Der Sport-Tag

Der Sport-TagInsel-Flucht zur EM: Färöer-"Wahnsinn" überfällt Oslo

17.01.2026, 14:31 Uhr

Mit Charterflügen und sogar per Schiff über den Atlantik machten sich die Fans auf den Weg: Mehr als zehn Prozent der färingischen Bevölkerung verfolgten das Handball-Spektakel gegen die Schweiz schließlich in der Arena von Oslo. Die nationale Fluggesellschaft Atlantic Airways setzte 18 Sondermaschinen in die norwegische Hauptstadt ein und brachte mehrere tausend Anhänger dorthin. Weitere 1050 Fans reisten per Fähre an, wie der färingische Handballverband der dpa mitteilte.

Die lange Anreise hatte sich gelohnt und die rund 6000 weiß gekleideten Anhänger in der Halle bejubelten drei Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich zum 28:28. Bester Werfer war Elias Ellefsen á Skipagøtu vom Bundesligisten THW Kiel mit neun Toren. Andy Schmid, Nationaltrainer der Eidgenossen, hatte schon vorab vor einem "Stresstest für die ganze Mannschaft vor dieser Kulisse" gewarnt, und er sollte recht behalten.

Bob Hanning, der mit Italien in der Vorbereitung zwei Testspiele gegen die Färöer absolviert hatte, sprach mit Blick auf die Vielzahl der Sonderflüge von einem absoluten Wahnsinn. "Die haben nur eine Landebahn und nur eine Startbahn. Das geht wie ein Zug nach dem anderen raus. Das ist völlig verrückt. Die sind mit fast 7000 Leuten da", schwärmte der Geschäftsführer der Füchse Berlin in seiner "Kicker"-Kolumne.

Quelle: ntv.de