Oktagon 85 im LiveblogKölner "Pistolero" gewinnt Striking-Spektakel ganz knapp

Nach zwei Niederlagen in Serie will MMA-Star Eckerlin zurück auf die Siegerstraße. Der Frankfurter trifft bei Oktagon 85 in Hamburg auf den Tschechen Kohout. Neben dem "King of GerMMAny" steigen auch mehrere Top-Talente in den Käfig. Zudem wird der Titel im Bantamgewicht ausgefochten.
Nach zwei Niederlagen in Serie will MMA-Star Christian Eckerlin zurück auf die Siegerstraße. Der Frankfurter trifft bei Oktagon 85 in Hamburg auf den Tschechen Matous Kohout. Neben dem "King of GerMMAny" steigen auch die Top-Talente Raul Lemberanskyj, Tyrone Pfeifer und Shawn Da Silva in den Käfig. Zudem wird der Titel im Bantamgewicht ausgefochten. Das Event können Sie live auf RTL+ verfolgen, die beiden Hauptkämpfe zeigt RTL ab 22.45 Uhr im Free-TV.
Den Auftakt in der Hansestadt machte Michael Obodozie gegen Sebastian Horvarth. Die beiden Weltergewichte verloren keine Zeit und gingen in die Offensive. Deckung spielte nur eine untergeordnete Rolle. Mit einem harten Tritt zum Bein schickte Obodozie seinen tschechischen Gegner gleich nach wenigen Sekunden zu Boden, der Deutsche setzte aber nicht richtig nach.
Fast im Gegenzug kassierte Obodozie einen harten Schwinger und ging zu Boden. Nach kurzem Gerangel um die Position am Boden rappelte sich Obodozie wieder auf. Er landete dann auch den entscheidenden rechten Haken. Horvath ging zu Boden, der Kampf war beendet.
Bei den Fliegengewichten waren dann Shawn Da Silva aus Balingen und der Brasilianer Matheus Severino an der Reihe. Es entwickelte sich ein rasantes Duell auf technisch hohem Niveau. Severino hatte zu Beginn die besseren Schlagkombinationen und blieb mit dem Highkick stets gefährlich. Der ging zwar regelmäßig in die Deckung des Deutschen, doch schien ihn ein bisschen aus dem Konzept zu bringen. Denn Da Silva agierte ungewohnt zurückhaltend und fintierte zu wenig.
So konnte sich der Brasilianer die ersten beiden Runden gegen Da Silva, in dem er zum Schluss noch einen wichtigen Takedown einbaute. Der Balinger drehte in Runde drei nochmal auf und hatte gute Treffer zu verbuchen, allerdings reichte das auf den Punktzetteln nicht mehr für den Sieg.
Ebenfalls im Fliegengewicht traten Mohammed 'No Mercy' Walid aus Dortmund und Abdullah Sultani aus Hamburg gegeneinander an. Walid hatte gleich zu Beginn einen schweren Stand, da der ringerisch-beschlagene Sultani den Kampf über weite Strecken dominierte. Der Dortmunder hatte zwar vereinzelt ordentliche Treffer auf seiner Seite, doch sein Gegner spielte seinen Vorteil im Bodenkampf geschickt aus.
Pfeifer stoppt den "German Slayer"
Tyrone Pfeifer aus Mainz nahm es mit Veteran Marek Bartl auf. Der Oktagon-Debütant hatte in der ersten Runde einen schweren Stand. In der Abtastphase hatte der Tscheche die besseren Treffer, wenn auch wenige. Auch in den Ringersequenzen war Bartl, Spitzname "The German Slayer", weil er bereits viele deutsche Kontrahenten geschlagen hatten, überlegen. In Runde zwei drehte Pfeifer den Spieß um. Die besseren Schlagkombinationen und Kicks zum Körper hinterließen Wirkung. Bartl wurde langsamer und konnte kaum noch Aktionen bringen.
In der dritten Runde schaltete der Mainzer nochmal einen Gang höher. Pfeifer rang seinen Gegner schnell zu Boden und zeigte sein Ringen. Er landete dann in der Oberlage und arbeitete mit Ellbogenstößen. Von Bartl kam nur noch wenig, der Ringrichter schritt ein und beendete den Kampf.
Bei den Federgewichten Deniz Ilbay und Adrian Hamerski wusste man im Vorfeld, dass ein Striking-Spektakel ansteht. Und der Kölner "Pistolero" und das polnische Talent enttäuschten nicht - im Gegenteil. Sowohl Ilbay als auch Hamerski hatten exzellente Box- und Kickboxpassagen. Hamerski setzte dem Deutschen mit Ellbogenstößen heftig zu, Ilbay hatte in der kurzen Distanz seine besten Momente.
In der zweiten Runde drehte Ilbay dann auf. Mit guten Kombinationen konnte er Hamerskis Rhythmus brechen. Für jeden Schlag, den der Kölner einsteckte, teilte er zwei aus. In der dritten Runde hatte er dann mit mehreren Takedowns Erfolg und konnte am Boden harte Treffer landen. Nach drei harten Runden entschieden die Punktrichter: Knapper Sieg für Deniuz Ilbay.
Es folgt der Kampf zwischen Raul Lemberanskij und Ali Gündüz...