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Comedyhit beim Videospielriesen Fußball-Trainer "Ted Lasso" wird Teil von "FIFA 23"

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Flimmert bald über die Konsolen: Jason Sudeikis als Ted Lasso.

(Foto: picture alliance/dpa/Invision/AP)

Von Fußball hat die namensgebende Comedyfigur der Serie "Ted Lasso" eigentlich wenig Ahnung, aber genau das zeichnet den Erfolg der Show aus. Künftig werden Teile der Serie auch im Videospiel "FIFA 23" zu sehen sein.

Der fiktive Fußball-Trainer "Ted Lasso" aus der gleichnamigen Comedyserie wird künftig als Spielfigur in dem wichtigsten Fußball-Game "FIFA" auftauchen. Die Figur der erfolgreichen Show bei Apple TV+ werde in "FIFA 23" spielbar sein, teilte der Game-Publisher Electronic Arts mit. Die Serie erzählt ironisch die Geschichte eines US-Football-Trainers, der in England einen erfolglosen Fußballverein umkrempelt. Die Figur wird von Jason Sudeikis dargestellt.

"Ted Lasso" gewann vor einer Woche zum zweiten Mal in Folge den "Emmy" für die beste Comedy-Show. Insgesamt hat die Serie bereits elf Emmys erhalten. Damit ist die Serie ein Vorzeigeerfolg für Apple beim Versuch, einen eigenen Video-Streamingdienst aufzubauen und mit Anbietern wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ zu konkurrieren.

In der neusten Version des langjährigen Fußball-Videospiels "FIFA", die am 30. September veröffentlicht wird, können die Gamer damit auch mit dem Verein AFC Richmond spielen. Diese fiktive Mannschaft wird von Ted Lasso in der Serie gemanagt. In dem Game für Computer und Spielekonsolen taucht dann auch das Nelson Road Stadium des AFC Redmond auf. Auch andere Charaktere aus der Serie werden im Spiel vorkommen, darunter Roy Kent, ein Fußballer mit einem großen Mundwerk, gespielt von Brett Goldstein. "Es ist so verdammt cool, in 'FIFA' mitzuspielen", sagte Goldstein in einem Statement.

Streit um mögliche Werbepartner

Den Titel "FIFA" wird die Reihe allerdings zum letzten Mal tragen. Im Mai hatte Electronic Arts die Partnerschaft mit dem Fußballweltverband aufgekündigt. Ab dem Sommer 2023 wird das Spiel als "EA Sports FC" vermarktet. Wie der Entwickler mitteilte, sollen Fans der Serie auch nach Ende der Partnerschaft mit der FIFA nicht auf die elementaren Bestandteile des Spiels verzichten müssen. Ultimate Team, der Karrieremodus, Pro Clubs und VOLTA Football werden weiterhin Teil des Spiels sein. Auch die Lizenzen mit mehr als 19.000 Spielern, über 700 Mannschaften, über 100 Stadien und 30 Ligen werde es weiterhin geben. Dazu kämen exklusive Partnerschaften mit der Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A und MLS.

Als Grund für die Trennung sagte der Vizepräsident der Marke, David Jackson, dem "Spiegel", dass Geld nicht die entscheidende Rolle gewesen sei. "Ich denke, dass es für keine der beiden Seiten der entscheidende Faktor war." "Es ist wichtig, dass wir die Freiheit haben, möglichst beeindruckende Erlebnisse zu erschaffen", sagte der Manager. Als Lizenzpartner der FIFA sei das bisher "nicht zwangsläufig möglich" gewesen.

Ausgebremst sieht sich EA Sports demnach dadurch, dass es aufgrund des Namens-Deals nicht unabhängig vom Verband entscheiden kann, mit welchen Drittfirmen es für und rund um sein Fußball-Videospiel kooperiert. "Wollen wir etwa mit einem ganz bestimmten Sportartikel-Hersteller eine Partnerschaft eingehen, müssen wir mit demjenigen zusammenarbeiten, den die FIFA bevorzugt", sagte Jackson. "Wir wollen sicherstellen, dass wir viel, viel mehr Marken und Partner einbinden." Das Ende des Deals mit der FIFA sei "eine Entscheidung, die EA Sports im Laufe mehrerer Jahre getroffen hat", sagte Jackson. Es gebe kein Zurück mehr, das Bekanntmachen des neuen Namens sei keine Verhandlungstaktik.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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