Schweizer Heim-Party geht weiterKanadas Superstar-Duo nimmt an USA gnadenlos Rache für Olympia-Schmach

Im Finale der Olympischen Spielen versetzen die USA dem mächtigen Eishockey-Nachbarn Kanada einen Stich ins Herz. Bei der WM revanchieren sich die Ahornblätter nun mit einem klaren Sieg, der den Erzrivalen vom Turnier-Eis fegt.
Kanada hat gegen Erzrivale USA eine kleine Revanche gefeiert und den Titelverteidiger bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz im Viertelfinale überzeugend ausgeschaltet. Der Rekordchampion um die Superstars Sidney Crosby und Macklin Celebrini siegte in der Wiederauflage des Olympia-Finals von Mailand im Februar mit 4:0 (1:0, 1:0, 2:0).
Der 19 Jahre alte Celebrini (19.), Dylan Holloway (30.), Connor Brown (59.) und Crosby (59.) trafen für die Kanadier, die im Endspiel der Winterspiele vor 95 Tagen gegen das US-Team dramatisch mit 1:2 nach Verlängerung verloren hatten. In Fribourg stand in Matthew Tkachuk nur ein Goldmedaillengewinner für die USA auf dem Eis, während die Ahornblätter auf einige NHL-Topspieler wie Crosby und Celebrini zählen konnten.
Die US-Amerikaner verpassen damit die erfolgreiche Titelverteidigung. Der ersatzgeschwächte Weltmeister hatte bereits in der Vorrunde große Probleme und die Gruppe A knapp vor Deutschland auf Platz vier abgeschlossen, wodurch es bereits früh im Turnier zum Duell der Erzrivalen kam.
Im zweiten Viertelfinale setzte sich Finnland mit 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) gegen Tschechien durch. Sakari Manninen (8.), Anton Lundell (15.), Konsta Helenius (22.) und Lenni Hameenaho (56.) trafen für den Olympia-Dritten, Filip Hronek (31.) für den Weltmeister von 2024. Die Finnen kämpfen damit gegen Kanada um den Einzug ins Endspiel.
Schweizer Heim-Party geht weiter - mit Federer
Gastgeber Schweiz träumt derweil weiter vom großen Triumph zu Hause: Die Eidgenossen rangen im Viertelfinale ihren Angstgegner Schweden mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) nieder. Linus Karlsson (7.) brachte die Schweden in Führung. Nachdem ein Powerplay-Treffer der "Tre Kronor" nach Videobeweis aberkannt worden war, glich NHL-Star Roman Josi (14.) aus. Denis Malgin (33.) und Calvin Thürkauf (37.) schossen die Schweizer, die vor der Partie von Tennis-Ikone Roger Federer in der Kabine eingeheizt worden waren, zum Sieg und zum Ende der Negativserie von acht WM-Pleiten nacheinander gegen Schweden.
Norwegen schreibt indes weiter ein Eishockey-Märchen: Der Außenseiter bezwang Lettland mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) und erreichte zum ersten Mal ein WM-Halbfinale. Tinus Koblar (28.) und Noah Steen (60.) erzielten die Treffer für die Skandinavier, die die Gruppe B sensationell auf Platz zwei beendet hatten. Der Straubinger DEL-Torhüter Henrik Haukeland war in 34 Versuchen nicht zu bezwingen. Im Halbfinale muss Norwegen nun gegen die Schweiz ran.