Der Sport-Tag

Der Sport-TagRB Leipzig muss für Keita kräftig nachzahlen

23.10.2017, 15:18 Uhr
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Naby Keita bringt Ralf Rangnick ins Schwärmen. (Foto: AP)

Wie das immer so ist bei aufstrebenden Jungspielern: Haben die Erfolg, will jeder ein Stück vom Kuchen abhaben. Beziehungsweise mit cleveren Vertragsklauseln wird abgesichert, dass die ausbildenden Vereine am späteren Erfolg mitverdienen.

  • Deswegen muss RB Leipzig nach dem Einzug in die Champions League für sein Mittelfeld-Ass Naby Keita nach "Kicker"-Informationen einen kräftigen Nachschlag an Red Bull Salzburg zahlen. So sollen die Sachsen bereits drei Millionen Euro an Bonuszahlungen an die Österreicher überwiesen haben, weitere fünf Millionen folgen im nächsten Jahr, wie der "Kicker" vermeldet.

  • Keita war im vergangenen Sommer für 15 Millionen Euro nach Leipzig gewechselt. Schnell war der 22 Jahre alte Ballkünstler in den Fokus internationaler Top-Clubs gerückt. Ab kommenden Sommer läuft der 28-malige Nationalspieler aus Guinea für Jürgen Klopps FC Liverpool in der englischen Premier League auf. Die Leipziger kassieren dafür bis zu 70 Millionen Euro Ablöse. Zudem sollen sich die Reds innerhalb der nächsten drei Jahre zu einem kostenlosen Testspiel in Leipzig verpflichtet haben.

  • "Naby ist ein außergewöhnlich begabter Spieler, einer der besten, mit denen ich in 20 Jahren Profifußball zusammengearbeitet habe. Mir wäre es zehnmal lieber, wir hätten ihn noch fünf Jahre bei uns. Aber das ist einfach nicht möglich", sagt RB-Sportdirektor Ralf Rangnick dem "Kicker.

  • Denn beim Champions-League-Starter gilt immer noch der intern gesetzte Gehaltsobergrenze (Salary Cap) von aktuell rund 4,5 Millionen Euro. "Bei uns ist es eben nicht möglich, Gehälter im zweistelligen Millionenbereich zu zahlen", bedauert Rangnick.