Sport
Montag, 21. Februar 2011

Formel 1 reagiert auf Unruhen: Auftakt in Bahrain fällt aus

Der Große Preis von Bahrain wird wegen der politischen Unruhen im Königreich abgesagt. Knapp drei Wochen vor dem geplanten WM-Auftakt der Formel 1 auf dem Wüstenkurs in Sakhir geben die Veranstalter die Entscheidung bekannt. Auch die Testfahrten finden nicht statt.

Kein Rennen in Bahrain: Entschieden hat das nicht Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, sondern Kronprinz Scheich Salman bin Hamad al-Chalifa.
Kein Rennen in Bahrain: Entschieden hat das nicht Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, sondern Kronprinz Scheich Salman bin Hamad al-Chalifa.(Foto: dpa)

Zum ersten Mal in der Geschichte der Formel 1 ist ein Rennen aus politischen Gründen abgesagt worden. Der Große Preis von Bahrain wird nicht wie geplant am 13. März den Auftakt zur diesjährigen Saison bilden. Knapp drei Wochen vor dem geplanten WM-Auftakt auf dem Wüstenkurs in Sakhir gaben die Veranstalter die Entscheidung bekannt.

Über eine Neuansetzung des Rennens wurde zunächst nichts bekannt. Auch die Testfahrten vom 3. bis 6. März in Bahrain finden nicht wie geplant statt. "Zum jetzigen Zeitpunkt gilt die gesamte Aufmerksamkeit des Landes dem Aufbau eines neuen Dialogs für Bahrain", erklärte Kronprinz Scheich Salman bin Hamad al-Chalifa.

Kronprinz dankt für die Unterstützung

Nachdem Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone telefonisch über die Entscheidung informiert wurde, dankte der Kronprinz in einer Presseerklärung dem Briten für die Unterstützung und das Verständnis. "Es ist traurig, dass Bahrain das Rennen zurückziehen musste", sagte Ecclestone. Man freue sich aber darauf, bald wieder in Bahrain zu sein.

"Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Sicherheit unserer Team-Mitglieder zu gewährleisten. Wir begrüßen und unterstützen die Entscheidung, den Grand Prix von Bahrain abzusagen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Bei den Unruhen waren in den vergangenen Tagen mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Auch Renault-Pilot Nick Heidfeld befürwortete eine Absage. "Die Bilder aus Bahrain sind schon erschreckend. Wenn es nicht sicher ist, will ich da nicht fahren", sagte er. Weltmeister Vettel drückte sich diplomatisch aus: "Es ist ganz einfach. Wenn es gefährlich ist, werden wir nicht fahren. Wenn es nicht gefährlich ist, fahren wir."

Quelle: n-tv.de