Der Sport-TagTödliche Massenpanik während CL-Übertragung: Bürgermeisterin verurteilt
Turins Bürgermeisterin Chiara Appendino ist im Zusammenhang mit einer tödlichen Massenpanik bei der Open-Air-Übertragung des Champions-League-Endspiels im Jahr 2017 zu einer 18-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Vier weitere Angeklagte wurden mit dem gleichen Strafmaß belegt. Bei der Massenpanik am 3. Juni 2017 starben zwei Menschen. Mehr als 1.500 wurden verletzt. Insgesamt hatten sich dort 30.000 Menschen versammelt, um das Champions-League-Finale zwischen Juventus Turin und Real Madrid (1:4) zu sehen. Die Panik wurde wenige Minuten vor Ende der Partie durch eine Gruppe von Randalieren ausgelöst, die die Menschenmenge mit Pfefferspray besprüht hatte. Vier Mitglieder dieser Gruppe sind bereits wegen fahrlässiger Tötung zu Haftstrafen von zehn Jahren verurteilt worden.
Augenzeugen hatten über mangelnde Fluchtwege auf dem Platz geklagt. Außerdem habe die Stadt kein Glasflaschen-Verbot verhängt. Die meisten Fans verletzten sich im Gedränge an den Scherben von Flaschen, die illegal von fliegenden Straßenhändlern verkauft wurden.