Montag, 27. Januar 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau
22:33 Uhr

Geflohene Iranerin Alisadeh möchte zu Olympia

Die aus dem Iran nach Deutschland geflohene Taekwondo-Kämpferin Kimia Alisadeh könnte als Mitglied des IOC-Flüchtlingsteam an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. "Wir haben schon zwei Sportler, die für Olympia vorgesehen sind. Sie werden wie unsere Athleten von den Bundestrainern gecoacht. Und so was könnten wir natürlich auch mit ihr machen", sagte Musa Cicek, Vizepräsident der Deutschen Taekwando Union, der ARD.

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    "Ich kann auch an Weltmeisterschaften teilnehmen und dann bei den nächsten Olympischen Spielen dabei sein": Kimia Alisadeh.

    (Foto: REUTERS)

    Voraussetzung ist aber der Status eines anerkannten Flüchtlings. Dafür braucht die 21-Jährige, die 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro als erste und bisher einzige iranische Sportlerin mit Bronze eine Olympia-Medaille gewann, einen positiven Asylbescheid.
  • Nur dann könnte sie bis April vom Weltverband für das Flüchtlingsteam nominiert werden. Alisadeh hatte der "Bild am Sonntag" gesagt, dass sie in Tokio gerne für Deutschland starten würde.
  • Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro hatte das Internationale Olympische Komitee erstmals ein zehnköpfiges "Refugee Olympic Team" berufen.
  • Fraglich ist aber noch, ob Alisadeh in Deutschland bleiben kann. Denn nach ihrer Flucht im Dezember mit ihrem Mann war sie in die Niederlande eingereist.
  • Nach der Dublin-Verordnung entscheidet das Land, in das sie als erstes in den EU-Raum einreist, über das Asylverfahren.
  • Sollte es mit ihrem zweiten Olympia-Start nicht klappen, sieht sie andere Möglichkeiten. "Ich bin erst 21. Ich kann auch an Weltmeisterschaften teilnehmen und dann bei den nächsten Olympischen Spielen dabei sein", sagte Alisadeh.
22:00 Uhr

Rekordtransfer: Hertha holt Tousart - und verleiht ihn wieder

Hertha BSC, neureicher Fußball-Bundesligist, hat den Franzosen Lucas Tousart verpflichtet. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt von Champions-League-Achtelfinalist Olympique Lyon, steht Trainer Jürgen Klinsmann aber nicht zur Verfügung. Tousart werde gleich wieder an seinen bisherigen Klub aus der französischen Ligue 1 ausgeliehen, teilten die Berliner.

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    Bleibt erstmal bei Olympique: Lucas Tousart, ab Sommer dann Berliner.

    (Foto: imago images/PanoramiC)

    "Diese Verpflichtung ist ein Vorgriff auf den Sommer und ein Investment in die Zukunft von Hertha BSC", sagte Geschäftsführer Michael Preetz.
  • "Mit Lucas bekommen wir von einem Champions League Club einen noch jungen und dennoch bereits international erfahrenen Spieler, der uns mit seinen bereits gezeigten Qualitäten in der kommenden Saison im zentralen Mittelfeld verstärken wird."
  • Die Ablösesumme soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge 24 Millionen Euro betragen. Damit löst Tousart den Belgier Dodi Lukebakio als Rekordtransfer ab.
  • Der Offensivspieler war im Sommer für 20 Millionen Euro vom FC Watford zum Hauptstadtklub gekommen.
21:12 Uhr

Handballer beim Olympia-Qualiturnier zuerst gegen Schweden

Die deutschen Handballer und ihr Trainer Christian Prokop treffen am 17. April in Berlin beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Tokio vom 24. Juli bis zum 9. August zunächst auf Schweden. Es folgen die Begegnungen gegen den EM-Vierten Slowenien am 18. April und Außenseiter Algerien am 19. April. Das gab der DHB bekannt. Die Anwurfzeiten stehen noch nicht fest. Die ersten beiden Teams lösen das Tokio-Ticket. Vor dem Turnier steht für den EM-Fünften am 13. März in Magdeburg noch ein Länderspiel gegen die Niederlande an.

Spielplan des Olympia-Qualifikationsturniers

17. AprilSlowenien - Algerien
 Deutschland - Schweden
18. AprilDeutschland- Slowenien
 Schweden -- Algerien
19. AprilAlgerien -- Deutschland
 Schweden -- Slowenien

 

20:17 Uhr

Spielmanipulation in Österreich: Fünf Basketballer festgenommen

Wegen des Verdachts des Wettbetrugs sind fünf Basketballer des österreichischen Klubs UBSC Graz festgenommen worden. Die Profis sollen Spiele ihres eigenen Teams verschoben haben, sagte Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Weil Flucht- und Verdunkelungsgefahr bestehe, sei es zu den Festnahmen gekommen. Nähere Angaben wurden nicht gemacht; weitere Informationen sollen frühestens am Dienstag bekannt gegeben werden.

19:15 Uhr

"New York Times": Bryants Unglücks-Helikopter flog mit Sondergenehmigung

Der Helikopter, in dem Basketball-Legende Kobe Bryant und acht weitere Menschen starben, soll angesichts des schlechten Wetters für den Start eine Ausnahmegenehmigung bekommen haben. Das berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Audiomitschnitte aus dem Hubschrauber.

Zur Zeit des Unglücks war es in der hügeligen Region nahe Los Angeles so neblig, dass sogar die Polizei-Helikopter am Boden blieben. Hubschrauber können aber mit entsprechender Ausstattung auch bei schlechter Sicht fliegen. Bryant und seine 13 Jahre alte Tochter Gianna waren am Sonntag bei dem Hubschrauberabsturz in Kalifornien ums Leben gekommen - zusammen mit sieben weiteren Insassen.

18:29 Uhr

Auch 1. FC Union Berlin muss nach Derby-Vorfällen zahlen

Nach den Vorfällen im Derby der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC am 2. November muss auch der 1. FC Union Berlin zahlen. Das Sportgericht des DFB belegte den Aufsteiger wegen unsportlichen Verhaltens der Anhänger in Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst zu einer Strafe von 140.000 Euro, wie der Verband mitteilte.

  • 47.000 Euro, etwa ein Drittel der Strafe, kann der Verein für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden und muss dies dem DFB bis zum 30. Juni 2020 nachweisen. Union hat sich öffentlich noch nicht zu dem Urteil geäußert.
  • Etwa 250 Union-Fans waren ins Stadion gestürmt, sie zündeten Bengalos und Rauchtöpfe.
  • Zudem überstiegen mindestens 20 zum Teil vermummte Zuschauer aus dem Bereich des Heimteams den Zaun zum Innenraum und wurden von Union-Spielern aufgehalten.
  • Hertha BSC war in der vergangenen Woche mit einer Rekordstrafe von 190.000 Euro belegt und akzeptierte dies sofort. Für den 1. FC Union war eine Geldstrafe von 158.000 Euro vorgeschlagen worden.
17:50 Uhr

Kobe Bryant soll in Ruhmeshalle des Basketballs

Nach seinem Tod soll Sport-Ikone Kobe Bryant dieses Jahr in die Ruhmeshalle des Basketballs aufgenommen werden. "Kobe wird auf die Weise geehrt, wie es sein sollte", wurde der Präsident der Hall of Fame, Jerry Colangelo, von einem Reporter des Portals "The Athletic" zitiert.

"Es ist erwartbar die epischste Klasse der Geschichte mit Kobe, Tim Duncan und Kevin Garnett." Spieler können drei Jahre nach ihrem Karriereende in die Ruhmeshalle aufgenommen werden. Im gleichen Jahr wie Bryant hatten auch die NBA-Superstars Duncan und Garnett aufgehört. Bryant und seine 13 Jahre alte Tochter Gianna waren am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz in Kalifornien zusammen mit sieben weiteren Insassen ums Leben gekommen.

Ein Nachruf auf Kobe Bryant, einen überragenden Basketballer mit einem streitbaren Ego, lesen hier.

17:32 Uhr

Verband will Coaching beim Frauen-Tennis erlauben

Schnelle Taktiktipps vom Trainer, wichtige Hinweise aus der Spielerinnen-Box: Schon ab Februar soll das Coaching von der Tribüne bei den Tennisturnieren der WTA probeweise erlaubt werden. Dies berichtet das US-Portal ESPN.

  • "Ob es sich um Anfeuerungen oder um ein paar Worte handelt, wenn sich die Spielerin auf der gleichen Seite des Spielfelds befindet, oder um Handzeichen - ein solches Coaching, wie es jetzt von der Box aus stattfindet, wird zugelassen", sagte ein Sprecher der WTA laut des Berichts.
  • Der Verband nimmt die Änderung nach eigenen Angaben vor, weil ein derartiger Kontakt zwischen Spielerinnen und ihren Trainern schon jetzt durchaus üblich sei. Die bisherigen Vorgaben seien schwer durchzusetzen.
  • Die neuen Regeln sollen aber nicht zu mehr Coaching während der Spiele führen, als dies bereits der Fall ist.
  • Die Regelanpassungen betreffen weder die Grand-Slam-Turniere noch das Herrentennis.
16:41 Uhr

Kerber über Fed-Cup-Teilnahme: "Ich hatte es vor"

Angelique Kerber hat ihre Teilnahme an der ersten Fed-Cup-Runde in Brasilien offengelassen. Eine Entscheidung solle wegen ihrer Oberschenkelprobleme erst nach einem Gespräch mit Teamkapitän Rainer Schüttler fallen. "Für mich ist die Priorität, erst mal gesund zu werden. Ich werde mich mit allen zusammen telefonieren und dann entscheiden, ob es sinnvoll ist und ob ich dem Team helfen kann", sagte die beste deutsche Tennisspielerin in Melbourne nach ihrem Achtelfinal-Aus bei den Australian Open. Kerber ergänzte: "Ich hatte es vor."

Am 7. und 8. Februar tritt das deutsche Team beim Fed-Cup-Debüt von Kerbers früherem Trainer Rainer Schüttler in Florianópolis an. Die Anreise ist nach dem Grand-Slam-Turnier in Australien und vor den folgenden Turnieren in Doha und Dubai ungünstig. Auch Julia Görges hatte sich nicht klar zu einem Fed-Cup-Einsatz bekannt.

15:46 Uhr

Hitzlsperger kritisiert mangelnde Bereitschaft junger Spieler

Diese Kritik sitzt: Fußballprofis haben nach Ansicht von Thomas Hitzlsperger nicht mehr die gleiche innere Motivation wie früher. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Zweitligisten VfB Stuttgart und ehemalige Nationalspieler dem Online-Magazin "The Athletic".

"Ich bin verwundert, wie wenig Spieler darauf vorbereitet sind, härter zu arbeiten als andere, um ein Spieler aus der obersten Schublade zu werden", sagte Hitzlsperger demnach. "Die erwarten, dass der Trainer tolle Ideen hat, damit etwas funktioniert." Den Gedanken, was sie selbst tun könnten, hätten Spieler nicht.

14:40 Uhr

DOSB-Präsident: Coronavirus gefährdet Olympia

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In Japan wurden bereits Fälle des Virus nachgewiesen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für DOSB-Präsident Alfons Hörmann ist das neuartige Coronavirus "das größte Risiko" auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio (24. Juli bis 9. August). "Das ist ein ernst zu nehmendes Problem, weil es keinen anderen Bereich im Leben gibt, der mehr vom internationalen Austausch lebt als der Sport", sagte Hörmann am Rande des Neujahrsempfangs des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Frankfurter Römer.

Hörmann hofft und vertraut darauf, "dass im internationalen Sport und in den betroffenen Ländern alles dafür getan wird", eine Lösung zu finden.

  • Das Coronavirus war erstmals in China aufgetreten, die offizielle Zahl der Todesopfer ist dort mittlerweile auf 81 gestiegen.
  • Landesweit seien 2744 Menschen infiziert, teilte die Regierung mit. Hinzu kommen rund 6000 Verdachtsfälle.
  • Mehrere Sportveranstaltungen wie das Qualifikationsturnier der Basketballerinnen für Tokio, das im chinesischen Foshan stattfinden sollte, wurden bereits verlegt.
14:11 Uhr

Insolvenz? Pinguine drohen am Machtkampf zu zerbrechen

Uerdingens Präsident Ponomarew: "Wenn nötig, hole ich 18 Trainer". Foto: Roland Weihrauch/Archivbild

Michail Ponomarew ist auch Investor beim Fußballklub KFC Uerdingen.

(Foto: Roland Weihrauch/dpa)

Zickereien statt Zusammenarbeit: Der Machtkampf bei den wirtschaftlich angeschlagenen Krefeld Pinguinen spitzt sich zu, die Zukunft des Ex-Meisters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist weiter ungewiss, mehr denn je droht die Insolvenz. Nachdem der russische Geldgeber Michail Ponomarew eine überraschende Rettungsaktion angekündigt hatte, lehnte Geschäftsführer Matthias Roos das Angebot ab und forderte den Rückzug des Russen.

  • Mit Ponomarew und dessen Firma Energy Consulting Europe "möchte im Grunde niemand zusammenarbeiten", erklärte Roos: "Insbesondere haben auch Werbepartner erklärt, ihr Engagement nicht fortzusetzen", falls Ponomarew "auch zukünftig noch eine Rolle bei den Krefeld Pinguinen spielen" werde.
  • Der KEV-Geschäftsführer forderte den Russen erneut auf, seine Anteile "zur Vermeidung einer Insolvenz und einem Neustart in der Oberliga schnellstmöglich an einen Mitgesellschafter" zu übertragen. Nur dann sei eine Stammkapitalerhöhung um 750.000 Euro, die die DEL-Zukunft sichern soll, möglich.
  • Ponomarew hatte am Freitag über den Düsseldorfer Rechtsanwalt Wolfgang Peters erklärt, dass er sofort 300.000 Euro zur Verfügung stellen und einer Kapitalerhöhung zustimmen wolle. Laut Roos ist die Finanzkrise der Krefelder aber erst entstanden, weil Ponomarew in der Vergangenheit Zahlungszusagen nicht einhielt. Dies bestreitet der Russe.
  • Den Pinguinen fehlen 400.000 Euro, um eine Insolvenz abzuwenden. Insgesamt beläuft sich das Minus auf 1,1 Millionen Euro.
13:26 Uhr

Nadal kämpft sich gegen Lokalmatador Kyrgios ins Viertelfinale

Das war ein harter Kampf: Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal hat bei den Australian Open das mit Spannung erwartete Tennis-Duell mit Lokalmatador Nick Kyrgios für sich entschieden und das Viertelfinale erreicht.

  • Der 33 Jahre alte Spanier setzte sich am Montag in Melbourne gegen den neun Jahre jüngeren Australier mit 6:3, 3:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:4) durch. Nadal, der 2009 die Australian Open gewonnen hatte, trifft nun auf den Österreicher Dominic Thiem.
  • In Wimbledon hatte Kyrgios 2014 für eine große Überraschung gesorgt, als er als damals weitgehend unbekanntes 19 Jahre altes australisches Talent den Spanier besiegte.
  • Der Weltranglisten-26. Kyrgios ist aufgrund zahlreicher Eskapaden umstritten, hatte aber vor den Australian Open die Spendenaktion der Tennisprofis für die Betroffenen der australischen Buschbrände initiiert.
13:22 Uhr

Quarterback Jackson führt AFC zum Pro Bowl

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(Foto: imago images/Icon SMI)

Quarterback Lamar Jackson hat die Auswahl der American Football Conference (AFC) zum Sieg beim Pro Bowl in Orlando geführt. Der Spielmacher der Baltimore Ravens warf beim 38:33 gegen das Team der NFC zwei Touchdown-Pässe. Es war bereits der vierte Sieg in Folge für die AFC.

  • Auch der Pro Bowl wurde vom tragischen Tod von Basketball-Legende Kobe Bryant überschattet. "Jeder in der Kabine hat gelitten", sagte Jackson, der zum besten Angriffsspieler gewählt wurde. "Manche von diesen Jungs kennen Kobe überhaupt nicht, aber er ist in all unseren Herzen. Es ist einfach erschütternd."
  • Spieler der Kansas City Chiefs und der San Francisco 49ers waren beim Schaulaufen in Orlando nicht am Start. Die beiden Teams stehen sich am kommenden Sonntag im Super Bowl (18.30 Uhr Ortszeit/Montag, 0.30 MEZ) gegenüber.
12:47 Uhr

Fanwunsch: Bryant soll das neue NBA-Logo zieren

Fans und einzelne Profis haben sich dafür eingesetzt, dass das Logo der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA zu Ehren der gestorbenen Ikone Kobe Bryant geändert wird. Bei der Plattform "change.org" unterzeichneten bereits bis Montagmorgen mehr als 135.000 Menschen eine entsprechende Petition.

  • Das blau-rot-weiße Logo der National Basketball Association wird seit 1969 von einer Silhouette geziert, die laut des Designers dem damaligen Profi Jerry West nachempfunden ist.
  • "Kobe muss das neue NBA Logo sein", twitterte Jamal Crawford, der seine Karriere vorige Saison beendet hatte.
  • West war General Manager der Los Angeles Lakers, als das Team Bryant 1996 in der NBA unter Vertrag nahm. "Ich habe mich wirklich wie ein Ersatzvater für ihn gefühlt", sagte der 81-Jährige nach dem Tod Bryants. "Das ist einer der schlimmsten Tage meines Lebens."

 

12:16 Uhr

Sandro Wagner vermisst den FC Bayern

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Wagner hat in seiner ersten China-Saison zwölf Tore geschossen.

(Foto: imago images/Imaginechina)

Die Reise ins Ungewisse: Der frühere deutsche Fußball-Nationalstürmer Sandro Wagner hat seinen Wechsel nach China vor einem Jahr offenbar nicht bereut. "Nachdem ich mich mehr und mehr an alles gewöhnt hatte, lief es super. Ich habe regelmäßig getroffen, bin zu einem Führungsspieler geworden und durfte sogar einmal die Kapitänsbinde tragen", sagte Wagner dem "Kicker".

  • Der Stürmer wurde in seiner ersten Saison mit Tianjin Teda Siebter und erzielte dabei zwölf Tore.
  • Gleichwohl sei der Wechsel eine große Umstellung gewesen. "Das Leben hier ist ein komplett anderes, China ist schon eine andere Welt. Vom Essen über die Luft, natürlich die Sprache bis hin zu der Bevölkerung", ergänzte Wagner.
  •  Er sei aber von der Liebenswürdigkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft der Chinesen beeindruckt. "Mit einem chinesischen Jungen habe ich mal ein Foto gemacht, und anschließend hat mir der Vater dafür gleich seinen Fahrer für mehrere Monate leihen wollen. Ich habe aber dankend abgelehnt, weil ich schon einen Fahrer habe."
  • Allerdings vermisse er Familie und Freunde. "Dazu die Berge, mein schönes München und den FC Bayern", sagte Wagner. "Dennoch bin ich dankbar für die Erfahrungen, die ich derzeit in China machen darf."
11:40 Uhr

Presse zu Bryants Tod: "Ja, Falschmeldung! Es kann nicht sein!"

"New York Times" (USA): Er war weit mehr als ein Basketball-Riese. Er gehörte zu den bekanntesten Athleten der Welt, ein Star vom Format eines Tiger Woods und eines Michael Jordan, umschwärmt von den Fans, egal ob er sich nun in Peking oder Beverly Hills befand. Es ist nicht unüblich, Menschen in einigen Vierteln "Kobe!" schreien zu hören, wenn ihnen ein Sprungwurf gelingt.

"Sport-Express" (Russland): Als die ersten Meldungen erschienen, dass Kobe Bryant bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, tauchte der Gedanke auf: "Ja, Falschmeldung! Es kann nicht sein!" Einfach weil so etwas nicht möglich ist, das kann einfach nicht passieren. Der Sportler, mit dessen Spielen Generationen von Basketballfans aufgewachsen sind, kann mit 41 Jahren nicht einfach sterben."

"La Gazzetta dello Sport" (Italien): Mit Bryant stirbt ein Kulturschatz für alle. Ein planetarisches Symbol, eine globale Ikone. Ein Jordan, ein Messi, ein Bolt. Eine Figur, die überall geliebt wurde, nicht nur unter dem Basketballkorb.

"El Mundo" (Spanien): Die Erschütterung könnte nicht gewaltiger sein, ein Schock in der Welt des Sports, wie es ihn noch nicht gegeben hat.

 

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11:00 Uhr

Australian Open live: Kerber scheitert, Zverev weiter perfekt

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Kerber führt - und scheitert

Zverev gelingt imposante Melbourne-Premiere

11:08 Uhr

Im Bryant-Trikot: Tennisrüpel Kyrgios ganz still und mit Tränen

Normalerweise kennt man den australischen Tennisprofi Nick Kyrgios, weil er poltert und sich das ein oder andere Mal im Ton vergreift. Doch vor seinem Achtelfinal-Kracher gegen Rafael Nadal bei den Australian Open zeigt er sich ganz anders. Still und in sich gekehrt betritt er das Feld mit einem Trikot des verunglückten Ex-NBA-Profis Kobe Bryant. Beim Warmspielen fließen sogar ein paar Tränen.

Wie dieses Spiel und die weiteren Partien laufen, können Sie im Liveticker verfolgen.

10:36 Uhr

Auch Baseball-Trainer starb bei Absturz mit Bryant

Der langjährige Baseball-Trainer des Orange Coast College, John Altobelli, gehört zu den tödlich verunglückten Insassen des Hubschraubers, bei dessen Absturz Superstar Kobe Bryant ums Leben kam. Zu den neun Passagieren, die alle ums Leben kamen, zählten nach Angaben von Altobellis jüngerem Bruder Toni bei der Nachrichtenagentur AP auch die Frau des College-Coaches, Keri, und die gemeinsame Tochter Alyssa.

Auch Bryants 13-jährige Tochter Gianna starb bei dem Unglück. Die beiden Mädchen spielten im gleichen Basketball-Team. Der Hubschrauber war am Sonntag in der Nähe von Los Angeles abgestürzt. Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, hatte bestätigt, dass Bryant und seine Tochter zu den Opfern gehören. Die Polizei nannte zunächst keine Namen.

 

10:08 Uhr

Nowitzki über Bryant: "Du wirst immer geliebt werden"

Dirk Nowitzki hat sich vom Tod Kobe Bryants "wirklich hart getroffen" gezeigt. "Du hast so viele auf der Welt inspiriert, mich eingeschlossen", so der deutsche Basketball-Superstar, der seinen Beileidstweet mit "Mamba" überschrieb.

"Du wirst immer vermisst werden. Du wirst immer in Erinnerung bleiben. Du wirst immer geliebt werden. Ruhe in Frieden mit deinem Engel Gigi", schrieb der 41-jährige Nowitzki und brachte sein Beileid für Bryants Familie zum Ausdruck.

09:45 Uhr

Grand-Slam-Siegerin Court geehrt - trotz Homophobie

Trotz ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Homosexualität und gleichgeschlechtlicher Ehe ist Margaret Court bei den Australian Open für ihre sportlichen Erfolge geehrt worden. 50 Jahre nachdem die Australierin alle vier Grand-Slam-Turniere in einer Saison gewann, wurde Court in Melbourne vor der Nightsession auch von Tennis-Ikone Rod Laver gewürdigt.

  • Die 77-Jährige ist mit 24 Grand-Slam-Titeln die erfolgreichste Tennisspielerin der Geschichte noch vor der Amerikanerin Serena Williams (23).
  • Turnierdirektor Craig Tiley hatte zuvor betont, die Organisatoren würden die sportlichen Erfolge von Court anerkennen, aber ihre Haltung nicht teilen.
  • Tennis-Größen wie Martina Navratilova und John McEnroe hatten Court für ihre Aussagen scharf kritisiert.
09:17 Uhr

Bosz lobt Havertz: "Das war generös"

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Havertz gratuliert Alario.

(Foto: imago images/Jörg Schüler)

Ein wahrer Teamkollege: Fußballnationalspieler Kai Havertz ist seit Saisonbeginn von Trainer Peter Bosz als Elfmeter-Schütze bei Bayer Leverkusen bestimmt. Doch als es am 19. Bundesliga-Spieltag endlich den ersten Strafstoß für Bayer in dieser Saison gab, überließ der Jungstar dem eingewechselten und auch sonst meist auf der Bank sitzenden Stürmer Lucas Alario den Ball.

  • "Kai ist der erste Schütze. Aber wenn die Spieler das auf dem Platz anders entscheiden, ist es okay", sagte Bosz. "Das war sehr generös von Kai."
  • Alario verwandelte in der 89. Minute zum 3:0-Endstand gegen Fortuna Düsseldorf und lief beim Jubel demonstrativ zuerst zu Havertz.
  • "Ich kann mir vorstellen, dass es anders ausgesehen hätte, wenn Kai noch nicht getroffen hätte", ergänzte Bosz schmunzelnd. "Wenn man schon getroffen hat, ist das vielleicht ein bisschen einfacher."
  • Havertz hatte gegen Düsseldorf das 1:0 erzielt und kommt nun mit zwei Toren nach zwei Spielen im Jahr 2020 schon auf so viele Treffer wie in der gesamten Hinrunde.
08:10 Uhr

Klopp will nicht zum FA-Cup-Wiederholungsspiel antreten

Das ist eine bemerkenswerte Entscheidung: Fußballtrainer Jürgen Klopp will mit seinem FC Liverpool nicht zum Wiederholungsspiel im FA Cup gegen den Drittligisten Shrewsbury Town antreten, meldet der "Kicker". Das war nötig geworden, weil Liverpool im Achtelfinale am Sonntagabend nur 2:2 gespielt hatte. Angetreten war Klopp mit einer B-Elf.

  • Im Wiederholungsspiel soll nun gar eine C-Elf antreten, die nicht von Klopp selbst gecoacht wird. Der Grund: Das Spiel soll in der übernächsten Woche mitten in der Mini-Winterpause der Premier League stattfinden.
  • "Die Spieler brauchen diese Pause, mental und physisch", sagte Klopp. Und weiter: "Wenn die FA das nicht respektiert, können wir das nicht ändern. Wir werden nicht da sein."
  • So soll nun die U23 gegen Shrewsbury antreten. So wie sie es bereits im Ligapokal-Viertelfinale gegen Aston Villa gemacht hatte, als die A-Elf von Liverpool bei der Klub-WM in Katar spielte.
Mehr dazu lesen Sie hier.
07:19 Uhr

Kimmich schließt Abschied vom FC Bayern nicht aus

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Möglich, dass Kimmich in einigen Jahren mit einem anderen Trikot aufläuft.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Das könnte den Klub hart treffen: Joshua Kimmich ist unsicher, ob er seinen Vertrag beim FC Bayern noch einmal verlängern soll. Sein derzeitiger Kontrakt läuft bis 2023.

  • "Diese Frage stellt man sich durchaus", sagte Kimmich dem "Kicker" auf die Frage, ob er beim Fußball-Bundesligisten zum Leader einer neuen Generation werden wolle - oder ins Ausland wechselt.
  • "Ich kann sie jetzt aber gar nicht so recht beantworten. Weil ich nicht weiß, was in zwei oder drei Jahren das Beste für meine Karriere ist", so der 24-Jährige.
  • Allerdings wären die Pläne ohnehin für die Zukunft. Jetzt will der Defensivmann "mit Bayern München eine Ära prägen". Sein ganz großes Ziel sei es, die Champions League zu gewinnen.
  • Kimmich war 2015 von RB Leipzig nach München gewechselt. Dort reifte er zum Nationalspieler.
07:00 Uhr

Nzeocha-Bruder Eric: "Höhepunkt für die ganze Familie"

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Marc Nzeocha könnte den größten Erfolg der Familie feiern.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Am kommenden Wochenende steigt der Super Bowl. Der Bruder des deutschen Teilnehmers Mark Nzeocha, Eric Nzeocha, fiebert beim größten Football-Spiel des Jahres auch auf die erste große Trophäe der Familie hin.

  • "Auf jeden Fall ist das ein Höhepunkt für die ganze Familie. Mit den Franken Knights haben wir nie eine Championship gewonnen, in Wyoming auch nicht. Wir hatten noch nie das Championship-Gefühl. Wir waren öfters mal knapp dran. Mal schauen, hoffentlich schafft er es jetzt in der höchsten Liga", sagte Eric Nzeocha, der im fränkischen Rothenburg ob der Tauber und in Wyoming mit dem Bruder spielte, der Deutschen Presse-Agentur.
  • Mark Nzeocha tritt mit den San Francisco 49ers am Sonntag im 54. Super Bowl in Miami gegen die Kansas City Chiefs an und kann als bisher dritter Deutscher die Trophäe in der besten Football-Liga der Welt gewinnen.
  • Die drei Brüder und die Eltern werden in Florida vor Ort sein. "Falls sie gewinnen, gibt es natürlich große Festlichkeiten", sagte Eric Nzeocha, der sich in der NFL bei den Tampa Bay Buccaneers versuchte, aber nicht durchsetzen konnte.
06:38 Uhr

Tennis-Superstars gedenken Kobe Bryant

Da wird der Sport zur Nebensache: Auch die Tennis-Szene hat bei den Australian Open mit Trauer und Entsetzen auf den Unfalltod von Basketball-Ikone Kobe Bryant reagiert. "Mein Herz trauert wahrlich bei dieser Nachricht. Kobe war ein großer Mentor und Freund von mir. Du und deine Tochter werdet für immer in unseren Herzen weiter leben", schrieb der serbische Titelverteidiger Novak Djokovic auf Twitter.

  • "Ich bin heute Morgen aufgewacht mit der schrecklichen Nachricht des tragischen Tods eines der größten Sportler der Welt", schrieb der spanische Weltranglisten-Erste Rafael Nadal. "Ich bin schockiert."
  • Weitere Spieler wie der frühere Australian-Open-Sieger Stan Wawrinka, die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova, US-Nachwuchstalent Cori Gauff und die frühere Weltklasse-Spielerin Maria Scharapowa drückten Schock und Mitgefühl aus. Bryant half vielen Profisportlern, darunter Tennisspielern. "Ich werde niemals deine Großzügigkeit vergessen", schrieb Scharapowa.
  • "Das Leben kann so plötzlich vorbei sein...also was regen wir uns so oft über "Nichtigkeiten" auf", schrieb die Damen-Chefin des Deutschen Tennis Bunds, Barbara Rittner, auf Twitter.
05:59 Uhr

"Sehr, sehr beunruhigend" - Barça rutscht tiefer in die Krise

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"Da sind Sachen, die haben sie nicht verstanden, oder wir haben sie nicht gut genug erklärt", sagt Quique Setien.

(Foto: REUTERS)

Kaum zwei Wochen im Amt erlebt der neue Trainer Quique Setien beim FC Barcelona die erste Krise. "Sehr, sehr beunruhigend" fand die Tageszeitung Sport die 0:2 (0:0)-Pleite der Katalanen beim FC Valencia. "Außer durch ein Wunder wird Barça keinen der großen Titel gewinnen", prognostizierte Marca bereits nach dem dritten Spiel des Nachfolger von Ernesto Valverde. Erzrivale Real Madrid nutzte den Patzer und übernahm durch das 1:0 (0:0) bei Real Valladolid die Tabellenführung, Nacho avancierte in der 78. Minute auf Vorlage von Toni Kroos zum Matchwinner. Mit nun 46 Punkten liegt Real drei Zähler vor Barcelona. Drei Tage nach der Beinahe-Blamage in der Copa del Rey beim Drittligisten UD Ibiza (2:1) enttäuschte Barça um Marc-Andre ter Stegen auf ganzer Linie - und fremdelt offenbar noch mit dem neuen Trainer. "Da sind Sachen, die haben sie nicht verstanden, oder wir haben sie nicht gut genug erklärt", sagte Setien: "In der ersten Halbzeit waren wir, ehrlich gesagt, schlecht." Dass Barça nicht schon zur Pause zurücklag, war ter Stegen zu verdanken. Er parierte einen Foulelfmeter von Maxi Gomez (12.). Ein Eigentor von Jordi Alba (48.) und ein Treffer von Gomez (77.) bedeuteten aber die Entscheidung zugunsten von Valencia.