Technik

Das gefällt uns nicht Facebook versinkt in Spam

Sicherheitsexperten machen die größte Spamwelle aus, die bisher über Facebook gerollt ist. Wieder mal sind achtlose Nutzer, die jeden Link blind anklicken, das Problem. Möglicherweise erleichtert auch eine Facebook-Änderung den Spammern die Arbeit.

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(Foto: Wikipedia/Facebook)

Irische Experten des Sicherheitsanbieters ESET haben in den vergangenen Tagen mehr als fünf unterschiedliche Facebook-Spams registriert. Dies sei die größte Spam-Welle, die Facebook bisher überschwemmt hat, schreiben sie.

Die Spam-Nachrichten sind mehr oder weniger unverdächtig als interessante Statusupdates von Freunden verpackt. Stars und schlüpfrige Andeutungen dienen dabei als Lockmittel. Ein Spam-Post lautet beispielsweise "Sick! I lost all my respect for Miley Cyrus when I watched this video". Ein anderer Spam verleitet, die "hottest girls" auf Facebook anzuschauen. Auf deutschen Facebook-Pinnwänden wird derzeit auch wieder von Gratis-iPads geschwärmt, für die man nur dem Link folgen muss.

Wer das tut, landet häufig auf verseuchten Webseiten, auf denen Trojaner lauern. Zum Glück bleibt es aber in den meisten Fällen bei Spam. Auf "findisuper.com/webcam-sexy-spielchen"stand zwar scheinbar ein Video, doch wer es starten wollte, platzierte auf seiner Facebook-Pinnwand ein sehr auffallendes Update. Die Seite bekam dadurch jede Menge Besuche und ihr Betreiber kassierte dank eingebundener Werbung viel Geld.

Ein Klick genügt

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Warum klicken so viele Facebook-Nutzer auf solche Links?

(Foto: ESET)

André Vatter vom Blog "Avatter" vermutet als Grund der aktuellen Spam-Welle eine kleine, aber folgenschwere Änderung, die Facebook vorgenommen hat: Wer jetzt irgendwo auf "Gefällt mir" klickt, generiert nicht mehr nur einen kleinen Hinweis unter "Neueste Aktivitäten". Jetzt knallt Facebook ein komplettes Status-Update samt Teaser-Bild auf die Pinnwand. Während Facebook damit einen schnellen Echtzeit-Link-Index aufbauen wolle, machten sich auch Spammer die neue Ein-Klick-Funktion zunutze, schreibt Vatter.

Das soziale Netzwerk wird die Änderung kaum zurücknehmen, schließlich will es mit dem Index Google weiter Klicks wegnehmen. Facebook-Nutzer können sich und ihre Freunde aber ganz leicht schützen. Sie dürfen einfach nicht jeden Link anklicken.

Quelle: n-tv.de, kwe

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