Der EM-Tag

Der EM-TagBlatter sieht sich noch als Fifa-Präsident

13.06.2016, 22:25 Uhr

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Joseph Blatter sieht keine Verfehlungen bei sich selbst. (Foto: dpa)

Der ehemalige Fifa-Präsident Joseph Blatter meldet sich derweil auch wieder zu Wort. Vom juristischen Standpunkt her sieht er sich noch als Chef des Fußball-Weltverbandes.

  • Seine Begründung: "Weil die Statuten sagen, dass man für die Wahl eines neuen Präsidenten dem bisherigen das Mandat entziehen muss."

  • Dies habe der Fifa-Kongress Blatter zufolge versäumt.

  • Bisher habe der 80-Jährige den Mund gehalten, um kein großes Theater zu machen, erklärte er der argentinischen Zeitung "La Nación".

  • Blatter plane allerdings keine juristischen Schritte, um die Fifa-Führung erneut zu übernehmen.

Die Nachfolge bei der Fifa trat Gianni Infantino an. Blatter ist indes wegen Korruptionsvorwürfen für sechs Jahre gesperrt. Für diese Zeit darf er keine Aufgaben im internationalen Fußball übernehmen. Die Fifa-Ethikkommission wirft dem Schweizer vor, sich gemeinsam mit zwei weiteren Funktionären in den vergangenen fünf Jahren um 79 Millionen Schweizer Franken bereichert haben. Der Ex-Fifa-Boss preist hingegen seine eigene Marke an: "Blatter ist nicht korrupt." Er habe gegen kein einziges Schweizer Gesetz verstoßen. Allerdings ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue gegen Blatter.

Quelle: ntv.de