Der Sport-TagNach kritischen Berichten: Premier-League-Klub schmeißt Journalisten raus
Der "Guardian" ist eine der traditionsreichsten, größten Zeitungen im Vereinigten Königreich. Doch bei Brighton & Hove Albion wollen sie das Blatt künftig nicht mehr sehen, jedenfalls nicht im Stadion: Der Premier-League-Klub verkündet, dass es "unangemessen wäre, wenn Journalisten und Fotografen von "The Guardian" ab dem Spiel gegen West Ham am Sonntag für Spiele im Amex akkreditiert würden."
Dieser Schritt folgt auf Berichte im "Guardian", in denen von möglichen Unregelmäßigkeiten bei Klub-Mehrheitsaktionär Tony Bloom die Rede war. Bloom, ein Milliardär, der sein Vermögen mit Glücksspiel gemacht hat. Der "Guardian" enthüllte letzte Woche, dass Bloom in einem Gerichtsverfahren beschuldigt wird, "Strohmänner" eingesetzt zu haben, wenn sein Glücksspielsyndikat Wetten auf Sportereignisse platzierte. Am Freitag veröffentlichte der "Guardian" einen zweiten Artikel, der sich auf Vorwürfe konzentrierte, Bloom könnte ein anonymer Spieler sein, der hinter Gewinnen in Höhe von 70 Millionen Dollar (52 Millionen Pfund) steckt – darunter angeblich auch Wetten auf seine Fußballmannschaften.
Bloom hatte nach der Veröffentlichung der Berichte erklärt: "Ich kann unseren Fans kategorisch versichern, dass ich seit meiner Übernahme des Vereins im Jahr 2009 keine Wetten auf Spiele von Brighton & Hove Albion abgeschlossen habe." Iain Duncan Smith, ehemaliger Vorsitzender der Konservativen Partei, sagte: "Der Fußballverband muss viel transparenter mit seiner laxen Politik hinsichtlich der Verwendung von Glücksspielgeldern bei der Führung seiner Vereine umgehen."