Der Sport-Tag

Der Sport-TagMatthäus weiß: Der BVB hat ein Aubameyang-Problem

28.11.2017, 10:14 Uhr

Was mach eigentlich Lothar Matthäus? Wir könnten uns ja vorstellen, dass er demnächst den 1. FC Köln trainiert. Das wäre doch - interessant. Bis es so weit ist, arbeitet er als Experte für alle, wirklich alle Fragen des Fußballs beim Bezahlsender Sky. Und weil er auf der Internetseite jede Woche eine Kolumne mit seinen mehr oder weniger steilen Thesen veröffentlichen lässt, verkündet er in dieser Woche seine Gedanken zur Dortmunder Borussia. Der Bundesligist hatte ja am Wochenende beim 4:4 gegen den FC Schalke 04 eine 4:0-Führung verspielt.

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"Ja, er ist ein außergewöhnlicher und großartiger Stürmer." (Foto: imago/DeFodi)

Matthäus weiß nun, warum. Pierre-Emerick Aubameyang habe daran einen entscheidenden Anteil. Wir zitieren: "Ja, er ist ein außergewöhnlicher und großartiger Stürmer - wenn er Lust hat. Mit seiner Gelb-Roten Karte hat er jedoch den Schalkern den nötigen Schub gegeben, den sie für die Aufholjagd gebraucht haben. Von da an fehlte dem BVB die Geschwindigkeit, die Gefahr im Angriff - die Allzweckwaffe. Im Grunde ist es die Aufgabe des Vereins, einen Spieler wie Aubameyang zu disziplinieren." Darüber hinaus habe es Trainer Peter Bosz nicht geschafft, "mit seiner Ansprache, seinen Auswechslungen und seinem Matchplan, einen eigentlich uneinholbaren Vorsprung über die Zeit zu bringen. Im Fußball kann bekanntlich alles passieren, aber dass Bosz die jetzige Situation noch in die richtige Richtung lenken kann, glaube ich nicht. Die einzige Erklärung, wieso er weiterhin den BVB trainiert, kann nur der Mangel an optimalen Alternativen sein." Laut Matthäus sollte sich der BVB um Klopp-Kumpel David Wagner von Huddersfield bemühen: "Er kennt die Borussia, er liebt sie, sie ist sein Herzensklub."