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Alina Dalaslan peilt Titel anDeutschlands MMA-Prinzessin will neuen Maßstab setzen

29.01.2026, 17:20 Uhr
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Alina Dalaslan strotzt vor Selbstbewusstsein - und hat große Ziele. (Foto: Oktagon MMA)

Vier Kämpfe in knapp zehn Monaten absolviert Alina Dalaslan im Oktagon-Käfig. Die MMA-Kämpferin legt ein irres Pensum hin und schreibt eine echte Erfolgsgeschichte. Nun soll das nächste Kapitel folgen.

Alina Dalaslan ist Hochadel, was Mixed Martial Arts in Deutschland angeht. Innerhalb eines Jahres hat sich die 26-Jährige zur populärsten Kämpferin entwickelt. Spitzname: MMA-Prinzessin mit der eisernen Faust. Für das neue Jahr hat sich die Stuttgarterin bei Oktagon viel vorgenommen - und denkt nicht daran, bereits in die Eliteliga UFC zu wechseln.

"Es war einfach ein krasses Jahr und ich habe so, so viel erlebt, wie andere Leute gefühlt in zehn Jahren", blickt Dalaslan im Interview mit ntv und RTL zurück. Vier Kämpfe in knapp zehn Monaten absolvierte sie in ihrem ersten Jahr als Profi, gewann alle souverän. Es folgten Auftritte bei "Stern TV", Interviews in allen großen Tageszeitungen und Magazinen. Dalaslan stand plötzlich auf dem roten Teppich. Bei Filmpremieren schüttelte sie Hollywood-Stars wie Dwanye "The Rock" Johnson oder Emily Blunt die Hand, posierte für Fotos. Den Medienrummel meisterte sie ebenso souverän wie ihre Duelle im Käfig. Ein irres Pensum.

Oktagon 83 aus Stuttgart...

In ihrer Heimatstadt Stuttgart peilt sie nun den fünften Sieg an (31. Januar, 17.30 Uhr auf RTL+). "Die Halle ist mir sehr vertraut, denn ich habe da schon mal gekämpft und jahrelang gearbeitet. Also im Nebenjob als Security." Mittlerweile hat Dalaslan ihre Stelle als Buchhalterin aufgegeben, Sponsoren ermöglichen ihr ein Leben als Vollzeitprofi. Und unter diesen Bedingungen sollen auch neue Maßstäbe gesetzt werden. "Ich habe die Messlatte selber ziemlich hoch gesetzt", sagt Dalaslan. "Die will ich natürlich halten. Und ich wäre nicht Alina, wenn ich sie nicht auch sprengen würde."

Dafür muss die Stuttgarterin aber erst an Karolina Sobek vorbei. Die Polin ist neu bei Oktagon, stellt aber eine noch nicht dagewesene Herausforderung für die Deutsche dar: "Der Unterschied ist, dass meine ersten vier Gegnerinnen Striking-lastig waren. Karolina wird viel früher versuchen, mich zu Boden zu bringen, und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch besser darin sein, weil sie eine reine Bodenkämpferin ist." Der Bodenkampf sei aber immer Teil ihres Trainings gewesen, sagt die 25-Jährige. Einen harten Kampf erwartet sie trotz guter Vorbereitung: "Meine Gegnerinnen präsentieren sich im Kampf gegen mich noch mal viel stärker als in den Kämpfen davor." Der deutschen MMA-Prinzessin die erste Niederlage ihrer Karriere zuzufügen, sei eben eine besondere Motivation.

Sollte es mit einem Sieg gegen Sobek klappen, dann könnte bald auch die Oktagon-Krone folgen und aus der Prinzessin eine Königin werden. "Wenn mir jemand einen Titelkampf anbietet, würde ich auf jeden Fall nicht Nein sagen", sagt sie mit einem Lächeln. "Wenn ich diesen Kampf gewinne, bin ich dem Titel ein ganzes Stück näher gekommen. Ob es dann wirklich schon der nächste Kampf wird, weiß ich nicht. Aber ich würde mal sagen, spätestens der übernächste Kampf."

In den Augen vieler Fans ist Dalaslan auch schon bereit für die ganz große Bühne. Die UFC steht aber noch nicht auf dem Plan, sagt die Stuttgarterin. "Wir haben bewusst entschieden, bei Oktagon zu bleiben, weil ich meine Erfahrung sammeln möchte. Ich meine: Ich bin immer noch in meinem ersten Profijahr. Ich mache MMA noch nicht mal seit drei Jahren. Mit Sicherheit würde ich ein paar Frauen in der UFC besiegen können, aber ich selbst fühle mich einfach noch nicht bereit dazu", sagt Dalaslan. "Ich fühle mich bei Oktagon gut aufgehoben. Wenn es irgendwann so weit ist, natürlich gerne, aber ich denke, da habe ich noch genügend Zeit."

Quelle: ntv.de, mba

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