Olympia

Pferd wird eingeschläfert Drama überschattet Olympia-Reiten

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Jet Set von Robin Godel muss eingeschläfert werden.

(Foto: REUTERS)

Die Olympischen Spiele werden vom Tod eines Pferdes überschattet. Beim Geländeritt der Vielseitigkeitsreiter verletzt sich Pferd Jet Set des Schweizer Reiters Robin Godel. Die Diagnose ist niederschmetternd, es muss in der Klinik eingeschläfert werden.

Der olympische Reitsport in Tokio steht nach einem Drama beim Geländeritt unter Schock. Nach einer Verletzung musste der Wallach Jet Set des Schweizer Reiters Robin Godel eingeschläfert werden. Der Schweizer Vielseitigkeitsreiter war im Geländeritt unterwegs, als sich der 14-jährige Jet Set an einem Wasserhindernis am Bein verletzte. Der Wallach war beim Herausreiten aus dem Wasser nach dem fünftletzten Sprung nicht mehr auf drei Beinen aufgetreten, vorn rechts wollte er nicht mehr belasten.

Das Pferd wurde sofort in die Tierklinik gebracht, musste auf dem Weg in den Anhänger dafür von Helfern gestützt werden. Bei einer Ultraschalluntersuchung wurde ein Bänderriss direkt über dem Huf festgestellt, teilten der Schweizer Verband für Pferdesport und das Organisationskomitee von Tokio mit. Die Verletzung sei irreparabel, das Tier leide an Schmerzen, weswegen sich der Reiter und der Besitzer dazu entschlossen, den Wallach zu erlösen. "Die Verletzung des Pferdes ist weder auf ein Verschulden des Reiters noch auf Mängel im Gelände des Seaforest Cross Country Courses zurückzuführen", teilte der Schweizer Verband mit.

Chancen auf eine Medaille hatte Godel bei diesen Olympischen Spielen nicht. Nach dem Auftakt in der Dressur war der Schweizer nur 47. von 62 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Schweizer Team wird laut Verband trotz des Dramas beim abschließenden Springen am morgigen Montag antreten. Ersatzreiterin Eveline Bodenmüller mit Violine de la Brasserie wird zum Einsatz kommen.

Das erste gemeinsame Turnier von Godel und Jet Set war im Februar 2020. Bis 2018 war der Wallach mit dem Neuseeländer Andrew Nicholson unterwegs. Godel und Jet Set waren in diesem Jahr beim Turnier in Luhmühlen 14. geworden.

Das Vielseitigkeitsreiten wird immer wieder von Todesfällen überschattet. Die Geländeritte gelten als riskant, Pferde können an den anspruchsvollen Hindernissen zu Sturz kommen. Nicht selten werden dabei dann auch die Reiter verletzt.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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