Der Sport-TagNorwegen produziert Staffel-Drama, DSV-Quartett enttäuscht
Die deutschen Biathleten haben mit der Staffel zum dritten Mal nacheinander bei einer Weltmeisterschaft die Medaillenränge verpasst. Justus Strelow, Johannes Kühn, Philipp Nawrath und Benedikt Doll leisteten sich am Samstag in Nove Mesto eine Strafrunde und acht Nachlader. Sie landeten auf dem vierten Platz. Somit reichte es erneut nicht für die erste Staffelmedaille seit Bronze 2020 in Antholz.
Nach 4 x 7,5 Kilometern hatte das DSV-Quartett 51,6 Sekunden Rückstand auf Schweden auf dem ersten Rang. Silber holten sich die favorisierten Norweger, die lange wie die sicheren Sieger aussahen. Doch bei der letzten Einlage am Schießstand versagten Vetle Sjaastad Christiansen mit drei Strafrunden die Nerven. Bronze ging an Frankreich.
Das DSV-Quartett hatte im Weltcup in allen vier Weltcup-Staffeln auf dem Podest gestanden, konnte aber beim Saisonhöhepunkt nicht nachlegen. Kühn leistete sich im Stehendanschlag drei Patzer und musste dann auch noch in die Strafrunde, Schlussläufer Doll konnte die Extra-Meter gerade noch verhindern. Drei Nachlader waren aber zu viel, um noch in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Allerdings hatten der Einzel-Dritte und seine Teamkollegen erneut mit dem Material zu kämpfen. Auf die Norweger, die in der Loipe am schnellsten waren, fehlten mehr als zweieinhalb Minuten.