Der Sport-Tag

Der Sport-TagSchwere Vorwürfe beim Olympia-Neuling: Erste Konsequenzen beim DAV

26.02.2026, 20:50 Uhr

Nach schweren Vorwürfen deutscher Skibergsteiger rund um mögliche Missstände bei medizinischen Tests hat der Deutsche Alpenverein (DAV) den Sportlichen Leiter Hermann Gruber freigestellt. Er ist einer der beiden Beschuldigten in der Causa, die zuletzt während Olympia öffentlich geworden war und für Aufsehen gesorgt hatte. Die Staatsanwaltschaft Traunstein leitete unterdessen gegen zwei Personen ein Ermittlungsverfahren ein. Laut DAV bat Gruber um seine Freistellung.

In einem "Sportschau"-Bericht hatten die Skibergsteiger Felix Gramelsberger und Sophia Weßling die Anzeigen gegen Gruber und den ehemaligen Bundestrainer Maximilian Wittwer öffentlich gemacht. Den Sportlern war dem Bericht zufolge im April 2024 am Olympiastützpunkt Chiemgau in Ruhpolding bis zu 60 Mal innerhalb weniger Stunden Blut aus dem Ohrläppchen entnommen worden. Es seien laut der Sportler Hygiene-Mindeststandards nicht beachtet worden, die angeblich zum Teil ungeschulten Helfer sollen ihre Handschuhe zwischen den Blutabnahmen nicht gewechselt, sondern sie bei mehreren Athleten nacheinander benutzt haben. Gramelsberger sprach in dem Bericht von einer "wahnsinnigen Blutpanscherei".

Der Verband räumte ein, dass es nach dem Test Beanstandungen gegeben habe. Es seien nach Rückmeldungen von Athleten "Abläufe überprüft und organisatorisch weiterentwickelt" worden, hieß es.

Quelle: ntv.de