Der Sport-TagDeutsche Funktionärsikone tritt im Modernen Fünfkampf ab
Klaus Schormann hört nach mehr als 31 Jahren als Präsident des Weltverbandes für Modernen Fünfkampf auf. Der 77-Jährige wird sich im November 2024 beim 73. UIPM-Kongress nicht zur erneuten Wiederwahl stellen, wie der Verband mitteilte. Schormann steht seit Juli 1993 an der Spitze des Verbandes. "Im Interesse einer guten Verbandsführung rückt die Zeit für mich näher, das Amt an einen neuen Präsidenten zu übergeben", sagte Schormann in einer Verbandsmitteilung.
In Schormanns Amtszeit wurden einige Reformen im Modernen Fünfkampf umgesetzt. Nach Olympia 2021 stand die Sportart aber massiv unter Druck, nachdem die Berlinerin Annika Zillekens noch unter ihrem Mädchennamen Schleu in Tokio erfolglos versucht hatte, das ihr zugeloste Pferd durch Einsatz von Gerte und Sporen zum Springen zu bewegen. Dies hatte den Vorwurf der Tierquälerei ausgelöst. Deswegen war der Moderne Fünfkampf zunächst nicht für die Sommerspiele Los Angeles 2028 vorgesehen gewesen.
Bei den Spielen in Paris im Sommer wird nun zum letzten Mal das umstrittene Reiten Teildisziplin des Mehrkampfes sein und anschließend durch einen Hindernisparcours (Obstacle) ersetzt. Diese Änderung war auch der Grund, dass der Moderne Fünfkampf in Los Angeles nun doch wieder dabei ist.