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Virus-Warnung per Messenger So wird man Whatsapp-Kettenbriefe los

Whatsapp-Kettenbrief

Hartnäckige virtuelle Plage: Kettenbriefe bei Whatsapp.

(Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn)

Kettenbriefe bei Whatsapp verunsichern immer wieder viele Nutzer. Dabei gilt, ob Martinelli oder Ute Lehr: Es gibt ein einfaches und effektives Mittel gegen die virtuelle Plage.

Woher sie eigentlich kommen, weiß oft niemand so richtig, doch plötzlich sind sie da: Die sogenannten Kettenbriefe, die sich über Whatsapp wie ein Lauffeuer verbreiten. Ihr Inhalt ist oft ähnlich, immer geht es irgendwie darum, dass irgendein Virus den gesamten Speicher des Smartphones löscht oder, noch schlimmer, den Nutzer gleich mit ins Nirwana schickt. Diese Ketten-Nachrichten haben aber noch eines gemeinsam: Sie sind allesamt kompletter Humbug.

Seit Tagen ist im Netz vom angeblichen Whatsapp-Virus "Ute Lehr" zu lesen. Die Nachricht kursierte 2017 schon eimal und was dahintersteckt, kann man sich denken: In der Nachricht wird davor gewarnt, auf Kontaktanfragen einer "Ute Lehr" zu antworten. Wenn ein Nutzer die Nummer speichere, lösche der "Virus" die gesamte "Festplatte", lade Daten herunter und "fresse" sich durch die Kontaktliste. Außerdem wird davor gewarnt, Anrufe von einer bestimmten Nummer anzunehmen. Obendrein wird noch darauf verwiesen, dass auch in den Medien von dem Virus berichtet worden sei - also muss es ja stimmen.

Gesunder Menschenverstand gefragt

Dass diese und alle ähnlich lautenden Meldungen, von Whatsapp Gold und Martinelli über Ute Christoff, Hannes B., Anouk Theiner oder Marcel Hohmann, völlig hanebüchen sind, ist eigentlich so selbstverständlich, dass es keiner Erklärung bedarf. Doch offenbar sind Angst und Unwissenheit bei vielen Whatsapp-Nutzern stärker als der gesunde Menschenverstand, weshalb sich solche Kettennachrichten immer wieder schnell verbreiten.

Wie sich Nutzer in solchen Fällen verhalten sollen, ist schnell erklärt: Am besten, man löscht die Nachricht und klärt den ängstlichen Absender auf. Weiterleiten sollte man sie jedenfalls nicht, denn natürlich wirken derartige Warnungen authentischer, wenn sie von Freunden oder Verwandten kommen. Panik ist nicht angebracht, denn so einfach, wie es suggeriert wird, kann kein "Virus" aufs Smartphone gelangen, auch nicht, wenn man besagte Nummer speichert oder den angeblich so gefährlichen Anruf annimmt.

Wer die Grundregeln im Internet beachtet, ist in jedem Fall auf der sicheren Seite. Dazu gehört, nicht arglos auf Links zu klicken, keine Apps aus unbekannten Quellen herunterzuladen und darauf zu achten, welche Berechtigungen man einer App erteilt. Und natürlich, keine Kettenbriefe weiterzuleiten.

Quelle: n-tv.de, jwa

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