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Der Sport-Tag Wimbledon: Djokovic knackt Federer in epischem Final-Drama

Seit 2012 hat Altmeister Roger Federer nicht mehr gegen Novak Djokovic bei einem Major-Turnier gewinnen können. Die komplette Statistik aus der Sicht des 20-fachen Grand-Slam-Siegers gegen die Nummer eins der Welt lautet: 22:25 Siege, 6:9 bei Grand-Slam-Turnieren, 1:4 in Finals. Federer und Djokovic hatten sich bereits 2014 und 2015 im Wimbledon-Finale duelliert - am Ende jubelte jeweils der Serbe. Nach dem furiosen Halbfinalsieg gegen Rafael Nadal darf der Schweizer trotzdem hoffen. Beide Spieler befinden sich in Top-Form, haben in Wimbledon erst zwei Sätze abgegeben.

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Satz 1: Beide Spieler bringen ihr erstes Aufschlagspiel dominant nach Hause - 1:1. Danach muss der "Djoker" bei seinem Aufschlag kämpfen und mehrmals über Einstand gehen und sogar einen Break-Point abwehren. Federer hat bisher keine großen Probleme und führt 3:2. Jeder Ball ist hart umkämpft. Der Schweizer schlägt stark auf und führt 5:4. Dann liegt Djokovic bei eigenem Aufschlag 0:30 hinten, serviert aber im Anschluss so gut, dass er zum 5:5 ausgleicht. 6:6 - es geht in den Tie-Break. Djokovic holt sich das erste Mini-Break zum 3-1, Altmeister Federer kann aber zum 3:3 ausgleichen und dann sogar bei Aufschlag "Djoker" mit 4:3 in Führung gehen. Der Serbe meldet sich aber mit einem weiteren Mini-Break zurück und führt 6:5. Dann landet eine Rückhand von Federer im Aus und Djokovic holt sich den ersten Satz mit 7:6 (7:5) - und darf den zweiten Durchgang eröffnen.

Satz 2: Federer legt gleich mal mit einem Break zum 1:0 los, bringt dann seinen eigenen Aufschlag durch und schnappt sich auch das nächste Aufschlagspiel des Serben - 3:0. Letztendlich spaziert der Schweizer durch den zweiten Satz und zeigt dem Serben mit 6:1 die Grenzen auf.

Satz 3: Djokovic hat sich wieder gefangen, Federer führt nach drei Spielen mit 2:1. Es geht hin und her, die beiden Giganten erlauben sich wenige Fehler - 3:3. Beim Stand von 5:4 erarbeitet sich Federer einen Satzball bei Aufschlag Djokovic, aber der Serbe bleibt cool und gleicht zum 5:5 aus. 6:6 - der nächste Tie-Break steht an. Djokovic stellt schnell auf 3:0. Federer macht gerade jetzt zu viele Fehler - 5:1 für den Serben. Die Nummer eins der Welt holt sich schließlich den dritten Satz mit 7:6 (7:4).

Satz 4: Verrücktes Spiel. Bisher hatte Federer die einzigen Breakmöglichkeiten und der Schweizer trat auch dominanter als der Serbe auf, verlor aber in den entscheidenden Momenten wichtige Ballwechsel und hatte damit in beiden Tie-Breaks das Nachsehen. Jetzt ist Djokovic am Drücker und führt mit 2:1. Aber Federer kontert und nimmt dem Serben zum ersten Mal seit dem zweiten Satz ein Aufschlagspiel ab: 3:2 für den Maestro. Doppelbreak! Der Schweizer führt mit 5:2. 35 Minuten sind im vierten Satz gespielt und Djokovic kommt noch mal zurück. Mit seinem ersten Break im kompletten Spiel verkürzt er auf 3:5. In seinem nächsten Aufschlagspiel gibt sich Federer aber keine Blöße und gewinnt den vierten Satz mit 6:4.

Satz 5:

Im entscheidenden Durchgang würde bei einem Stand von 12:12 übrigens ein Tie-Break stattfinden. Diese Regel führte das Turnier in Wimbledon erstmals dieses Jahr ein, um Endlos-Matches zu vermeiden. Nach Super-Tiebreak sieht es aber zunächst nicht aus, Titelverteidiger Djokovic schafft schnell das Break und stellt auf 4:2. Aber Federer wäre nicht Federer, wenn er nicht eine Antwort parat hätte. Re-Break: 4:3 und eigener Aufschlag. Der Centre-Court bebt. Und bebt noch viel mehr, als Federer tatsächlich das Break zum 8:7 schafft. Bitter für den Schweizer: Trotz zweier Matchbälle bei 40:15 kassiert er das prompte Rebreak von Djokovic. Der Wimbledon-Wahnsinn 2019 wird tatsächlich im Super-Tiebreak entschieden - und wie schon im ersten und dritten Satz geht der Tiebreak an Djokovic. Damit krönt sich der Serbe zum fünften Mal zum Wimbledon-Champion. Hier geht's zum Spielbericht!

Quelle: n-tv.de