Technik

Frisch gebrüht direkt ans Bett Der Barisieur ist ein genialer Kaffee-Wecker

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Kaffee-Wecker im Chemiebaukasten-Look: der Barisieur.

(Foto: jwa)

Der Barisieur macht nicht nur Morgenmuffeln das Aufstehen leicht: Er kocht Kaffee auf Kommando und hält zum Weckerklingeln eine frisch aufgebrühte Tasse bereit. Aber dieser Luxus ist nicht ganz günstig.

Es gibt technische Geräte, die braucht eigentlich niemand so richtig und doch sind sie so speziell, dass man sie einfach gern haben muss und dafür vielleicht auch ein paar Scheine auf den Tisch legt. So ein Gadget ist der Barisieur: Ein Wecker, der aussieht wie aus dem Chemiebaukasten des Sprösslings und der seine Besitzer mit einer Tasse frisch aufgebrühtem Kaffee oder Tee weckt.

Perfektes Timing

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Wenn das Wasser kocht, steigt es auf und läuft durch das Kaffeepulver in die Tasse.

(Foto: jwa)

Seine Funktionsweise ist so einfach wie genial. Zum vereinbarten Zeitpunkt erhitzt der Barisieur das zuvor eingefüllte Wasser. Wenn es kocht, steigt es durch ein Glasrohr nach oben und läuft durch das Kaffeepulver (oder den losen Tee) im feinmaschigen Metallfiltersieb in die Glastasse, die darunter bereitsteht und auf das frische Gebräu wartet. Das dauert insgesamt ziemlich genau fünf Minuten und weil man den Wecker so einstellen kann, dass er fünf Minuten vor dem Alarm seinen Dienst antritt, bekommt man pünktlich mit dem ungeliebten Piepen einen frischen Kaffee serviert.

Damit sind die wichtigsten Funktionen schon erklärt. Ein paar Extras gibt es aber noch: Der Brühzeitpunkt kann in Fünf-Minuten-Schritten verstellt werden, auf Wunsch wartet der Barisieur also noch ein bisschen, bis man sich auch wirklich aus dem Bett bequemt hat. Und natürlich kann er auch ohne Wecker Kaffee kochen, dafür drückt man einfach einen Knopf und schon legt er los.

Im Gehäuse gibt es eine unscheinbare Schublade, hier kann man gemahlenen Kaffee oder Tee in einer Dose und den mitgelieferten Kaffeelöffel zum Portionieren verstauen. Einen Extrabehälter aus Glas gibt es auch noch, der ist dafür da, einen Schluck Milch über Nacht zu kühlen. Clever: Der Barisieur erkennt, ob Milch drin ist oder nicht und wirft nur dann seine Kühlung an, wenn es sein muss. Dann summt er leise vor sich hin. Die Kühlung hat nur einen Nachteil: Die Milch ist zwar morgens frisch, aber niemand kippt gerne kühlschrankkalte Milch in seinen heißen Kaffee.  

Ein teurer Spaß

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Eine Schublade für Kaffeepulver oder losen Tee hat der Barisieur auch.

(Foto: jwa)

Das ist aber fast der einzige Kritikpunkt, denn ansonsten funktioniert der Barisieur genau so, wie er soll. Nach einem kurzen Blick in die Bedienungsanleitung kann man ihn sicher und intuitiv bedienen. Kleiner Nachteil: Der Wasserbehälter lässt sich mit seiner schmalen Öffnung nur schwer reinigen, wenn sich etwa Kalk abgesetzt hat. Das Glasrohr bekommt man am besten mit einem Pfeifenreiniger wieder sauber.

Man kann die Glasteile in die Spülmaschine stellen und Einzelteile kann man nachordern. Ein Reinigungsset im Lieferumfang wäre aber ein willkommenes Extra und nicht zu viel verlangt. Denn wie viele eigentlich unnötige, aber irgendwie auch starke Gadgets hat auch der Barisieur einen stolzen Preis: Er kostet beim Hersteller 345 britische Pfund, im deutschen Online-Handel ist er für 399 Euro gelistet. Ein teurer Spaß also, weshalb man den Barisieur auch wohl eher in Unternehmen und Hotels findet als bei Freunden in der Küche oder im Schlafzimmer. Aber wer ihn sich ins Haus holt, bekommt die erstaunten Blicke seiner Gäste gratis dazu.  

Quelle: n-tv.de

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