir gut trainieren. Das glaubt mir ja keiner mehr", sagte er und fügte genervt an: "Man muss nicht am Montag, Dienstag oder Mittwoch top sein, sondern vor allem am Sonntag. Wir werden das besprechen."
Die Vorwürfe sind klar: Tuchel monierte in aller Deutlichkeit "fehlenden Biss", "zu viele Ballverluste" oder "schlampiges Zweikampfverhalten". So eine Leistung könne "nie und nimmer unser Anspruch sei. Das geht gegen jedes Gesetz des Leistungssports."
Theis' Clippers gelingt unfassbare Aufholjagd
Die Orlando Magic haben beim Comeback von Franz Wagner gegen die Miami Heat gewonnen und ihr bestes NBA-Spiel seit Wochen gezeigt. Beim 105:87 kam Wagner nach acht wegen einer Verletzung am Sprunggelenk verpassten Spielen auf 19 Punkte. Es war das erste Mal seit zweieinhalb Monaten, dass die so stark in die Saison gestartete Mannschaft aus Orlando wieder mit allen Stammkräften auflaufen konnte. "Ich habe das vermisst, ganz sicher", sagte Wagner nach dem Erfolg. "Wir haben den ganzen Abend einen guten Job gemacht, den Ball zu sichern und uns Rebounds zu holen." Wagners Bruder Moritz spielte elf Minuten und kam auf acht Zähler.
Zuvor hatten die Los Angeles Clippers mit Daniel Theis ihr Heimspiel gegen die Brooklyn Nets nach großem Rückstand noch gedreht und mit dem 125:114 den 27. Saisonsieg geholt. Noch im Schlussviertel hatten die Gäste mit 18 Punkten Vorsprung geführt, ehe ein 22:0-Lauf und 14 der insgesamt 21 Zähler von Kawhi Leonard allein im letzten Viertel die Partie noch drehten. Theis steuerte acht Punkte und drei Rebounds bei. Nets-Profi Mikael Bridges war mit 26 Punkten erfolgreichster Werfer der Partie, konnte die 25. Saisonniederlage aber nicht verhindern.
Kimmich urteilt knallhart und ärgert sich über Auswechslung
Nationalspieler Joshua Kimmich hat nach dem 0:1 gegen Werder Bremen die Einstellung der Profis des FC Bayern München hinterfragt. "Das darf uns eigentlich nicht passieren, dass ein Gegner hungriger ist als wir. Generell muss man die Herangehensweise hinterfragen. Man hat nicht das Gefühl, dass wir wissen, um was es geht." Sieben Punkte beträgt der Rückstand in der Fußball-Bundesliga auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen.
Kimmich selbst stand in der Schlussphase zur eigenen Verwunderung nicht mehr auf dem Feld. Sichtlich unzufrieden verließ er den Platz bei seiner Auswechslung in der 64. Minute und wurde gegen Thomas Müller ausgetauscht. Leon Goretzka, der zeitgleich für den enttäuschenden Raphaël Guerreiro kam, übernahm alleine den Platz im defensiven Mittelfeld. Auch Goretzka verließ angesichts der Jokerrolle mit enttäuschter Miene die Allianz Arena. "Natürlich will ich immer 90 Minuten auf dem Platz stehen", sagte Kimmich über seine Auswechslung, nach der er schnurstracks Richtung Bank eilte, "gerade wenn wir hinten liegen ist es was anderes, als wenn man 3:0 führt."