Fußball

Traumtor, Überzahl und FrustEntsetzter FC Augsburg verschenkt "total totes Spiel" noch

16.01.2026, 06:00 Uhr
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Manuel Baum ärgert sich maßlos über den späten Ausgleich. (Foto: IMAGO/kolbert-press)

Der FC Augsburg hat nach einem wunderbaren Distanzschuss von Alexis Claude-Maurice lange den Sieg gegen Union Berlin vor Augen. Doch die Gäste schlagen in Unterzahl noch zurück. Die Augsburger sind danach restlos bedient.

Als die erste Minute der Nachspielzeit angebrochen war, sah der FC Augsburg gegen Union Berlin wie der sichere Sieger aus. 1:0 in Führung durch ein Traumtor, den Vereinsrekord auf 413 Minuten ohne Gegentor im eigenen Stadion ausgebaut, ab der 89. Minute nach einem Platzverweis für Derrick Köhn auch noch in Überzahl – und trotzdem passierte, was nicht mehr passieren durfte: Die Eisernen glichen aus, "Joker" Marin Ljubicic (90.+1) traf.

"Wenn man sich die Spieler anschaut, könnte man sich in den Allerwertesten beißen. Das Spiel war schon total tot", sagte der mächtig frustrierte FCA-Coach Manuel Baum, "aber wir müssen halt auch früher das 2:0 machen." Bitter für die Augsburger: Statt mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze geht die Mannschaft von Trainer Baum nur mit einem Polster von drei Zählern in die Rückrunde, in der zunächst ein Heimspiel gegen den SC Freiburg und dann ein Auswärtsspiel beim FC Bayern ansteht.

"Es ist so ärgerlich, dass wir uns nicht belohnt haben", sagte Baum. Alexis Claude-Maurice hatte mit einem strammen Sonntagsschuss am Donnerstagabend aus rund 30 Metern (45.+6) die Führung erzielt. Der Franzose hätte auch erhöhen können, traf per Freistoß aber nur den Pfosten (58.), weitere Großchancen wurden vergeben. Und dennoch schien nichts mehr zu passieren, erst recht, nachdem Köhn Rot gesehen hatte für sein hohes Bein im Gesicht von Samuel Essende.

Eine Fehlerkette begünstigte den Ausgleich: "Wir verteidigen nicht optimal", befand Baum. "Wenn man sich dann die Entstehung anschaut, haben wir da was zu besprechen." Die Berliner lagen freilich nicht falsch, als sie nach dem Schlusspfiff behaupteten, dass das Endergebnis gerecht war. "Am Ende ist das Tor, das wir gemacht haben, verdient gewesen. Es zeigt, dass die Mannschaft Moral hat", sagte Unions Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt.

Quelle: ntv.de, tno/sid