Fußball

Unterhaltsame Nullnummer BVB kämpft, siegt aber nicht

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Alles gegeben, aber nur einen Punkt geholt: Jürgen Klopp uns sein BVB.

(Foto: dpa)

Borussia Dortmund verpasst im Europaliga-Gastspiel bei Paris St. Germain den erhofften Sieg. In einem offensiv und intensiv geführten Spiel hat zunächst Paris beste Chancen. Kurz vor Schluss avanciert dann Dortmunds Robert Lewandowski zum tragischen Helden.

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Roman Weidenfeller hielt in Paris überragend.

(Foto: dpa)

Borussia Dortmund hat das vorzeitige Aus in der Europa League verhindert, bleibt aber in einer ungünstigen Ausgangsposition. Der Bundesliga-Tabellenführer kam bei Paris St. Germain nicht über ein 0:0 hinaus und muss die verbleibenden zwei Spiele in der Gruppe J gewinnen, um noch in die K.o.-Runde einzuziehen. Kurz vor dem Ende vergab Robert Lewandowski die größte Chance zum BVB-Sieg.

"Wir haben uns viel selbst zuzuschreiben. Wir waren am Anfang zu verspielt. Das ist nicht das, was wir wollen", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp und ärgerte sich über die verpasste Sieg-Möglichkeit: "Die letzte Chance macht Robbie in 99 von 100 Fällen, nur eben in Paris nicht." "Es hat das Glück gefehlt", meinte Nationalspieler Kevin Großkreutz und kündigte an: "Wir gewinnen jetzt die beide Spiele, und dann sind wir durch." Hinter Tabellenführer FC Sevilla (9 Punkte), der Karpaty Lwiw (0) schlug, und Paris (8) rangiert der BVB (5) an dritter Stelle.

Von dem Power-Fußball, mit dem die junge Truppe von Trainer Jürgen Klopp in dieser Saison die Bundesliga aufmischt, war in der französischen Hauptstadt erst in der Schlussphase etwas zu sehen. Zuvor hatten nur Glück und der starke Keepers Roman Weidenfeller die Westfalen den Punkt gegen die seit nun zwölf Europapokal-Heimspielen ungeschlagenen Pariser gesichert.

Dortmund in Mainzer Formation

Dabei waren die Voraussetzungen für einen wunderbaren Europapokal-Abend für die Dortmunder bestens: Klopp konnte auf die Formation setzen, die sich am Sonntag beim 2:0 bei Mainz 05 in eindrucksvoller Manier an die Tabellenspitze der Bundesliga gezaubert hatte. Zudem machten knapp 7000 mitgereiste Dortmunder Fans machten Stimmung und sorgten im Pariser Prinzenpark-Stadion schon vor dem Anpfiff fast für Heimspiel-Atmosphäre.

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Ein Feuerwerk zündete der BVB diesmal nur auf den Rängen.

(Foto: REUTERS)

Allerdings hatte der BVB-Anhang zunächst wenig Grund zum Jubeln. Ihre Lieblinge kamen nur schwer in die Partie. Das junge Team wirkte beinahe gehemmt. Bis zum gegnerischen Strafraum spielten die Gäste ganz gut mit, doch fehlte ihnen dann der Schuss Kreativität, um die bestens organisierte Deckung der Pariser in Verlegenheit zu bringen. Torjäger Lucas Barrios war so gut wie abgemeldet. Folge: Bis zur Pause erspielten sich die Dortmunder nicht eine klare Torchance.

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Dortmunds Marcel Schmelzer im Duell um den Ball.

(Foto: dpa)

Ganz anders Frankreichs Pokalsieger, bei dem einige Stammkräfte für das Spitzenspiel am Wochenende gegen Olympique Marseille geschont wurden. Die Gastgeber wirkten wacher. Vor allem Mittelfeldspieler Nené stellte die Westfalen immer wieder vor Rätsel. Und Mevlüt Erdinc beschäftigte die BVB-Deckung. In der 18. Minute setzte der Türke den Ball unbedrängt aus fünf Metern über das Tor. Nach etwas über einer halben Stunde verzog er freistehend.

Offenes Duell auch nach der Pause

Dortmunds Coach reagierte. Klopp brachte Offensivkraft Jakub Blaszczykowski für Defensiv-Spezialist Lukasz Piszczek. Mittelfeldmann Kevin Großkreutz rückte auf die für ihn ungewohnte Position rechts in der Viererkette. Und tatsächlich: Dortmund wurde besser. Die Pariser verloren ein wenig die Linie, waren aber weiter gefährlich. Erneut war es Erdinc (51., 65.), der zweimal am hervorragend reagierenden Weidenfeller scheiterte.

Doch auch die Borussen meldeten sich endlich im Strafraum von St. Germain: Barrios (54.) schob den Ball zunächst links am Tor vorbei, Shinji Kagawa (72.) prüfte aus 18 Metern PSG-Schlussmann Edel. Dortmund übernahm mehr und mehr das Kommando, die Pariser schienen sich mit dem Remis abzufinden. In der Schlussminute vergab der eingewechselte Lewandowski die beste Chance für den BVB, als er den Ball aus sieben Metern frei im Strafraum stehend nicht ins Tor befördern konnte. So muss sein Team bis zum Ende der Gruppenphase zittern.

Quelle: ntv.de, dpa

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