Der Sport-TagImmerhin nicht ins Gefängnis: Katar sperrt betrunkene WM-Fans weg
Ein eher nachrangiges Problem der Fußball-WM in Katar ist die Alkoholversorgung der anreisenden Fans. Erst gestern geriet das Turnier durch das Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, erneut in Verruf. Kriegstreiber Putin bot auf einem privaten "Banditengipfel" die Unterstützung Russlands bei der Durchführung der WM an.
Vielleicht ging es dabei ja auch um die Behandlung betrunkener Fans. Die sind in Katar nicht gerne gesehen. Nein, viel mehr sind sie in dem muslimischen Land in der Öffentlichkeit überhaupt nicht erwünscht. Der Alkoholausschank in dem Golfstaat beschränkt sich in normalen Zeiten auf ausgewählte Hotels. Während der WM wird sich das ändern. Dann sollen alkoholische Getränke auch auf einem Fanfest, dort erst aber nach 18:30 Uhr Ortszeit und für knapp über 6 Euro pro halber Liter, sowie für Stadionbesucher außerhalb der Stadien erhältlich sein.
Was jedoch nichts daran ändert, dass betrunkene Personen in der Öffentlichkeit empfindliche Strafen drohen. Jetzt aber gibt es endlich einen Plan. Die betrunkenen Personen werden einfach in ein Zelt gesteckt und dort so lange festgehalten, bis sie endlich wieder nüchtern sind.
"Es gibt Pläne für Personen, die ausnüchtern können, wenn sie zu viel getrunken haben", erklärte WM-Chef Nasser Al Khater im Interview mit Sky: "Es ist ein Ort, an dem sichergestellt wird, dass sie sich selbst schützen und niemanden sonst schaden."
Die Veranstalter gehen davon aus, dass sich pro Tag rund 200.000 Fans aus allen Ländern der Welt in der Hauptstadt Doha aufhalten werden.