Der Sport-TagNach Rassismus-Eklat: Einspruch von Lok Leipzig hat Erfolg
Lokomotive Leipzig hat mit dem Einspruch gegen die Strafe für den Rassismus-Eklat im DFB-Pokalspiel gegen Schalke 04 (0:1 n.V.) einen Erfolg verzeichnet. Statt eines Zuschauerteilausschlusses für das nächste Pokal-Heimspiel wurde dieser zur Bewährung ausgesetzt. Zudem reduziert das DFB-Sportgericht die Geldstrafe für den Tabellenführer der Regionalliga Nordost von 30.000 Euro auf 24.000 Euro. Das gab der DFB nach einer mündlichen Verhandlung bekannt.
Die Bewährung ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren festgelegt und beschränkt sich auf gleich gelagerte Vorfälle im DFB-Pokal. Dem Verein wurde nachgelassen, von der Geldstrafe einen Betrag in Höhe von bis zu 8000 Euro für präventive Maßnahmen gegen Diskriminierung und Rassismus zu verwenden - insbesondere für die Entwicklung eines Aktionsplans gegen Rassismus und Diskriminierung. Bei dem Spiel am 17. August im Bruno-Plache-Stadion war der Schalker Christopher Antwi-Adjei ab der 13. Minute mehrfach bis in die Verlängerung rassistisch beleidigt worden, was unter anderem zu einer zehnminütigen Spielunterbrechung sowie einer Stadionansage geführt hatte. Der gastgebende Verein entschuldigte sich bei dem Spieler für die Vorfälle.