Der Sport-TagHertha-Chef über Schweigen: "Was wir nicht als Fußballkultur verstehen"
Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich will die Belange der Fußball-Fans gegen die geplanten Sicherheitsmaßnahmen der Politik in deutschen Stadien unterstützen. "In der Demokratie ist das letzte Wort nie gesprochen. Also dürfen sie sich auch artikulieren, solange das respektvoll abläuft. Sie haben Kritik geübt, das dürfen sie", sagte der 58-Jährige nach dem 1:0-Sieg des Zweitligisten gegen Eintracht Braunschweig über die Proteste der Fans.
Im Berliner Olympiastadion stellten beide Fanlager in den ersten zwölf Spielminuten die Gesänge und Anfeuerungen ein. Genauso soll es an diesem Wochenende auch in den anderen Stadien laufen. "Wir haben erlebt, was wir nicht wollen, die ersten zwölf Minuten. Das ist genau das, was wir eigentlich nicht als Fußballkultur verstehen", sagte Görlich. "Wir arbeiten sehr intensiv daran, dass wir unseren Einfluss geltend machen können", sagte der Geschäftsführer über Herthas Vorgehen.