Der Sport-Tag"Weiß, wer die Klausel durchgesetzt hat" - Matthäus verteidigt BVB-Buhmann
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus springt Nico Schlotterbeck zur Seite und sieht dessen neuen Vertrag bei Borussia Dortmund inklusive Ausstiegsklausel als völlig marktüblich an. "Wenn Real Madrid anfragt, will man sich eben eine Tür offenhalten, zumindest einen kleinen Spalt, durch den man gehen kann", sagte Matthäus am Sonntagabend bei Sky.
Schlotterbeck hatte seinen Vertrag beim BVB bis 2031 verlängert, mit einer Klausel, die ihm einen Wechsel zu einigen auserwählten Klubs ermöglicht, aber den Zorn der BVB-Fans auf sich gezogen. Beim Heimspiel gegen Bayer Leverkusen pfiffen die Anhänger auf der Südtribüne den 26-jährigen Verteidiger aus. Dass die Fans Schlotterbeck verwerfen, er sei mit dem Herzen nicht mehr bei Schwarz-Gelb, stimme nicht, so Matthäus. "Er wird mit seinem Herzen in Dortmund sein. Aber er möchte sich diese Tür offenhalten. Wenn er durch eine gute Weltmeisterschaft [...] vielleicht auf ein anderes Angebot warten kann, dann ist das bei Upamecano so, bei Musiala so, das ist bei allen Spielern so [...]. Und wenn er diese Position hat, soll er sie für sich nutzen dürfen."
Aus Sicht des Vereins mache die Klausel Sinn, gab der Weltmeister von 1990 zu bedenken. Durch den neuen Vertrag könne die Borussia im Fall eines Wechsels schließlich auf "rund 25 bis 30 Millionen Euro mehr" hoffen, rechnete er vor. Zudem deutete Matthäus an, der Vertragspassus sei auf Initiative des BVB in das Arbeitspapier geschrieben worden. "So eine Entscheidung trifft man nicht alleine. Ich weiß, wer die Klausel durchgesetzt hat, aber das sage ich jetzt nicht. Es ist jemand von Borussia Dortmund", orakelte der 65-Jährige.
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