Technik

Kurz und knackig Die Technik-Tipps der Woche

In den Technik-Tipps der Woche stellt ntv.de kurz und knackig Produkte vor, die es ausprobiert und für gut befunden hat. Diesmal gibt's Pixel-Kunst, die sich im Rahmen hält, einen Flachmann, der was von Ladung versteht und ein schickes 150-Euro-Smartphone, das Android 10 bekommt.

Anker PowerPort Atom III Slim

Vor allem auf beruflichen oder privaten Reisen nervt es, dass man für Notebook, Smartphone, Kopfhörer et cetera immer mindestens zwei Ladegeräte dabei haben muss. Aber auch zu Hause oder im Büro kann das ganz schön lästig sein, beispielsweise wenn nur eine freie Steckdose zur Verfügung steht. Die Lösung ist ein Netzteil für alle Geräte, das im Gepäck oder auf dem Tisch auch noch möglichst wenig Platz wegnimmt. Brandneu ist das PowerPort Atom III Slim (40 Euro) vom chinesischen Zubehör-Spezialisten Anker.

PowerPort.jpg

Das Ladegerät nimmt auf dem Schreibtisch kaum Platz weg.

(Foto: Anker)

Das Gerät ist mit gerade mal 9 x 8,7 x 2 Zentimeter äußerst kompakt und vor allem auch sehr flach. Außerdem ist es mit rund 140 Gramm ziemlich leicht. Das PowerPort hat einen USB-C-Ausgang, der Notebooks, Tablets oder auch Smartphones mit bis zu 45 Watt und 2,4 Ampere Ladestrom füllt. Außerdem gibt's drei USB-A-Ports, die sich weitere 20 Watt Leistung teilen, ebenfalls bei bis zu 2,4 Ampere. Das mitgelieferte Stromkabel ist 150 Zentimeter lang. Vier Gumminoppen sorgen für einen sicheren Stand auf glatten Flächen, außerdem liefert Anker einen Klebestreifen zur Fixierung mit.

Es wird nicht heiß

Die USB-C-Buchse ist vor allem für Notebooks gedacht, man kann daran aber natürlich auch andere Geräte aufladen. Kompatible Smartphones oder Tablets werden via USB-C sehr schnell gefüllt, ein iPad Pro (12,9 Zoll) beispielsweise soll laut Hersteller in rund zwei Stunden vollgetankt sein.

ANZEIGE
Anker PowerPort Atom III Slim USB-C Ladegerät, 65W 4-Port PIQ 3.0 & GaN Netzteil mit 45W USB-C Eingang, für MacBook, USB C Laptops, iPad Pro, iPhone, Galaxy, Pixel und mehr
45,99 €
*Datenschutz

Im Test lud das PowerPort Atom III Slim zügig gleichzeitig ein 13-Zoll-MacBook Pro (2018), ein iPhone 11 Pro Max, ein iPad (2019) und ein Google Pixel 4 XL auf. Das können zwar auch andere Ladegeräte mit mehreren Ports und genügend Kraft. Das Anker-Netzteil erwärmt sich dabei aber nur sehr leicht und erzeugt keine Geräusche, was einen großen Unterschied zu Billig-Geräten macht.

Divoom Pixoo Pixel Art

Während bei Displays oder Computergrafiken normalerweise gilt, je höher die Auflösung desto besser, gehen Anhänger der Pixel-Art ganz andere Wege. Bei Wikipedia heißt es, es handele sich dabei um "eine Stilrichtung in der Computerkunst, die Rastergrafiken verwendet und dabei das beschränkte Auflösungsvermögen von Bildschirmen als Stilmittel bewusst herausstellt." Wer sich so ein Kunststück an die Wand hängen oder auf den Tisch stellen möchte, kann sich den LED-Bilderrahmen Divoom Pixoo Pixel Art (50 Euro) ins Haus holen.

7-1-scaled.jpg

Wer Pixel-Art mag, hat am Divoom Pixoo viel Freude.

(Foto: Divoom)

Im Prinzip handelt es sich dabei um einen 20 x 20 Zentimeter großen Bildschirm, der eine Auflösung von 16 x 16 LED-Pixeln hat. Im breiten Kunststoffrahmen befinden sich auf der Vorderseite oben ein Lautsprecher und unten eine Taste, um zwischen verschiedenen Grafiken zu wechseln. Außerdem gibt's auf der rechten Oberseite einen Ein-/Ausschalter. Hinten findet man einen Micro-USB-Anschluss, einen Standfuß sowie eine Aussparung, um das Gerät mit einer Schraube an der Wand zu befestigen. Die Inbetriebnahme geht ruckzuck. Man installiert eine App und verbindet den Divoom Pixel Art via Bluetooth mit dem Smartphone.

Etwas wirr aber vielseitig

Die Anwendung ist erstmal ziemlich unübersichtlich und nicht gerade selbsterklärend. Mit etwas Ausprobieren hat man aber nach einer Weile raus, was mit insgesamt 256 Pixeln alles möglich ist. Zunächst kann man über die App eine Vielzahl von vorgefertigten Mustern oder Animationen auf dem Bildschirm anzeigen lassen. Die Zahl wächst ständig, da Nutzer eigene Werke der Community zur Verfügung stellen können. Dafür findet man in der App einen umfangreichen Editor mit vielen, wirklich sehr vielen Möglichkeiten.

ANZEIGE
Divoom Pixoo Pixel Art Digitaler Rahmen, Programmierbares 16*16 RGB LED Panel, Smart Clock mit Social Media Benachrichtigung, 7.18 Zoll Home Dekor Kalender Uhr für iOS & Android (Schwarz)
44,90 €
49,90 €
*Datenschutz

Man kann Grafiken mit der Uhrzeit, Weckern oder einer Stoppuhr kombinieren. Es gibt ein paar einfache Spiele, das Wetter sowie einen Terminkalender. Außerdem kann man Benachrichtigungen oder die Wetteraussichten anzeigen lassen und bei Wettkämpfen den Bilderrahmen als Anzeigetafel nutzen.

Auch wenn die App etwas chaotisch ist und man Geduld benötigt, bis man alle Funktionen beherrscht, ist der Divoom Pixoo Pixel Art ein vielseitiger Blickfang. Für die Wand ist er allerdings nur bedingt geeignet, da man den Akku ohne Stromverbindung mindestens alle 24 Stunden aufladen muss.

Nokia 4.2

Nokia-4-1.jpg

Dem Nokia 4.2 sieht man seinen günstigen Preis nicht an.

(Foto: HMD)

Es ist gar nicht so einfach, ein kompaktes und günstiges Einsteiger-Smartphone zu finden, das technisch keine Enttäuschung ist. Das Nokia 4.2 ist so ein Gerät. Es kostet aktuell nicht mehr als 150 Euro, hat ein 5,7 Zoll kleines Display und hinterlässt fast den Eindruck, ein deutlich teureres Mittelklasse-Gerät zu sein. Außerdem hat es einen großen Vorteil: Es ist ein Android-One-Smartphone.

Um zu sehen, ob Hersteller HMD auch bei seinem Einsteiger-Gerät das Versprechen von schnellen Updates einhält, hat ntv.de die Entwicklung über ein halbes Jahr hinweg beobachtet. Tatsächlich haben die Finnen Googles monatliche Sicherheitsupdates regelmäßig aufgespielt, sogar der Januar-Patch ist schon drauf. Android 10 hat das Nokia 4.2 noch nicht bekommen, HMD hat es aber für dieses Quartal angekündigt. Die Update-Garantie läuft noch bis Mai 2021, das Gerät sollte also auch noch Android 11 erhalten. Und Sicherheitspatches gibt's sogar noch bis mindestens Mai 2023.

Auch technisch hat das Gerät für 150 Euro einiges zu bieten. So ist die Verarbeitung hochwertig, die Rückseite besteht aus Glas und nicht aus Plastik und das Display macht trotz einer relativ geringen Auflösung einen guten Eindruck. Mit einem Qualcomm Snapdragon 439 und 3 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher lässt sich das Gerät im nicht allzu anspruchsvollen Alltag flüssig bedienen und der 3000 Milliamperestunden fassende Akku bringt das genügsame Nokia 4.2 locker über den Tag. Da verzeiht man auch den überholten Micro-USB-Anschluss.

Akzeptable Kamera

ANZEIGE
Nokia 4.2 (2019) Dual-SIM 32GB schwarz mit Android One
132,99 €
*Datenschutz

Von den Kameras darf man sich bei so günstigen Geräten normalerweise nicht viel erwarten. So gesehen kann man mit den Fotos und Videos der Doppel-Kamera auf der Rückseite durchaus zufrieden sein. So lange genug Licht da ist, liefert die Knipse sehr akzeptable Resultate. Auch die Frontkamera ist ganz in Ordnung.

Gespart hat HMD außerdem beim internen Speicher, der nur 32 GB groß ist, wobei das Betriebssystem rund 10 GB einnimmt. Das genügt aber, wenn man nicht sehr viele Apps installieren möchte, und für Fotos und Videos kann man eine MicroSD-Karte einstecken. Die zusätzliche Taste für den Google Assistant ist überflüssig.

Alles in allem bietet das Nokia 4.2 ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Seine größten Vorteile sind die garantierten Updates, ein schickes Design und für diese Preisklasse eine gute Kamera-Ausstattung.

Quelle: ntv.de