Der Sport-TagVerletzter Stamm wirft deutsche Wasserballer ins Achtelfinale

Das ist mal Einsatz: Marko Stamm, der Spielmacher der Wasserball-Nationalmannschaft, hatte sich im WM-Auftaktspiel einen Außenbandriss zugezogen - und spielte gegen Brasilien trotzdem.
Stamm kam mit einem dicken Tapeverband um den Knöchel unerwartet fast das gesamte Spiel zum Einsatz und erzielte sogar fünf Tore. Damit war der Spandauer bester Werfer seiner Mannschaft, die erstmals seit 2013 wieder an einer WM teilnimmt.
"Ich habe vor einem halben Jahr mal gesagt: Ich höre erst auf, wenn meine Mitspieler mich mit dem Rollstuhl zum Beckenrand schieben müssen. Dass es jetzt doch so schnell geht, hätte ich nicht gedacht", sagte Stamm junior, der nur unter großen Schmerzen laufen konnte: "Da muss ich meine Aussage noch mal revidieren. Ich höre noch nicht auf. Ich hätte nicht gedacht, dass es im Wasser trotzdem noch so gut läuft."
Sein Einsatz hat sich gelohnt: Sein Team besiegte Brasilien klar mit 15:8 (4:1, 6:1, 2:2, 3:4) und hat damit mindestens das Achtelfinale sicher. Mit drei Punkten kletterte die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) vorerst auf den zweiten Platz in der Gruppe D hinter dem großen Favoriten Italien.