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Zweiter Dopingfall perfekt Wie entscheidet das IOC im Fall Russland?

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Sie gibt es zu: Nadeschda Sergejewa.

(Foto: dpa)

Die russische Bobpilotin Nadeschda Sergejewa räumt ein, dass sie gedopt hat - sie muss die Olympischen Winterspiele in Südkorea verlassen. Das IOC steht vor der schwierigen Frage: Soll es die Russen wieder aufnehmen? Die Entscheidung zieht sich.

Der zweite russische Dopingfall während der Olympischen Winterspiele ist bestätigt - und kommt für die stolze Sportnation zur Unzeit. Unmittelbar vor der Exekutivsitzung des Internationalen Olympischen Komitees, auf der über ein Ende des Russland-Banns debattiert wird, sorgte die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes für Klarheit. Demnach hat Bobpilotin Nadeschda Sergejewa einen Dopingverstoß eingeräumt. Die Athletin ist von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang disqualifiziert worden.

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Seine Medaille ist weg: Alexander Kruschelnizki.

(Foto: dpa)

In ihrer A-Probe war die verbotene Substanz Trimetazidin gefunden worden. Der zwölfte Platz von Sergejewa im Zweierbob wurde annulliert. Sie muss ihre Akkreditierung zurückgeben und das olympische Dorf verlassen. Für den Zeitraum der Winterspiele ist sie suspendiert, anschließend wird der Fall zwischen dem Bob-Weltverband IBSF und der Athletin vor dem Cas weiterverhandelt. Zuvor hatte der russische Curler Alexander Kruschelnizki seine Bronzemedaille aus dem Mixed-Wettbewerb zurückgeben müssen. Nach dem Doping-Skandal von Sotschi 2014 ist in Pyeongchang nur das Team Olympischer Athleten aus Russland unter neutraler Flagge am Start.

"Der Fall wird sorgfältig untersucht, Mitarbeiter der Welt-Anti-Doping-Agentur stehen in engem Kontakt mit unseren Medizinern", sagte Sergej Schurkin, der Bob-Trainer der Russinen, laut Nachrichtenagentur Tass. "Alle versuchen herauszubekommen, was zu der Regelverletzung geführt hat. Bei Nadeschda wurden hier zwei Dopingtests durchgeführt: Am 13. Februar war alles normal, aber am 18. wurde eine kleine Menge der verbotenen Substanz entdeckt. Es ist sehr seltsam, alle sind schockiert."

Und nun beraten sie

Die Entscheidung darüber, ob die russischen Olympia-Athleten mit ihrer Fahne am Sonntag ab zwölf Uhr unserer Zeit zur Schlussfeier der Winterspiele einlaufen dürfen, zieht sich hin. "Wahrscheinlich fällt die Entscheidung nicht heute", sagte Mark Adams, der Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees, am Samstag. Derzeit berät das IOC-Exekutivkomitee im Internationalen Sendezentrum in Pyeongchang über die Ergebnisse einer Kommission unter Vorsitz von Nicole Hoevertsz von den Niederländische Antillen.

Die Hoevertsz-Kommission untersucht während der Spiele, ob die russischen Athleten "die Buchstaben und den Geist" eines Verhaltenskodex befolgen, den das IOC ihnen im Zuge des Manipulationsskandals der Winterspiele 2014 in Sotschi auferlegt hat. Am Sonntag um ein Uhr tritt die IOC-Session zusammen. Grundsätzlich liegt die Entscheidung über die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland bei der Exekutive, wahrscheinlich holt diese sich aber noch die Rückendeckung der Session.

Der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach hat seine Abschluss-Pressekonferenz am Sonntag von vier auf sechs Uhr unser Zeit verschoben. Auch das ist ein Hinweis darauf, dass sich der Entscheidungsprozess hinzieht und unter den IOC-Mitgliedern viel Rede- und Abstimmungsbedarf besteht.

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Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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