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Dateien werden nicht verschickt Nutzer melden Störung bei Whatsapp

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Bei Whatsapp läuft es derzeit nicht rund.

(Foto: picture alliance/dpa)

An mehreren deutschen Orten ist es vorübergehend nicht möglich, Fotos, Videos oder andere Mediendateien via Whatsapp zu teilen. Das melden Nutzer auf einem Störungsportal. Die Hintergründe des Problems sind bislang nicht bekannt.

Beim Verschicken und Empfangen von Nachrichten über Whatsapp hat es vorübergehend Probleme gegeben. Tausende Nutzer aus verschiedenen deutschen Städten meldeten auf dem Portal allestörungen.de, dass sie weder Fotos, Videos noch Sprachnachrichten versenden können. Lediglich Textnachrichten kamen demnach bei den Empfängern an.

Auch weltweit wurde in sozialen Netzwerken über Störungen berichtet. Eine Live-Weltkarte auf der Webseite zeigte zeitweise, dass vor allem Nutzer in Mittel- und Westeuropa sowie in einigen arabischen Ländern betroffen sein sollen. Erst nach einigen Stunden funktionierte der Versand von Bildern und anderen Dateien über die App wieder. Zu den Ursachen der Probleme gibt es bisher keine Angaben.

Zuletzt hatte es im Sommer 2019 stundenlange Ausfälle bei Instagram und anderen Facebook-Apps wie Whatsapp gegeben. Der beliebte Messengerdienst wurde von seinen Gründern am Jahr 2014 an Facebook verkauft. Der Deal hatte einen Wert von rund 22 Milliarden US-Dollar. Das Online-Netzwerk finanziert sich ausschließlich aus Werbung und überlegt momentan, wie mit dem kostenlosen Chatdienst Whatsapp Geld zu verdienen ist.

Seit Jahren schwelende Pläne zur Einführung von Werbung in dem Chatdienst wurden vor wenigen Tagen vorübergehend auf Eis gelegt. Zuletzt wurde daran gearbeitet, Anzeigen im sogenannten "Status"-Bereich unterzubringen, in dem Nutzer für einen Tag Fotos und Videos mit ihren Whatsapp-Kontakten teilen können.

Am Freitag erklärte ein Sprecher, man sehe darin zwar weiterhin eine langfristige Chance - aber es gebe keinen detaillierten Zeitplan dafür. Zuvor berichtete das "Wall Street Journal", das Team, das die Anzeigenpläne ausarbeiten sollte, sei aufgelöst worden. Zu den weiteren Plänen gehört, Unternehmen für zusätzliche Funktionen zur Kasse zu bitten, wenn sie über Whatsapp mit ihren Kunden kommunizieren. Zudem wird an der Einführung einer Bezahlfunktion in mehreren Ländern gearbeitet.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa