Der Sport-TagHandballer bangen um Abwehrstar: "Er hat im Viertelstundentakt gekotzt"
Im Entscheidungsspiel gegen Frankreich (38:34) konnten die deutschen Handballer den Ausfall von Abwehr-Stabilisator Tom Kiesler erfolgreich kompensieren. Im EM-Halbfinale muss die DHB-Auswahl wohl erneut ohne den Schlüsselspieler auskommen. "Als wir das Hotel verlassen haben, hat er im Viertelstundentakt gekotzt. Er hat Magen-Darm. Ich hoffe natürlich, dass wir es hinkriegen, dass er in zwei Tagen spielen kann und keinen angesteckt hat", sagte Bundestrainer Alfred Gislason.
Im bisherigen Turnierverlauf war der Rückraumspieler des VfL Gummersbach ein wichtiger Anker der Defensive. Sein Fehlen wurde gegen Frankreich vor allem vor der Pause deutlich. In der Anfangsphase bekam man ohne Kiesler zu wenig Zugriff und konnte den französischen Starspieler Dika Mem nur selten stoppen. Dass die Defensive im Laufe der Partie dann bester Stand, freute Gislason umso mehr. "Aus meiner Sicht fehlte uns der beste Abwehrspieler des Turniers. Also von daher eine wirklich großartige Leistung der Abwehr ohne ihn", lobte der Bundestrainer.
Beim DHB richten sich in den nächsten Tagen die Blicke nun auch auf Miro Schluroff, den Zimmerkollegen von Tom Kiesler. Gislason deutete an, man hoffe, dass sich der Gummersbacher nicht bei seinem Mitspieler angesteckt hat.