Fußball

Klub verteidigt Kündigungen Ahnungslose Fahrer verklagen Schalke 04

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Jochen Schneider ist wenigstens mit der jüngsten umstrittenen Maßnahme des Multi-Millionen-Euro-Konzerns Schalke 04 im reinen.

(Foto: Maik Hoelter/TEAM2sportphoto)

Peinlich-Brief an die Fans, ein anhaltender historischer Negativlauf und zuletzt die Kündigung im Fahrdienst: Der FC Schalke kann dieser Tage nichts richtig machen. Der Bundesligist freilich sieht das anders, die Einsparmaßnahmen unter den Fahrern seien "unstrittig richtig".

Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider hat die Kündigung von 24 Mitarbeitern des Fahrdienstes als "unstrittig richtige" Entscheidung bezeichnet. Anderes als beim vielkritisierten Umgang mit den Fans in der Frage der Ticket-Rückerstattung sei sich der Fußball-Bundesligist diesmal keiner Schuld bewusst. "Da haben wir zweifelsohne einen großen Fehler gemacht, diesmal nicht", sagte der 49-Jährige den "Funke Medien. Die Entscheidung über den Fahrdienst sei bereits vor langer Zeit getroffen und nun umgesetzt worden, "weil ohnehin gerade niemand fährt". Die Arbeit soll künftig ein externer Dienstleister übernehmen.

"Wir müssen den Verein auch nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten führen", kommentierte Schneider, stellte aber Hilfe für die Betroffenen in Aussicht. Schon am Wochenende hatte er verkündet: "Es wurde mit jedem einzelnen Mitarbeiter gesprochen. Es wird für jeden einzelnen nach einer Lösung gesucht. Es gab auch schon bei dem einen oder anderen Lösungen, dass er in andere Bereiche oder andere Gesellschaften des Vereins übergeht. Und ich kann Ihnen versichern, jeder von diesen 24 Leuten, dessen Existenz an dem Job hier bei Schalke 04 hängt, für den werden wir eine gute Lösung finden."

Laut "Funke Medien" wollen nun aber einige Fahrer Kündigungsschutzklagen beim Arbeitsgericht einreichen. Die Betriebsratsvorsitzende Martina Lenz berichtete, dass sich mehrere Fahrer bei ihr gemeldet hätten. Keiner von ihnen sei darüber informiert worden, was genau man mit ihm vorhabe. Die Kündigungen sollten ursprünglich zum Saisonende erfolgen, aber "durch den Saisonabbruch bei den Junioren und der Einstellung des Trainingsbetriebes hat es sich nach vorne verschoben", sagte eine Schalke-Sprecherin.

Schon zuvor war der Verein in die Kritik geraten, weil bei der Rückerstattung von Tickets aufgrund der Geisterspiele von den Fans einen Härtefallantrag verlangt worden war.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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