Der Sport-Tag

Der Sport-TagRafati fordert Ausgliederung des Schiedsrichterwesens

08.11.2017, 10:09 Uhr

Am Dienstag hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) nach den anhaltenden Diskussionen in den vergangenen Tagen in Person von Präsident Reinhard Rauball "einen strukturellen Neuanfang" des Schiedsrichterwesens gefordert. Der frühere Bundesliga-Referee Babak Rafati hat konkrete Vorstellungen, wie dieser Neuanfang eingeleitet werden soll.

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Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati fordert eine Ausgliederung der Bundesliga-Schiedsrichter aus dem DFB. (Foto: imago sportfotodienst)
  • "Eine Ausgliederung ist zwingend notwendig, und zwar vom DFB und der DFL, damit es keinerlei Abhängigkeiten mehr gibt", sagte der 47-Jährige dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". "Die Strukturen müssen komplett verändert werden. Sonst läuft diese Selbstzerstörung in Raten, wie ich es nennen würde, immer weiter."

  • Den Videobeweis bezeichnet Rafati zwar als "gute Sache", aber die derzeitige Ausführung als "kompletten Mist". Vor allem das Konkurrenzdenken unter den Unparteiischen trage massiv zum derzeitigen Unmut bei. "Auch die Schiris sind Konkurrenten - da geht es um Macht, Kohle, Ellbogen", sagte Rafati.

  • Im Fall der Absetzung von Hellmut Krug als Projektleiter des Videobeweises kritisiert Rafati besonders die Haltung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Den entstandenen Schaden kannst du nicht mehr reparieren. Man versteckt sich doch nur hinter personellen Konsequenzen. Auf mich macht es den Eindruck, dass Herr Krug zu viel weiß und man ihn deshalb nicht loswerden kann oder will."

Was die Weltmeister Joachim Löw, Toni Kroos und Mats Hummels vom Videobeweis halten, lesen Sie hier.