Der Sport-TagGegner-Fans fügen Busfahrer Platzwunde durch Becherwurf zu
Das Regionalliga-Duell zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem FSV Zwickau am Freitagabend ist von einem Becherwurf überschattet worden. Dabei war in der 87. Minute ein mit Dreck gefüllter Becher in Richtung der Gästebank geflogen und hatte den Busfahrer der Zwickauer am Kopf getroffen. Er erlitt dabei eine blutende Platzwunde. Als Ersatz sprang eine Busfahrerin der Leipziger ein und brachte die Mannschaft des FSV nach dem Spiel zurück nach Hause.
Der Becherwerfer konnte durch den Sicherheitsdienst identifiziert werden. Die Polizei leitete sogleich ein Ermittlungsverfahren ein, Lokomotive Leipzig erstattete zudem Anzeige. In einer gemeinsamen Pressemitteilung verurteilten beide Vereine den Vorfall. Eine derartige Tat dürfe "in keinem Stadion und in keiner Fanszene toleriert werden", hieß es darin: "Der Täter muss mit deutlichen Konsequenzen rechnen - im Interesse aller, die fairen und sicheren Fußball schätzen." Die Freude über den 2:0-Erfolg sei "sehr getrübt", ergänzte FSV-Geschäftsführer André Beuchold: "Ein derartiges Verhalten hat im Fußball - und nirgends sonst - etwas zu suchen."