Der Sport-Tag"Noch nie so geschämt": Schwimmerin schildert Drogen-Martyrium bei WM
Die kanadische Schwimmerin Mary-Sophie Harvey ist nach eigenen Angaben während der Weltmeisterschaften in Budapest mit Drogen betäubt worden. "In der letzten Nacht der Weltmeisterschaften bin ich unter Drogen gesetzt worden", schrieb Harvey bei Instagram. "Zu diesem Zeitpunkt war mir nicht klar, was in mich gelangt war. Ich erinnere mich nur daran, am nächsten Morgen komplett verloren aufgewacht zu sein, mit meinem Trainer und Arzt an meinem Bett."
Sie habe gefeiert und an ein Zeitfenster von vier bis sechs Stunden keine Erinnerung, schrieb die 22-Jährige, die bei der WM am 22. Juni die Bronzemedaille mit der 4x200 Meter Freistil-Staffel gewonnen hatte. Sie habe einige Bruchstücke gehört, von dem, was passiert sei. "Ich kann nur Folgendes sagen: Ich habe mich noch nie so geschämt."
Am nächsten Tag sei sie nach Hause gereist und habe mit ihrer Familie gegessen. "Ich weiß noch, wie meine Mutter sagte: 'Du scheinst anders zu sein'. Sie wusste nicht, dass ich das auch so empfand", schrieb Harvey. "Ich hatte das Gefühl, dass der Körper, in dem ich steckte, nicht meiner war (es fühlt sich immer noch so an)."