Technik

Nützliche Tipps fürs Smartphone So holt man aus Android mehr heraus

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Mit Android-Smartphones kann man mehr machen, als viele wissen.

(Foto: jwa)

Android als Betriebssystem für Smartphones ist weit verbreitet. Aber viele kennen gar nicht die Fülle an praktischen Optionen, die den Alltag erleichtern.

Android ist das weltweit mit Abstand am weitesten verbreitete mobile Betriebssystem, und auch ein Großteil der Smartphone-Nutzer in Deutschland nutzt Geräte mit Googles mobiler Plattform. Doch obwohl es so verbreitet ist, sind vielen Nutzern einige Funktionen gänzlich unbekannt, die den Alltag erleichtern können. Das liegt unter anderem an den vielen veröffentlichten Versionen und teils großen Unterschieden zwischen den Android-Varianten der einzelnen Hersteller.

Nutzerkonten und Gast-Modus

Wie bei einem PC lassen sich auch bei Android-Geräten mehrere Nutzerkonten einrichten. Das ist besonders für Eltern von Vorteil. So lässt sich nämlich auch festgelegt, auf welche Apps die Kinder Zugriff haben dürfen und auf welche besser nicht. Die Option findet sich in den Einstellungen und heißt "Nutzer und Konten" oder ähnlich. In der Nutzerauswahl ist auch der Gast-Modus zu finden. Der bietet sich an, wenn das Handy aus der Hand gegeben wird. Über die Einstellungen lässt sich zum Beispiel festlegen, ob Gäste die Telefonfunktion nutzen dürfen.

Gestensteuerung

In den Einstellungen findet sich bei vielen Smartphones auch ein Menüpunkt wie "Gesten", "Erweiterte Funktionen", "Intelligente Funktionen" oder ähnlich. Hier lassen sich etwa Bildschirmgesten festlegen, die zum schnelleren Start von Apps und Funktionen angepasst werden können. So kann zum Beispiel ein mit dem Finger auf den Bildschirm gemaltes M die Mailing-App aufrufen, oder ein Kreis öffnet die Foto-App. Gesten und Funktionen lassen sich frei zuordnen. Manche Smartphones bieten auch für den Fingerabdrucksensor Extra-Gesten an, zum Beispiel einen vertikalen Wisch über den Sensor, um die Benachrichtigungen zu öffnen. 

Individualisieren per Widgets

Alle wichtigen Infos beim ersten Blick auf den Bildschirm bekommen? Dabei helfen Widgets. Das sind kleine Fenster, die Funktionen und Aktualisierungen einer App anzeigen, ohne die App gleich komplett zu öffnen. Sie lassen sich an eine beliebige Position auf dem Startbildschirm legen und zeigen fortan alles, was wichtig ist: die nächsten Termine, die neuesten Nachrichten, das Wetter oder die letzte empfangene E-Mail. Dazu einfach auf eine freie Stelle auf den Startbildschirm tippen und gedrückt halten, bis ein neues Menü erscheint. Dort auf den Punkt Widgets tippen. Nun werden alle verfügbaren Widgets mit Beispielen in einer Liste angezeigt. Das gewünschte Widget gedrückt halten und dann an die gewünschte Stelle auf dem Startbildschirm schieben.

Taschenlampe bringt Licht ins Dunkel

Findige Programmierer kamen schon früh auf die Idee, dass sich der Blitz einer Smartphone-Kamera auch als Ersatz für eine Taschenlampe nutzen lässt. Daher gibt es etliche Apps mit dieser Funktion bei Google Play. Diese Apps sind aber längst überflüssig geworden, denn die Taschenlampe lässt sich auch so nutzen, ohne Extra-App. Einfach die Android-Leiste am oberen Bildschirmrand nach unten ziehen. In den angezeigten Funktionen befindet sich bei den allermeisten Smartphones auch der Schalter für die Taschenlampe. Die Smartphones von Motorola erlauben ihren Nutzern, die Taschenlampe durch eine zweimalige Hack-Bewegung in der Luft ein- und auszuschalten, andere Smartphones unterstützen zum Teil eine Bildschirmgeste zum schnellen Start der Leuchte.  

Screenshot erstellen

Android bietet dazu eine einfache Möglichkeit, die bei nahezu jedem Hersteller funktioniert. Standard ist es, den Power-Button und die Leiser-Taste gleichzeitig kurz gedrückt zu halten. Bei einigen Samsung-Modellen wird ein Screenshot aufgenommen, wenn per Geste mit der Handkante über den Bildschirm gestrichen wird. Manche Hersteller bieten einen eigenen Schalter in der Menüleiste an. Bei Huawei kann man auch einen Screenshot erstellen, indem man den Anschalter lange drückt und dann "Screenshot" wählt. Eine ähnliche Funktion soll auch mit Android P kommen. Bei manchen Herstellern kann man auch direkt auf den Screenshot zeichnen, einzelne Elemente markieren oder gleich nur einen Teil des Bildschirms aufnehmen - Huawei, Honor oder LG bieten ihren Nutzern hier viele Möglichkeiten.

Verbrauch überprüfen

Das Datenvolumen ist wieder sehr früh verbraucht? Und auch der Akku macht zu schnell schlapp? Android verrät, an welchen Apps das liegt. In den Einstellungen findet sich auch ein Eintrag, der "Datennutzung" oder ähnlich heißt. Dort steht, wie viel in letzter Zeit verbraucht wurde. Der Zeitraum der Überwachung lässt sich frei wählen. Zudem sind die Apps aufgelistet, die am fleißigsten funken. Ähnlich sind es beim Punkt "Akku" aus. Hier wird der Akkuverbrauch aufgelistet und welche Apps den meisten Strom verzehren. Android bringt von Haus aus einen Energiesparmodus mit sich, aber die meisten Smartphone-Hersteller statten ihre Geräte mit eigenen Modi aus, die mehr oder weniger effektiv beim Stromsparen helfen.

Nachtmodus

Diese Funktion gibt es nur bei neueren Android-Geräten, massentauglich gemacht hat sie Apple mit seinem iPad. Auf Wunsch filtert das Gerät abends das blaue Licht aus der Anzeige. Das Display wirkt dadurch zwar gelblich, das ist aber angenehmer für die Augen und soll dabei helfen, besser einzuschlafen. Die Einstellungen für den Nachtmodus, der sich auch automatisch zu einer bestimmten Zeit ein- und wieder ausschalten lässt, finden sich unter dem Eintrag "Anzeige", "Display" oder ähnlich.

Quelle: ntv.de, jwa/dpa

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