Fußball

UEFA-Einigung mit letztem KlubDie Super League stirbt den endgültigen Tod

11.02.2026, 21:53 Uhr
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Real-Boss Florentino Pérez musste seinen Traum von einer Super League begraben. (Foto: picture alliance / abaca)

Real Madrid gibt als letzter Top-Klub die großen Super-League-Pläne auf. In einer gemeinsamen Erklärung mit der UEFA wird auch Abstand von weiteren Gerichtsverfahren genommen. Nach beinahe fünf Jahren wird eine Idee, die den Fußball revolutionieren sollte, final begraben.

Die umstrittene Super League im Fußball ist endgültig vom Tisch. Nach langem Rechtsstreit und einer möglichen Milliardenklage haben die UEFA und Real Madrid ihre heftige Auseinandersetzung um eine exklusive Spielklasse der Spitzenklubs beigelegt. Wie der Europäische Fußball-Kontinentalverband und der spanische Topverein mitteilten, habe man eine "Einigung zum Wohle des europäischen Klub-Fußballs" getroffen.

Damit endet ein seit dem Frühling 2021 schwelender, aufsehenerregender Streit zwischen dem Dachverband und Real Madrid als letztem von mehreren Klubs, die mit der geplanten Gründung einer eigenen Superliga für großen Wirbel gesorgt hatten. Einen Konkurrenz-Wettbewerb zur Champions League der UEFA wird es nun nicht mehr geben.

Man habe eine Einigung getroffen, die den "Grundsatz des sportlichen Verdienstes respektiert, wobei der Schwerpunkt auf der langfristigen Nachhaltigkeit der Klubs und der Verbesserung des Fanerlebnisses durch den Einsatz von Technologie liegt", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Knackpunkt folgt in der Mitteilung im nächsten Absatz: "Diese Grundsatzvereinbarung wird auch dazu dienen, ihre Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der europäischen Super League beizulegen, sobald diese Grundsätze umgesetzt sind."

Barcelona-Rückzieher bereits in vergangener Woche

Zuletzt hatten Real Madrid und sein Präsident Florentino Pérez als treibende Kraft spanischen Medienberichten zufolge eine Milliardenklage gegen die UEFA vorbereitet, da man sich durch die zentrale Organisation der Klub-Wettbewerbe benachteiligt sah. Der Fall hatte bereits mehrere spanische und europäische Gerichte beschäftigt.

Vor knapp fünf Jahren hatte der Vorstoß zur Super League, die in einem geschlossenen System ohne sportliche Qualifikation spielen wollte, für großes Aufsehen gesorgt. Nach heftigen Fan-Protesten sprangen aber mehrere englische Vereine schnell ab. Zuletzt standen Real und der FC Barcelona weitgehend alleine da. In der Vorwoche hatten auch die Katalanen endgültig Abstand genommen. Deutsche Vereine waren von Beginn an nicht Teil der Super-League-Pläne.

Dennoch kamen die Einigung und das Real-Statement zu diesem Zeitpunkt für viele Experten unerwartet. Für UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist die Vereinbarung am Vortag des UEFA-Kongresses in Brüssel ein Erfolg. In der belgischen Hauptstadt wurde am Rande der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees spekuliert, dass die Position von Real-Boss Pérez durch die Vereinbarung weiter geschwächt wird.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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