Der Sport-TagSkandal-Song läuft bei Handball-EM: Aufklärung wirft noch mehr Fragen auf
Die Handball-EM 2026 hat ihren ersten großen Aufreger, der nichts mit dem Sport zu tun hat. Am Samstag wurde beim Gruppenspiel zwischen Kroatien und Georgien in Malmö in der Halle ein Lied des kroatischen Sängers Marko Perković gespielt. Diesem wird unter anderem seit Jahren die Verherrlichung des kroatischen Faschismus in seinen Texten vorgeworfen. In einigen Ländern herrschte und herrscht für ihn ein Auftrittsverbot. Bei internationalen Sportevents sind seine Lieder für gewöhnlich gesperrt.
Das galt auch für die Handball-EM, wie der europäische Verband (EHF) der Zeitung "Aftonbladet" versicherte. "Der Song war nie Teil der ursprünglichen Playlist. Alle Lieder für alle Veranstaltungsorte wurden von der EHF vor der EM geprüft."
Wie also kam dann ein Lied des Musikers in die Playlist in Malmö? "Am Tag des Spiels hat sich die kroatische Delegation das Lied mehrfach gewünscht - und der Wunsch wurde jedes Mal abgelehnt. Dass es trotzdem gespielt wurde, bereuen wir. Das hätte nicht passieren dürfen. Dieses Lied repräsentiert nicht die Werte, für die diese Europameisterschaft steht", entschuldigte sich die EHF, ohne eine Erklärung für den Vorfall zu liefern.