Der Sport-Tag"Ich habe Zeit": Gladbach und der neue Cheftrainer in spe
Die Fans hat Eugen Polanski längst auf seiner Seite, daran bestand nach dem erlösenden Derbysieg kein Zweifel mehr. Borussia Mönchengladbachs Cheftrainer in spe wurde von der Nordkurve mit Sprechchören gefeiert, erschien auch kurz, winkte, zog sich dann schnell zurück. "Die Fans müssen nicht meinen Namen rufen", sagte der 39-Jährige nach dem 3:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln, gab aber auch zu: "Natürlich freut mich das trotzdem."
Noch ist Polanski nur der "Bis-auf-Weiteres"-Trainer der Borussia, doch in der anstehenden Länderspielpause dürfte sich das ändern. "Wenn Rouven (Schröder, Sportchef, Anm.d.Red.) sagt, wir können sprechen - ich habe Zeit", sagte der Nachfolger des nach drei Spieltagen entlassenen Gerardo Seoane. Argumente hat Polanski genug gesammelt, gegen den ewigen Rivalen Köln gab es den dritten Pflichtspielsieg in Folge - das einstige Schlusslicht verließ endlich die Abstiegsplätze. Schröder erklärte im Sport1-"Doppelpass": "Überzeugt waren wir ja von Anfang an. Eugen hat sehr viel bewirkt. Nach drei Siegen ist es schon so, dass man sich natürlich zusammensetzt und Gedanken macht." Aber: "Wir haben tatsächlich keinen Vertrag in der Schublade."