Schwer verbrannt Mensch gerettetHeld von Crans-Montana erhält Profivertrag
Bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana rettet Tahirys Dos Santos schwer verletzt seine Freundin aus der Flammenhölle. Nun unterschreibt der junge Fußballer seinen ersten Profivertrag.
Bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana wurde Tahirys Dos Santos als Held gefeiert, als er schwer verletzt seine Freundin aus den Flammen rettete - jetzt möchte er sportlich auf sich aufmerksam machen. Der französische Nachwuchsfußballer hat seinen ersten Profivertrag erhalten. Wie der französische Erstligist FC Metz mitteilte, unterschrieb der 19-Jährige bis Juni 2027. Der Verteidiger erhielt seinen Vertrag demnach eine Woche, nachdem er erstmals seit der Brandkatastrophe mit der Reservemannschaft wieder auf dem Platz gestanden hatte.
Der Klub lobte den Spieler als einen "unermüdlichen und vorbildlichen Arbeiter, sowohl auf dem Spielfeld als auch außerhalb". Er verkörpere das Motto des lothringischen Vereins, "stahlharter Wille, granatrotes Herz", perfekt. Dos Santos spielt seit seinem 15. Lebensjahr für den FC Metz.
"Ganz besondere Bedeutung"
"Das ist das Ergebnis langjähriger Arbeit, vieler Opfer und großer Entschlossenheit, meinen Kindheitstraum zu verwirklichen", sagte der Spieler. "Dieser Moment hat nach den schwierigen Monaten, die ich im Krankenhaus durchgemacht habe, eine ganz besondere Bedeutung."
Der bei der Brandkatastrophe in der Schweiz schwer verletzte Fußballer war zunächst per Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Stuttgart gebracht und später in seine ostfranzösische Heimat verlegt worden. Spieler, Trainer und Mitarbeiter des FC Metz seien "zutiefst betroffen von dieser Nachricht und stehen Tahirys, der derzeit mit seinen Schmerzen kämpft, in Gedanken bei", hatte der Verein in einer ersten Reaktion geschrieben.
Als in der Silvesternacht plötzlich ein verheerender Brand in der Bar in Crans-Montana um sich griff, war Tahirys Dos Santos zurück in die Flammen gelaufen, um seine Freundin zu retten, die in dem Moment gerade in der Toilette war. Bei dem Brand kamen 41 Menschen ums Leben.
