Der Sport-TagUnklare Rolle von Uli Hoeneß: "Für alle Beteiligten ein Desaster"
Der frühere Nationalspieler Markus Babbel sieht Uli Hoeneß als derzeit größten Unruhestifter bei Bayern München. "Ich verstehe Uli Hoeneß nicht mehr, aber schon seit Längerem nicht mehr", sagte Babbel dem Portal "Absolut Fußball" und ergänzte über den langjährigen Erfolgsmanager: "Er merkt gar nicht mehr, dass er mittlerweile das größte Problem des FC Bayern ist. Er schadet dem Verein mehr, als er ihm im Moment nutzt."
Hintergrund der Analyse ist der jüngste Streit von Ehrenpräsident Hoeneß mit Lothar Matthäus. Der Rekordnationalspieler hatte über eine möglicherweise sehr hohe Ablösesumme gesprochen, die die Bayern für Stuttgart-Profi Nick Woltemade bezahlen könnten. Hoeneß konterte daraufhin, dass der frühere Bayern-Star und heutige TV-Experte "nicht mehr alle Tassen im Schrank" habe. Der ehemalige Bayern-Profi Babbel stellte sich klar vor Matthäus, dessen "Pflicht" es als Experte sei, derartige Entwicklungen zu kommentieren. "Und jetzt kommt der Uli Hoeneß wieder und beleidigt ihn öffentlich. Und ich frage mich: Was soll das?"
Der 52 Jahre alte Babbel sagte, dass Hoeneß natürlich einen "Riesenanteil" am Werdegang und der Stellung des FC Bayern im Fußball habe. "Nur jetzt muss er sich in meinen Augen entscheiden: Entweder ist er wieder voll dabei und kann so weitermachen wie früher und meinen, das ist immer noch in, wobei sich die Zeiten nun mal geändert haben, oder er bleibt komplett weg." Die unklare Rolle von Hoeneß "ist für alle Beteiligten ein Desaster", meinte Babbel.