Der Sport-TagDeutsche Schwimm-Weltmeisterin muss während der EM im Homeoffice arbeiten
Vier Monate nach ihrem sensationellen WM-Triumph beendet Anna Elendt ihr erfolgreichstes Jahr bei der Kurzbahn-EM in Polen, doch ganz aufs Schwimmen kann sie sich nicht konzentrieren. "Ich muss mich einloggen und zwischen den Rennen arbeiten", erzählte die 24-Jährige in einer Medienrunde, "meine Chefin ist nicht da, deshalb muss ich das machen."
Denn Elendt, die im Sommer in Singapur sensationell WM-Gold gewann und die deutschen Rekorden über alle sechs Bruststrecken hält, ist auch Projektmanagerin bei einem Fin-Tech-Unternehmen - damit sie sich ihr Leben und ihr Training in den USA leisten kann. Den Teilzeitjob würde sie schon gerne etwas zurückschrauben, deshalb hat sie sich ein Management zugelegt, "damit hoffentlich ein paar Sponsorenverträge reinkommen, damit ich nicht ganz so viel arbeiten muss".
Die EM in Lublin, bei der sie ab morgen über alle Bruststrecken an den Start geht und vor allem auf ihrer Paradestrecke 100 Meter zu den Favoritinnen gehört, ist für sie vor allem "Spaß", sie will sich "nicht so großen Druck" machen. Sie hatte nach Platz 20 bei Olympia in Paris ans Aufhören gedacht, nach dem Abschluss ihres Studiums in Austin/Texas trainierte sie aber weiter mit ihrem alten Team und meldete sich Ende Juli als Weltmeisterin eindrucksvoll zurück.