Der Sport-TagProtest nach schwerem Tor-Raub in der Handball-Bundesliga
Im Bundesligaspiel zwischen GWD Minden und MT Melsungen ist es am Freitagabend zu einer schweren Fehlentscheidung der Schiedsrichter gekommen.
"In der 7. Spielminute hatte Mindens Rückraumspieler Philipp Vorlicek beim Stand von 4:1 für Melsungen den Ball rechts unten ins Tor geworfen. Danach rutschte der Ball unter dem hinteren Tornetz aus dem Tor heraus", heiß es in einer DHB-Mitteilung: "Das Schiedsrichtergespann entschied zunächst korrekterweise auf Tor für Minden. Weil der Ball aber nicht im Tor liegen blieb, nutzten die Schiedsrichter den Videobeweis, um die Szene zu überprüfen."
Frederic Linker und Sascha Schmidt hätten bei der Überprüfung des Treffers dann jedoch die falsche Kameraposition gewählt: "Die Wahl der Kameras war ein Fehler des Schiedsrichtergespanns. Der Blickwinkel der seitlichen Torlinien-Kamera war so ungünstig, dass die Schiedsrichter den falschen Eindruck hatten, der Ball sei ans Außennetz gegangen. Daher entschieden sie fälschlicherweise auf kein Tor mit Spielfortsetzung Abwurf Melsungen."
Bundesliga-Aufsteiger Minden kündigte an, Einspruch gegen die Spielwertung einzulegen.