Der Sport-TagSkisprung-Legende: "Offensichtlicher Beschiss ist beendet"
Für den ehemaligen Vierschanzentournee-Sieger Jens Weißflog gingen die Trickserien im Skispringen weit über den Anzug-Skandal der Norweger hinaus. "Die Norweger haben das Maß überschritten, da gibt es kein Vertun. Aber es brauchte anscheinend diesen Anlass, um den offensichtlichen und vom Ski-Weltverband mitgetragenen Beschiss zu beenden", sagte Weißflog unmittelbar vor der Tournee in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten"
Die WM in Trondheim war von einem Eklat um manipulierte Anzüge der Norweger überschattet worden. Auf anonym gefilmten und veröffentlichten Videos war zu sehen, wie das norwegische Team Wettkampfanzüge auf unzulässige Art und Weise bearbeitet. Es wurde eine nicht erlaubte Naht angebracht, die für mehr Stabilität beim Flieger in der Luft sorgen soll.
"Es hat ganz vielen Leuten im Skispringen sauer aufgestoßen, dass die Anzüge teilweise unten an den Knien hingen, jeder diesen Missstand gesehen und keiner etwas dagegen getan hat", beschrieb Weißflog die Situation in der vergangenen Saison. Fast jeder habe aus seiner Sicht betrogen - und zu viele seien damit durchgekommen, äußerte der 61-Jährige.